Soziales & Bildung

Ausbildung als Erzieher/in

Du begleitest Kinder und Jugendliche im Alltag, förderst ihre Entwicklung und arbeitest eng mit Familien zusammen.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.220 €
Vergütung 3. Jahr
1.390 €
Abschluss bei
Fachschule (staatlich anerkannt)

Das machst du in der Ausbildung

  • Gruppenalltag planen und gestalten
  • Bildungsangebote und Projekte durchführen
  • Entwicklung beobachten und dokumentieren
  • Elterngespräche führen
  • Im Team Konzepte weiterentwickeln

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Erzieher/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.220 € / Monat

entspricht 14.640 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.290 € / Monat

entspricht 15.480 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.390 € / Monat

entspricht 16.680 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

46.800 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

3.000–3.600 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Erzieher?

Ob in der Kita, im Hort oder in einer Jugendhilfeeinrichtung, du gestaltest den Alltag von Kindern und Jugendlichen mit. Du planst den Gruppenalltag, überlegst dir zum Beispiel, wie ein Morgenkreis abläuft oder wie du eine Gruppe durch den Tag begleitest, damit Struktur und Freiraum zusammenpassen. Bildungsangebote und Projekte gehören dazu, etwa ein Kunstprojekt zum Thema Jahreszeiten oder ein Bewegungsangebot im Garten, mit denen du die Entwicklung der Kinder gezielt förderst. Du beobachtest, wie sich einzelne Kinder entwickeln, hältst das dokumentiert fest und erkennst so früh, wenn ein Kind zusätzliche Unterstützung braucht. Elterngespräche führst du regelmäßig, informierst über den Entwicklungsstand oder besprichst gemeinsam, wie ein Kind zu Hause und in der Einrichtung am besten unterstützt werden kann. Im Team entwickelst du außerdem pädagogische Konzepte weiter, etwa wie eine Einrichtung mit Konflikten zwischen Kindern umgeht oder wie Inklusion gelebt wird.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist eine schulische Ausbildung an einer Fachschule, keine duale Ausbildung im klassischen Sinn nach Berufsbildungsgesetz. Du besuchst die Fachschule und absolvierst parallel oder in Blöcken Praxisphasen in Einrichtungen wie Kita oder Hort. Im ersten Jahr stehen pädagogische Grundlagen wie Entwicklungspsychologie und erste Praxiseinsätze im Vordergrund. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Bildungsbereiche wie Sprache, Bewegung oder Musik und übernimmst mehr eigenständige Aufgaben in der Praxis. Im dritten Jahr bereitest du dich mit einem Anerkennungsjahr oder vertieften Praxisphasen, je nach Modell des Bundeslandes, auf die staatliche Prüfung vor, die dich zur staatlich anerkannten Fachkraft macht. Je nach Ausbildungsform und Bundesland unterscheidet sich, ob du während der gesamten Zeit eine Vergütung bekommst oder ob Teile davon schulisch ohne Bezahlung organisiert sind.

Passt der Beruf zu dir?

Geduld ist zentral, weil sich Entwicklung bei Kindern nicht erzwingen lässt und du auch in stressigen Momenten ruhig bleiben musst. Kreativität hilft dir, Angebote so zu gestalten, dass sie Kinder wirklich erreichen. Verantwortungsbewusstsein ist unverzichtbar, weil du für das Wohl der Kinder mitverantwortlich bist, auch in Situationen, die schnelles Handeln erfordern. Kommunikationsstärke brauchst du im Austausch mit Kindern, Kollegen und Eltern, die teils sehr unterschiedliche Erwartungen haben. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn dir ein hoher Lärmpegel, körperliche Nähe oder emotional fordernde Situationen mit belasteten Familien schwerfallen.

Was du in der Ausbildung verdienst

Als Orientierung liegt die Vergütung bei rund 1.220 Euro im ersten, 1.290 Euro im zweiten und 1.390 Euro im dritten Jahr brutto im Monat, sofern deine Ausbildung als praxisintegrierte Form mit Vergütung organisiert ist. Weil Erzieherausbildung schulisch geregelt ist, unterscheiden sich Modelle je nach Bundesland und Träger zum Teil erheblich, informiere dich deshalb direkt bei der Fachschule oder Einrichtung.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung verdienst du meist zwischen 3.000 und 3.600 Euro brutto im Monat, mit Unterschieden je nach Träger und Bundesland. Mit Erfahrung kannst du dich zum Fachwirt für Erziehungswesen weiterbilden, in eine Einrichtungsleitung hineinwachsen oder Soziale Arbeit beziehungsweise Kindheitspädagogik studieren, wenn du dich akademisch weiterentwickeln möchtest.

Gut zu wissen

Erzieher werden in vielen Regionen dringend gesucht, was dir nach der Ausbildung gute Chancen auf eine Stelle in der Nähe gibt. Gleichzeitig ist der Personalschlüssel in manchen Einrichtungen knapp, was den Alltag anstrengender machen kann, als es von außen wirkt.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Geduld
  • • Kreativität
  • • Verantwortungsbewusstsein
  • • Kommunikationsstärke

Wichtige Schulfächer

  • • Deutsch
  • • Pädagogik
  • • Musik/Kunst

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Kita
  • Hort
  • Jugendhilfeeinrichtung

Nach der Ausbildung

  • Fachwirt/in Erziehungswesen
  • Einrichtungsleitung
  • Studium Soziale Arbeit oder Kindheitspädagogik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Erzieher/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Erzieher/in?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.220 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.390 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.800 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Deutsch, Pädagogik und Musik/Kunst. Mitbringen solltest du vor allem Geduld, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Kommunikationsstärke.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Fachwirt/in Erziehungswesen, Einrichtungsleitung oder Studium Soziale Arbeit oder Kindheitspädagogik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.000 und 3.600 Euro brutto im Monat.

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