Das machst du in der Ausbildung
- Waren und Reisende kontrollieren
- Zollabgaben berechnen und erheben
- Schmuggel und Steuerverstöße aufdecken
- Betriebe auf Schwarzarbeit prüfen
- Vorgänge rechtssicher dokumentieren
Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr
So viel bekommst du als Zollbeamter/-beamtin (mittlerer Dienst) während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 16.800 € im Jahr
entspricht 16.800 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
33.600 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.700–3.300 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Zollbeamter/-beamtin (mittlerer Dienst)?
Am Flughafen, an der Grenze oder bei einer Betriebskontrolle bist du diejenige Person, die genau hinschaut. Du kontrollierst Waren und Reisende, prüfst, ob Einfuhren angemeldet wurden, und berechnest und erhebst Zollabgaben, wenn Waren aus dem Ausland ins Land kommen. Dazu gehört, Schmuggel und Steuerverstöße aufzudecken – von falsch deklarierter Ware bis zu größeren Fällen von Steuerhinterziehung. Du prüfst auch Betriebe auf Schwarzarbeit, etwa auf Baustellen oder in der Gastronomie, und dokumentierst jeden Vorgang so, dass er später vor Gericht Bestand hat. Der Alltag spielt sich am Zollamt, am Flughafen oder direkt an der Grenze ab, teilweise auch im Außendienst bei Kontrollen vor Ort.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 2 Jahre und ist keine duale Ausbildung im klassischen Sinn, sondern ein Vorbereitungsdienst für den mittleren Zolldienst mit dem Status eines Beamtenanwärters beziehungsweise einer Beamtenanwärterin. Sie besteht aus Fachstudien an einer Bildungseinrichtung des Zolls und praktischen Ausbildungsabschnitten in Zollämtern, mit Fächern wie Politik/Sozialkunde, Mathematik und Deutsch. Im ersten Jahr lernst du die rechtlichen Grundlagen des Zoll- und Steuerrechts sowie erste praktische Kontrollabläufe. Im zweiten Jahr vertiefst du dein Wissen zu Ermittlungsverfahren und übernimmst zunehmend eigenständig Kontroll- und Prüfaufgaben. Am Ende steht die Laufbahnprüfung, mit der du ins Beamtenverhältnis übernommen werden kannst. Nach den zwei Jahren besteht die Möglichkeit, dich für den Aufstieg in den gehobenen Dienst weiterzuqualifizieren.
Passt der Beruf zu dir?
Sorgfalt ist entscheidend, weil jede Kontrolle korrekt dokumentiert werden muss und Fehler rechtliche Folgen haben können. Durchsetzungsvermögen brauchst du, weil nicht jeder kontrollierte Mensch kooperativ reagiert. Rechtsinteresse hilft dir, dich in Zoll- und Steuervorschriften einzuarbeiten, dazu Teamgeist, weil viele Kontrollen im Team laufen. Ehrlich dazu gehört: Der Dienst bedeutet Schichtarbeit, auch an Wochenenden und Feiertagen, etwa am Flughafen, und mitunter Situationen mit angespannten oder aggressiven Personen. Als Beamtenanwärter beziehungsweise Beamtenanwärterin durchläufst du zudem eine gesundheitliche und charakterliche Eignungsprüfung vor der Einstellung.
Was du in der Ausbildung verdienst
Als Orientierung gilt: Während der gesamten Ausbildung bekommst du Anwärterbezüge von etwa 1400 Euro brutto im Monat, die über beide Jahre gleich bleiben – das ist keine Ausbildungsvergütung im klassischen Sinn, sondern eine gesetzlich geregelte Besoldung für Beamtenanwärter. Die genaue Höhe kann sich je nach Besoldungsstufe und aktuellen gesetzlichen Anpassungen leicht unterscheiden.
Nach der Ausbildung
Nach bestandener Laufbahnprüfung liegt der Einstieg laut Orientierungswerten zwischen etwa 2700 und 3300 Euro brutto im Monat, abhängig von Erfahrungsstufe und Einsatzort. Mit Berufserfahrung kannst du dich für den Aufstieg in den gehobenen Dienst bewerben, dich auf Zollfahndung spezialisieren oder ein Studium im Bereich Verwaltung aufnehmen, um langfristig höhere Laufbahnen im öffentlichen Dienst zu erreichen.
Gut zu wissen
Verwandt sind der Verwaltungsfachangestellte beziehungsweise die Verwaltungsfachangestellte, der Polizeivollzugsbeamte beziehungsweise die Polizeivollzugsbeamtin und der Kaufmann beziehungsweise die Kauffrau im Groß- und Außenhandelsmanagement – wer lieber im kaufmännischen Handel statt in der Kontrolle arbeiten möchte, findet dort eine thematisch verwandte Alternative. Als Beamtenlaufbahn bringt der Beruf besondere Voraussetzungen mit sich, etwa die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines EU-Mitgliedstaats sowie eine Sicherheitsüberprüfung vor der Einstellung.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Sorgfalt
- • Durchsetzungsvermögen
- • Rechtsinteresse
- • Teamgeist
Wichtige Schulfächer
- • Politik/Sozialkunde
- • Mathematik
- • Deutsch
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Zollamt
- Flughafen und Grenze
- Außendienst
Nach der Ausbildung
- Aufstieg in den gehobenen Dienst
- Spezialisierung Zollfahndung
- Studium Verwaltung
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Zollbeamter/-beamtin (mittlerer Dienst)?
Die Regelausbildungszeit beträgt 2 Jahre (24 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Zollbeamter/-beamtin (mittlerer Dienst)?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.400 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 1.400 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 33.600 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Politik/Sozialkunde, Mathematik und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem Sorgfalt, Durchsetzungsvermögen, Rechtsinteresse und Teamgeist.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Aufstieg in den gehobenen Dienst, Spezialisierung Zollfahndung oder Studium Verwaltung. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.300 Euro brutto im Monat.