Das machst du in der Ausbildung
- Kunden beraten und Ware verkaufen
- Theke bestücken und Waren präsentieren
- Snacks und Imbisse zubereiten
- Bestellungen aufnehmen und Waren disponieren
- Hygienevorgaben einhalten und Kasse führen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 12.348 € im Jahr
entspricht 13.248 € im Jahr
entspricht 14.868 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
40.464 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.200–2.800 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk?
Hinter der Theke einer Bäckerei oder Fleischerei bist du die erste Ansprechperson für die Kunden. Du berätst sie zu Broten, Wurstwaren oder Konditoreiprodukten, bestückst die Theke und sorgst dafür, dass die Ware appetitlich präsentiert wird. Häufig bereitest du auch Snacks und belegte Brötchen für den schnellen Verzehr zu. Du nimmst Bestellungen entgegen, etwa für Torten oder größere Mengen, und disponierst Waren, damit rechtzeitig nachgeliefert wird. Hygienevorschriften spielen eine große Rolle, weil du mit Lebensmitteln arbeitest, außerdem führst du die Kasse. In größeren Betrieben unterstützt du zudem bei der Warenannahme und kontrollierst die Qualität angelieferter Ware.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Verkaufsraum und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen von Verkauf, Warenkunde und Hygiene, im zweiten Jahr vertiefst du Beratung und Warenpräsentation und übernimmst mehr Verantwortung an der Kasse. Im dritten Jahr kommen anspruchsvollere Themen wie Reklamationen, Sonderbestellungen und Personaleinsatz dazu. Nach der ersten Ausbildungshälfte steht die Zwischenprüfung an, am Ende die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer.
Passt der Beruf zu dir?
Freundlichkeit ist die Grundvoraussetzung, weil du den ganzen Tag mit Kunden sprichst. Da viele Bäckereien und Fleischereien früh öffnen, solltest du gut mit frühen Arbeitszeiten zurechtkommen, Frühschichten ab vier oder fünf Uhr sind keine Seltenheit. Sorgfalt beim Umgang mit Lebensmitteln und Verkaufstalent, um Kunden zu zusätzlichen Produkten zu beraten, runden das Profil ab. Der Beruf verlangt Stehvermögen und oft auch Samstagsarbeit, dafür hast du direkten Kontakt zu Menschen und siehst schnell, wenn Kunden zufrieden sind. Auch samstags und an Feiertagen wird häufig gearbeitet, da diese Tage in Bäckereien und Fleischereien besonders gut besucht sind.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.029 Euro im 1. Lehrjahr, 1.104 Euro im 2. Lehrjahr und 1.239 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Gesellenprüfung steigst du orientierungsweise mit 2.200 bis 2.800 Euro brutto im Monat ein, abhängig vom Betrieb. Über die Fachverkäufer-Meisterprüfung kannst du dich weiterqualifizieren und selbst ausbilden, oder du übernimmst als Filialleiter Verantwortung für ein ganzes Team. Auch eine Weiterbildung zum Betriebswirt im Handwerk ist möglich, wenn du später stärker in Richtung Betriebsführung gehen willst.
Gut zu wissen
Der Beruf lässt sich auf Bäckerei, Fleischerei oder Konditorei spezialisieren, je nachdem, in welchem Betrieb du ausgebildet wirst. Verwandte Berufe wie Bäcker oder Fleischer zeigen dir, wie die Produkte entstehen, die du später verkaufst, falls dich die Herstellung zusätzlich interessiert. Wer gerne mit Menschen spricht und früh aufstehen kann, findet hier einen bodenständigen Einstieg ins Lebensmittelhandwerk. Die Ausbildung ist zudem ein guter Einstieg, um später selbst ein Fachgeschäft zu übernehmen oder zu leiten.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Freundlichkeit
- • Frühaufsteher-Qualitäten
- • Sorgfalt
- • Verkaufstalent
Wichtige Schulfächer
- • Deutsch
- • Mathematik
- • Hauswirtschaft
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Bäckerei
- Fleischerei
- Verkaufsraum
Nach der Ausbildung
- Fachverkäufer-Meisterprüfung
- Filialleiter/in
- Betriebswirt/in im Handwerk
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.029 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.239 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 40.464 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Deutsch, Mathematik und Hauswirtschaft. Mitbringen solltest du vor allem Freundlichkeit, Frühaufsteher-Qualitäten, Sorgfalt und Verkaufstalent.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Fachverkäufer-Meisterprüfung, Filialleiter/in oder Betriebswirt/in im Handwerk. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.200 und 2.800 Euro brutto im Monat.