Lebensmittel & Ernährung

Ausbildung als Konditor/in

Du machst Torten, Pralinen und Desserts – Handwerk mit Zucker, Schokolade und viel Auge fürs Detail.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.107 €
Vergütung 3. Jahr
1.320 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Torten und Kuchen herstellen und dekorieren
  • Pralinen und Schokoladenfiguren fertigen
  • Cremes, Massen und Füllungen zubereiten
  • Rezepturen kalkulieren und Waren präsentieren
  • Hygiene und Kühlketten sichern

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Konditor/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.107 € / Monat

entspricht 13.284 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.211 € / Monat

entspricht 14.532 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.320 € / Monat

entspricht 15.840 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

43.656 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.300–2.900 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Konditor?

Du verwandelst Zucker, Schokolade, Mehl und Sahne in kleine Kunstwerke. Du stellst Torten und Kuchen her, füllst und dekorierst sie, oft mit filigranen Verzierungen aus Buttercreme, Marzipan oder Fondant. Du fertigst Pralinen und Schokoladenfiguren, temperierst dafür Schokolade so, dass sie glänzt und knackt, und bereitest Cremes, Massen und Füllungen für die verschiedenen Gebäckstücke zu. Dabei kalkulierst du Rezepturen, damit Geschmack, Konsistenz und Kosten stimmen, und präsentierst die fertigen Produkte ansprechend in der Vitrine. Weil viele deiner Produkte schnell verderben, achtest du außerdem genau auf Hygiene und darauf, dass Kühlketten eingehalten werden.

So läuft die Ausbildung ab

Die duale Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Konditorei: einfache Teige und Massen, Hygienevorschriften und den Umgang mit Werkzeug und Maschinen in der Backstube. Im zweiten Jahr kommen anspruchsvollere Torten, Pralinen und Dekoriertechniken dazu, meist begleitet von einer Zwischenprüfung. Im dritten Jahr vertiefst du dich in Spezialitäten wie Schokoladenarbeiten oder aufwendige Tortendekoration und bereitest dich auf die Gesellenprüfung vor, in der du zeigst, dass du eigenständig anspruchsvolle Konditoreiprodukte herstellen kannst.

Passt der Beruf zu dir?

Kreativität brauchst du, weil viele Produkte, besonders Torten und Pralinen, auch optisch überzeugen sollen. Feinmotorik ist entscheidend für filigrane Verzierungen, bei denen es auf Millimeter ankommt. Geduld hilft dir, wenn ein Dekor mehrere Arbeitsschritte braucht oder eine Charge Schokolade nicht auf Anhieb gelingt. Ein guter Geschmackssinn ist wichtig, um Süße, Säure und Aromen richtig auszubalancieren. In der Schule sind Kunst für das gestalterische Gespür, Mathematik für Rezeptur- und Mengenberechnungen, und Chemie für das Verständnis von Gär- und Backprozessen hilfreich.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.107 Euro im 1. Lehrjahr, 1.211 Euro im 2. Lehrjahr und 1.320 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener Prüfung liegt dein Einstiegsgehalt orientierungsweise zwischen 2.300 und 2.900 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Gearbeitet wird in Konditoreien, Cafés oder in der Patisserie von Hotels, oft mit direktem Kundenkontakt beim Verkauf. Wer sich weiterentwickeln will, kann Konditormeister werden und einen eigenen Betrieb führen, sich zum Patissier spezialisieren und in gehobener Gastronomie arbeiten, oder Betriebswirt im Handwerk werden und in die Betriebsführung wechseln.

Gut zu wissen

Der Arbeitstag beginnt oft sehr früh, weil frische Ware am Morgen fertig sein muss, und an Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern, wenn besonders viel gebacken wird, ist mit erhöhter Arbeitsbelastung zu rechnen. Die Arbeit in der Backstube ist warm, du stehst lange und arbeitest mit den Händen in ständigem Kontakt zu Lebensmitteln. Dafür siehst du am Ende jedes Arbeitstags fertige, oft aufwendig gestaltete Produkte, und Konditoreihandwerk bleibt gefragt, weil besondere Anlässe wie Hochzeiten oder Geburtstage immer individuelle Torten brauchen.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Kreativität
  • • Feinmotorik
  • • Geduld
  • • Geschmackssinn

Wichtige Schulfächer

  • • Kunst
  • • Mathematik
  • • Chemie

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Konditorei
  • Café
  • Hotelpatisserie

Nach der Ausbildung

  • Konditormeister/in
  • Patissier/Patissière
  • Betriebswirt/in im Handwerk

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Konditor/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Konditor/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.107 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.320 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 43.656 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Kunst, Mathematik und Chemie. Mitbringen solltest du vor allem Kreativität, Feinmotorik, Geduld und Geschmackssinn.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Konditormeister/in, Patissier/Patissière oder Betriebswirt/in im Handwerk. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.300 und 2.900 Euro brutto im Monat.

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