Lebensmittel & Ernährung

Ausbildung als Bäcker/in

Du stellst Brot, Brötchen und Feingebäck her – früh am Tag, mit Teigführung, Ofen und viel Erfahrung im Gefühl.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.021 €
Vergütung 3. Jahr
1.232 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Teige ansetzen, kneten und führen
  • Brot und Brötchen formen und backen
  • Feine Backwaren und Snacks herstellen
  • Rohstoffe prüfen und Rezepturen berechnen
  • Hygiene- und Qualitätsvorgaben einhalten

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Bäcker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.021 € / Monat

entspricht 12.252 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.091 € / Monat

entspricht 13.092 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.232 € / Monat

entspricht 14.784 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

40.128 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.300–2.900 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Bäcker?

Während die meisten Menschen noch schlafen, stehst du schon in der Backstube: Du setzt Teige an, knetest sie und lässt sie führen, also ruhen und aufgehen, damit Brot und Brötchen später die richtige Struktur bekommen. Mit viel Erfahrung entwickelst du ein Gefühl dafür, wann ein Teig fertig ist, wie feucht er sein darf oder wie warm der Ofen eingestellt werden muss, Zahlen allein reichen dabei nicht immer aus. Du formst Brote und Brötchen von Hand oder mit Maschinen und backst sie im richtigen Moment. Neben klassischem Brot stellst du auch feine Backwaren wie Kuchen, Plunder oder herzhafte Snacks her. Bevor du überhaupt backst, prüfst du die Rohstoffe wie Mehl und Hefe auf Qualität und berechnest Rezepturen, damit die Mengen stimmen. Weil du mit Lebensmitteln arbeitest, hältst du dich dabei durchgehend an Hygiene- und Qualitätsvorgaben, von der Sauberkeit der Arbeitsflächen bis zur richtigen Lagerung.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Backstube und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Teigherstellung und einfache Backwaren. Im zweiten Lehrjahr kommen anspruchsvollere Brotsorten, Feingebäck und die Berechnung von Rezepturen dazu, nach etwa der Hälfte der Zeit steht eine Zwischenprüfung an. Im dritten Lehrjahr vertiefst du dich in Spezialitäten und die Qualitätskontrolle und bereitest dich auf die praktische und theoretische Gesellenprüfung der Handwerkskammer vor, bei der du eigene Backwaren herstellst.

Passt der Beruf zu dir?

Frühaufsteher-Qualitäten sind fast eine Voraussetzung, denn die Arbeit beginnt häufig mitten in der Nacht oder sehr früh am Morgen, damit die Backwaren rechtzeitig fertig sind. Ausdauer brauchst du, weil du über Stunden auf den Beinen bist und körperlich arbeitest, oft bei Hitze am Ofen. Sorgfalt entscheidet über die Qualität, ein falsch dosierter Teig lässt sich nicht mehr retten. Ein guter Geschmackssinn hilft dir, Backwaren richtig abzuschmecken und Qualität zu beurteilen. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn dir sehr frühes Aufstehen dauerhaft schwerfällt oder du Probleme mit Mehlstaub und der Hitze in der Backstube hast.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.021 Euro im 1. Lehrjahr, 1.091 Euro im 2. Lehrjahr und 1.232 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung verdienst du meist zwischen 2.300 und 2.900 Euro brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du den Bäckermeister machen und einen eigenen Betrieb führen oder ausbilden, dich als Brot-Sommelier auf Beratung und Genussthemen spezialisieren oder den Betriebswirt im Handwerk anschließen, wenn dich die kaufmännische Seite interessiert.

Gut zu wissen

Die frühen Arbeitszeiten sind die größte Herausforderung im Beruf, dafür ist meist am frühen Nachmittag Feierabend. Handwerksbäckereien stehen zunehmend im Wettbewerb mit Backautomaten und großen Filialketten, gleichzeitig bleibt echtes Bäckerhandwerk gefragt, gerade wenn es um Qualität und regionale Spezialitäten geht.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Frühaufsteher-Qualitäten
  • • Ausdauer
  • • Sorgfalt
  • • Geschmackssinn

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Chemie
  • • Hauswirtschaft

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Backstube
  • Handwerksbäckerei
  • Produktionsbetrieb

Nach der Ausbildung

  • Bäckermeister/in
  • Brot-Sommelier/Sommelière
  • Betriebswirt/in im Handwerk

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Bäcker/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Bäcker/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.021 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.232 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 40.128 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Chemie und Hauswirtschaft. Mitbringen solltest du vor allem Frühaufsteher-Qualitäten, Ausdauer, Sorgfalt und Geschmackssinn.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Bäckermeister/in, Brot-Sommelier/Sommelière oder Betriebswirt/in im Handwerk. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.300 und 2.900 Euro brutto im Monat.

Ähnliche Ausbildungsberufe