Das machst du in der Ausbildung
- Streifendienst und Einsätze begleiten
- Rechtsgrundlagen und Eingriffsbefugnisse lernen
- Einsatz- und Selbstverteidigungstraining absolvieren
- Anzeigen aufnehmen und Sachverhalte ermitteln
- Verkehrsunfälle aufnehmen und Verkehr überwachen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Polizeivollzugsbeamter/-beamtin (mittlerer Dienst) während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 16.800 € im Jahr
entspricht 16.800 € im Jahr
entspricht 16.800 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
42.000 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.800–3.400 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Polizeivollzugsbeamter/-beamtin (mittlerer Dienst)?
Im Streifendienst bist du oft die erste Person, die an einem Einsatzort ankommt – ein Verkehrsunfall, ein Streit zwischen Nachbarn, ein Ladendiebstahl. Du nimmst den Sachverhalt auf, sicherst Spuren, befragst Beteiligte und entscheidest vor Ort, welche Maßnahmen nötig sind. Damit du das rechtssicher tun kannst, lernst du während der Ausbildung die Rechtsgrundlagen und Eingriffsbefugnisse, die deine Arbeit als Polizeibeamtin oder -beamter überhaupt erst erlauben, etwa wann du jemanden festhalten oder durchsuchen darfst. Weil Einsätze auch körperlich fordernd oder gefährlich werden können, gehört Einsatz- und Selbstverteidigungstraining fest zur Ausbildung. Neben dem Streifendienst nimmst du Anzeigen auf, ermittelst erste Sachverhalte und dokumentierst sie, außerdem nimmst du Verkehrsunfälle auf und überwachst den Straßenverkehr, etwa bei Kontrollen.
So läuft die Ausbildung ab
Anders als bei einer dualen Ausbildung mit Betrieb und Berufsschule handelt es sich hier um eine Laufbahnausbildung im Beamtenverhältnis auf Widerruf. Sie dauert 30 Monate, also zweieinhalb Jahre, und findet an einer Polizeischule sowie in Praktika bei einer Dienststelle statt. Im ersten Ausbildungsabschnitt stehen Rechtskunde, Kriminalistik und Einsatztraining im Vordergrund. Im mittleren Abschnitt kommen längere Praxisphasen dazu, in denen du unter Anleitung erfahrener Kolleginnen und Kollegen im Streifendienst mitarbeitest. Im letzten Abschnitt bereitest du dich intensiv auf die Laufbahnprüfung vor, die über die Übernahme ins Beamtenverhältnis auf Probe entscheidet. Zwischenprüfungen und praktische Leistungsnachweise begleiten die gesamte Ausbildung.
Passt der Beruf zu dir?
Körperliche Fitness wird bereits bei der Einstellung geprüft und während der gesamten Ausbildung trainiert, denn du musst Einsätze auch körperlich bewältigen können. Verantwortungsbewusstsein ist zentral, weil du im Einsatz Entscheidungen triffst, die für andere Menschen weitreichende Folgen haben können. Konfliktfähigkeit brauchst du, um in angespannten Situationen ruhig zu bleiben und deeskalierend zu wirken, statt Konflikte zu verschärfen. Weil du im Streifendienst meist im Team unterwegs bist und dich auf deine Kolleginnen und Kollegen verlassen musst, ist Teamgeist unverzichtbar. Wer psychisch stark belastende Situationen, etwa Unfälle mit Verletzten, nicht gut verarbeiten kann, sollte sich vorher intensiv mit den Anforderungen des Berufs auseinandersetzen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Als Beamtenanwärter/in erhältst du keine Ausbildungsvergütung wie in einer dualen Ausbildung, sondern Anwärterbezüge, die während der gesamten Ausbildungszeit bei etwa 1.400 Euro brutto im Monat liegen und sich, anders als bei den meisten anderen Berufen, während der Ausbildung nicht schrittweise erhöhen. Die genaue Höhe kann je nach Bundesland leicht variieren, da die Besoldung für Landespolizeien unterschiedlich geregelt ist.
Nach der Ausbildung
Nach bestandener Laufbahnprüfung wirst du zunächst Beamter oder Beamtin auf Probe, das Einstiegsgehalt liegt dann meist zwischen etwa 2.800 und 3.400 Euro brutto im Monat, abhängig vom Bundesland und der jeweiligen Besoldungstabelle. Als Polizeivollzugsbeamter oder -beamtin im mittleren Dienst arbeitest du zunächst meist im Streifendienst. Mit Erfahrung kannst du einen Aufstieg in den gehobenen Dienst anstreben, dich auf Spezialeinheiten bewerben oder in die Kriminalpolizei wechseln, wenn dich ermittelnde Tätigkeit stärker reizt als der Streifendienst.
Gut zu wissen
Der Dienst findet im Schichtsystem statt, inklusive Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten, da Polizeiarbeit rund um die Uhr gebraucht wird. Einsätze können psychisch belastend sein, etwa bei schweren Unfällen oder Gewaltdelikten. Wichtig zu wissen: Dies ist keine duale Ausbildung mit klassischer Ausbildungsvergütung, sondern eine Beamtenlaufbahn mit Anwärterbezügen und eigenen rechtlichen Rahmenbedingungen, etwa zu Verbeamtung, Gesundheitsprüfung und Sicherheitsüberprüfung vor der Einstellung.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • körperliche Fitness
- • Verantwortungsbewusstsein
- • Konfliktfähigkeit
- • Teamgeist
Wichtige Schulfächer
- • Politik/Sozialkunde
- • Deutsch
- • Sport
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Polizeischule
- Dienststelle
- Streifenwagen
Nach der Ausbildung
- Aufstieg in den gehobenen Dienst
- Spezialeinheiten
- Kriminalpolizei
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Polizeivollzugsbeamter/-beamtin (mittlerer Dienst)?
Die Regelausbildungszeit beträgt 2,5 Jahre (30 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Polizeivollzugsbeamter/-beamtin (mittlerer Dienst)?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.400 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.400 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 42.000 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Politik/Sozialkunde, Deutsch und Sport. Mitbringen solltest du vor allem körperliche Fitness, Verantwortungsbewusstsein, Konfliktfähigkeit und Teamgeist.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Aufstieg in den gehobenen Dienst, Spezialeinheiten oder Kriminalpolizei. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.800 und 3.400 Euro brutto im Monat.