Soziales & Bildung

Ausbildung als Hauswirtschafter/in

Du führst Haushalte in Einrichtungen und Betrieben: Verpflegung, Reinigung, Wäsche und Betreuung mit klarer Organisation.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.225 €
Vergütung 3. Jahr
1.377 €
Abschluss bei
Landwirtschaftskammer/IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Mahlzeiten planen und zubereiten
  • Räume reinigen und pflegen
  • Wäsche versorgen und Textilien pflegen
  • Einkauf und Vorratshaltung organisieren
  • Menschen im Haushalt betreuen und anleiten

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Hauswirtschafter/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.225 € / Monat

entspricht 14.700 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.285 € / Monat

entspricht 15.420 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.377 € / Monat

entspricht 16.524 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

46.644 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.300–2.900 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Hauswirtschafter/in?

In einem Seniorenheim, einem Tagungshaus oder einem großen Privathaushalt hältst du den gesamten hauswirtschaftlichen Betrieb am Laufen. Du planst Speisepläne, kaufst Lebensmittel ein und kochst Mahlzeiten für viele Personen gleichzeitig, oft mit Rücksicht auf besondere Ernährungsformen oder Diäten. Dazu kommt die Reinigung und Pflege der Räume, von Gästezimmern bis zu Gemeinschaftsflächen, nach festen Hygiene- und Qualitätsstandards. Du versorgst Wäsche, von der Bettwäsche bis zur persönlichen Kleidung der Bewohnerinnen und Bewohner, und kümmerst dich um die Pflege der Textilien. In vielen Einrichtungen betreust und begleitest du außerdem Menschen im Alltag, leitest Hilfskräfte an und behältst den Überblick über Vorräte, Bestellungen und Budgets. Der Beruf verbindet praktische Handarbeit mit Organisation, denn am Ende musst du dafür sorgen, dass alles pünktlich fertig und in der richtigen Qualität da ist.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und ist dual aufgebaut: Du arbeitest im Ausbildungsbetrieb, etwa einer Pflegeeinrichtung oder einem landwirtschaftlichen Haushalt, und besuchst parallel die Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Nahrungszubereitung, Reinigung und Textilpflege. Im zweiten Jahr übernimmst du mehr Verantwortung bei der Planung von Mahlzeiten und Arbeitsabläufen sowie bei der Betreuung von Menschen im Haushalt. Zwischen erstem und zweitem Lehrjahr steht in der Regel eine Zwischenprüfung an. Im dritten Jahr kommen betriebswirtschaftliche Themen wie Kalkulation, Vorratshaltung und Qualitätsmanagement dazu, bevor die Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer oder der IHK ansteht, je nachdem, wo dein Betrieb organisiert ist.

Passt der Beruf zu dir?

Wenn du gerne kochst, Ordnung magst und den Überblick über viele kleine Aufgaben gleichzeitig behältst, bringt dich das im Beruf weiter. Organisationstalent ist wichtig, weil du oft mehrere Arbeitsbereiche parallel steuerst, und Sorgfalt zählt besonders bei Hygiene und Lebensmittelsicherheit. Freundlichkeit hilft dir im Umgang mit den Menschen, die du betreust, und Belastbarkeit brauchst du, weil der Arbeitstag körperlich fordernd sein kann: viel Stehen, Heben und Zeitdruck rund um Mahlzeiten gehören dazu. Wochenend- und Feiertagsarbeit ist in Pflegeeinrichtungen üblich, weil dort auch sonntags gekocht und versorgt werden muss – das solltest du vorher realistisch einschätzen.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.225 Euro im 1. Lehrjahr, 1.285 Euro im 2. Lehrjahr und 1.377 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach dem Abschluss arbeitest du meist in Pflegeeinrichtungen, Kliniken, Tagungshäusern oder in der Betreuung großer Privathaushalte. Mit der Weiterbildung zum Hauswirtschaftsmeister oder zur Hauswirtschaftsmeisterin kannst du später eine Hauswirtschaftsabteilung leiten und Auszubildende ausbilden. Wer sich auf einen Bereich wie Verpflegung oder Betreuung spezialisieren möchte, kann sich zum Fachhauswirtschafter oder zur Fachhauswirtschafterin weiterbilden. Mit mehr Erfahrung ist auch der Weg zur Betriebsleitung offen, bei der du für den gesamten hauswirtschaftlichen Bereich einer Einrichtung verantwortlich bist.

Gut zu wissen

Der Beruf wird oft unterschätzt, obwohl er handwerkliches Geschick, Organisationsfähigkeit und Menschenkenntnis gleichermaßen verlangt. Er ist eng verwandt mit dem Sozialassistenten und dem Fachpraktiker Hauswirtschaft, die ähnliche Aufgaben in angepasstem Umfang übernehmen. Wegen des Fachkräftebedarfs in der Pflege und Gemeinschaftsverpflegung sind die beruflichen Perspektiven nach der Ausbildung meist gut.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Organisationstalent
  • • Sorgfalt
  • • Freundlichkeit
  • • Belastbarkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Hauswirtschaft
  • • Biologie
  • • Mathematik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Pflegeeinrichtung
  • Tagungshaus
  • Privathaushalt

Nach der Ausbildung

  • Hauswirtschaftsmeister/in
  • Fachhauswirtschafter/in
  • Betriebsleiter/in

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Hauswirtschafter/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Hauswirtschafter/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.225 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.377 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.644 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Hauswirtschaft, Biologie und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Organisationstalent, Sorgfalt, Freundlichkeit und Belastbarkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Hauswirtschaftsmeister/in, Fachhauswirtschafter/in oder Betriebsleiter/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.300 und 2.900 Euro brutto im Monat.

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