Das machst du in der Ausbildung
- Speisen zubereiten und servieren
- Räume reinigen und herrichten
- Wäsche waschen und pflegen
- Vorräte kontrollieren
- Im Team unterstützen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Fachpraktiker/in Hauswirtschaft während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 10.200 € im Jahr
entspricht 11.400 € im Jahr
entspricht 12.600 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
34.200 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.100–2.600 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Fachpraktiker/in Hauswirtschaft?
Du sorgst dafür, dass in Großküchen, Pflegeeinrichtungen oder Tagungshäusern der Alltag rund läuft. Du bereitest Mahlzeiten mit vor und servierst sie, deckst Tische ein und räumst sie ab. Du reinigst und richtest Zimmer, Aufenthaltsräume und Sanitärbereiche her, damit sich Bewohner und Gäste wohlfühlen. Wäsche waschen, trocknen, bügeln und einsortieren gehört ebenso dazu wie das Kontrollieren von Vorräten: Was wird knapp, was muss nachbestellt werden, wo läuft ein Haltbarkeitsdatum ab? Bei alldem arbeitest du im Team und übernimmst mit der Zeit mehr Verantwortung für einzelne Arbeitsschritte.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist nach § 66 des Berufsbildungsgesetzes speziell für Menschen mit Behinderung konzipiert. Das heißt: Die Inhalte sind in kleinere, klar abgegrenzte Lernschritte gegliedert, Ausbilder und teils sonderpädagogische Fachkräfte begleiten dich enger als in einer regulären Ausbildung, und das Tempo richtet sich stärker nach deinen individuellen Voraussetzungen. Trotzdem lernst du praktisch im Betrieb, etwa in einer Großküche oder Pflegeeinrichtung, und besuchst parallel eine Berufsschule oder ein spezialisiertes Bildungszentrum. Im ersten Jahr stehen einfache Reinigungs- und Küchenarbeiten im Vordergrund, im zweiten Jahr kommen Vorratsverwaltung und Mitarbeit bei der Speisenzubereitung dazu, im dritten Jahr übernimmst du anspruchsvollere Aufgaben und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer vor.
Passt der Beruf zu dir?
Du solltest zuverlässig sein und Aufgaben auch dann sauber zu Ende bringen, wenn sie sich wiederholen. Sorgfalt ist wichtig, etwa beim Einhalten von Hygieneregeln in der Küche oder beim sauberen Pflegen von Wäsche. Weil manche Arbeiten körperlich anstrengend sind, etwa langes Stehen, das Tragen von Wäschekörben oder Arbeiten in der Hitze der Küche, brauchst du auch Ausdauer. Da du fast immer im Team arbeitest, hilft es, wenn du gern mit anderen zusammenarbeitest und dir Rückmeldung holst, sobald du unsicher bist.
Was du in der Ausbildung verdienst
Als Orientierung gelten 850 Euro im ersten, 950 Euro im zweiten und 1050 Euro im dritten Lehrjahr brutto im Monat. Wie viel du tatsächlich bekommst, hängt vom Träger, der Region und einer möglichen Tarifbindung ab. Auch bei dieser Ausbildungsform gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung als unterste Grenze, die nicht unterschritten werden darf.
Nach der Ausbildung
Mit dem Abschluss steigst du meist mit einem Bruttogehalt zwischen 2100 und 2600 Euro im Monat ein, etwa in Großküchen, Pflegeeinrichtungen oder Tagungshäusern. Viele bleiben in dem Betrieb, in dem sie ausgebildet wurden, weil dort schon Vertrauen aufgebaut ist. Wer sich weiterentwickeln möchte, kann später eine Zusatzqualifikation zum/zur Hauswirtschafter/in anschließen oder sich als Fachkraft für Speisenzubereitung spezialisieren und dadurch mehr Verantwortung übernehmen.
Gut zu wissen
Diese Ausbildung ist bewusst so gestaltet, dass auch mit individuellem Unterstützungsbedarf ein anerkannter Berufsabschluss erreichbar ist. Wenn du unsicher bist, ob dieser Weg oder eine reguläre Ausbildung zur Hauswirtschafter/in besser zu dir passt, hilft ein Gespräch mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur weiter – dort wird gemeinsam geschaut, welche Unterstützung du brauchst und welcher Betrieb dazu passt.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Zuverlässigkeit
- • Sorgfalt
- • Ausdauer
- • Teamgeist
Wichtige Schulfächer
- • Hauswirtschaft
- • Deutsch
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Großküche
- Pflegeeinrichtung
- Tagungshaus
Nach der Ausbildung
- Aufbau zum/zur Hauswirtschafter/in
- Fachkraft für Speisenzubereitung
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Fachpraktiker/in Hauswirtschaft?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Fachpraktiker/in Hauswirtschaft?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 850 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.050 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 34.200 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Hauswirtschaft, Deutsch und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Zuverlässigkeit, Sorgfalt, Ausdauer und Teamgeist.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Aufbau zum/zur Hauswirtschafter/in oder Fachkraft für Speisenzubereitung. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.100 und 2.600 Euro brutto im Monat.