Das machst du in der Ausbildung
- Malz herstellen und Rohstoffe prüfen
- Maischen, Läutern und Würze kochen
- Gärung und Lagerung überwachen
- Bier filtrieren und abfüllen
- Anlagen reinigen und Proben analysieren
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Brauer/in und Mälzer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.652 € im Jahr
entspricht 16.368 € im Jahr
entspricht 17.832 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
48.852 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.600–3.300 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Brauer/in und Mälzer/in?
Bier beginnt nicht im Sudkessel, sondern beim Getreide: Als Mälzer/in weichst, keimst und darrst du Gerste, bis daraus Malz wird – die Grundlage für jedes Bier. Als Brauer/in prüfst du Rohstoffe wie Malz, Hopfen und Wasser auf Qualität, bevor du sie im Sudhaus verarbeitest: Du maischst, also erhitzt geschrotetes Malz mit Wasser, läuterst die entstandene Würze und kochst sie mit Hopfen. Danach überwachst du die Gärung, bei der Hefe den Zucker in Alkohol und Kohlensäure umwandelt, und die anschließende Lagerung, in der das Bier reift. Vor der Abfüllung filtrierst du das Bier, damit es klar wird, und begleitest den Abfüllprozess in Flaschen, Dosen oder Fässer. Über den ganzen Prozess hinweg reinigst du Anlagen gründlich, weil schon kleinste Verunreinigungen den Geschmack verderben können, und nimmst regelmäßig Proben, die du im Labor analysierst.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual, du arbeitest also in der Brauerei und besuchst parallel die Berufsschule, häufig in Blockform an spezialisierten Berufsschulstandorten. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Malzherstellung und des Brauprozesses kennen sowie den sicheren Umgang mit den Anlagen im Sudhaus. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Gärung, Lagerung und Qualitätskontrolle und übernimmst erste eigenständige Aufgaben. Im dritten Jahr arbeitest du an komplexeren Rezepturen und Prozessschritten und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Nach dem zweiten Jahr steht die Zwischenprüfung an, mit der die IHK prüft, ob die praktischen und theoretischen Grundlagen sitzen, bevor die anspruchsvolleren Ausbildungsinhalte folgen.
Passt der Beruf zu dir?
Interesse an Chemie und Biologie ist hilfreich, weil Gärung und Reifung biochemische Prozesse sind, die du verstehen und steuern musst. Sorgfalt ist entscheidend, denn Hygiene und exakte Prozessführung entscheiden über die Qualität des fertigen Biers. Ein guter Geschmackssinn hilft dir, Abweichungen frühzeitig zu erkennen, bevor sie zum Problem werden. Technisches Verständnis brauchst du, weil moderne Brauereien mit komplexen Anlagen arbeiten, die du bedienen und warten musst. Wenn dir Naturwissenschaften in der Schule liegen und du gern mit Lebensmitteln und Technik gleichzeitig arbeitest, ist der Beruf eine gute Wahl.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.221 Euro im 1. Lehrjahr, 1.364 Euro im 2. Lehrjahr und 1.486 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Mit dem IHK-Abschluss arbeitest du in Brauereien im Sudhaus, in der Produktion oder im Qualitätslabor weiter. Über die Weiterbildung zum/zur Braumeister/in übernimmst du die technische und oft auch wirtschaftliche Leitung einer Brauerei. Die Weiterbildung zum/zur Techniker/in Brau- und Getränketechnik vertieft technisches Fachwissen für größere Anlagen. Wer wissenschaftlich weitergehen möchte, kann Brauwesen studieren und in Forschung, Produktentwicklung oder Betriebsleitung arbeiten.
Gut zu wissen
Der Beruf verlangt zeitweise Schichtarbeit, weil Gär- und Reifungsprozesse rund um die Uhr überwacht werden müssen, und in manchen Betrieben auch früh morgens beginnende Arbeitszeiten. Die Arbeit im Sudhaus ist oft warm und feucht, während Lager- und Gärkeller kühl sind – wer Temperaturwechsel im Arbeitsalltag nicht mag, sollte das bedenken. Deutschland hat eine lange Brautradition mit vielen kleinen und mittleren Brauereien, was gerade in klassischen Braustandorten gute Ausbildungschancen bietet.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Interesse an Chemie und Biologie
- • Sorgfalt
- • Geschmackssinn
- • technisches Verständnis
Wichtige Schulfächer
- • Chemie
- • Biologie
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Brauerei
- Sudhaus
- Labor
Nach der Ausbildung
- Braumeister/in
- Techniker/in Brau- und Getränketechnik
- Studium Brauwesen
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Brauer/in und Mälzer/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Brauer/in und Mälzer/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.221 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.486 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 48.852 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Chemie, Biologie und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Interesse an Chemie und Biologie, Sorgfalt, Geschmackssinn und technisches Verständnis.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Braumeister/in, Techniker/in Brau- und Getränketechnik oder Studium Brauwesen. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.300 Euro brutto im Monat.