Sicherheit & öffentlicher Dienst

Ausbildung als Brandmeisteranwärter/in (Feuerwehr)

Du wirst zur Einsatzkraft der Berufsfeuerwehr ausgebildet: Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung und Rettungsdienst.

Dauer
1,5 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.400 €
Vergütung 2. Jahr
1.400 €
Abschluss bei
Laufbahnprüfung (Beamtenverhältnis)

Das machst du in der Ausbildung

  • Brände bekämpfen und Menschen retten
  • Technische Hilfe bei Unfällen leisten
  • Rettungsdienst und Notfallversorgung übernehmen
  • Fahrzeuge und Geräte warten
  • Einsatzübungen und Fortbildungen absolvieren

Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr

So viel bekommst du als Brandmeisteranwärter/in (Feuerwehr) während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.400 € / Monat

entspricht 16.800 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.400 € / Monat

entspricht 16.800 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

25.200 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.900–3.500 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Brandmeisteranwärter/in bei der Feuerwehr?

Wenn es brennt, ein Mensch eingeklemmt ist oder ein medizinischer Notfall gemeldet wird, rückst du mit deinem Team aus. Du bekämpfst Brände, rettest Menschen aus Gefahrensituationen und leistest technische Hilfe bei Unfällen, etwa wenn ein Fahrzeug aufgeschnitten werden muss. Häufig übernimmst du auch Aufgaben im Rettungsdienst und in der Notfallversorgung, bevor der Rettungswagen eintrifft oder ergänzend dazu. Zwischen den Einsätzen wartest du Fahrzeuge und Geräte, damit im Ernstfall alles funktioniert, und trainierst regelmäßig in Einsatzübungen und Fortbildungen, um für unterschiedliche Szenarien vorbereitet zu sein.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung zum Brandmeisteranwärter dauert 1,5 Jahre und ist keine duale Ausbildung im klassischen Sinn, sondern eine Beamtenlaufbahn: Du wirst an einer Feuerwehrschule und in praktischen Einsatzphasen ausgebildet und schließt mit der Laufbahnprüfung ab, nicht mit einer IHK- oder Handwerkskammerprüfung. Voraussetzung ist meist eine bereits abgeschlossene handwerkliche oder technische Berufsausbildung, auf der die Feuerwehrausbildung aufbaut. Während der Ausbildung durchläufst du Module zu Brandbekämpfung, technischer Hilfeleistung, Rettungsdienst und Einsatztaktik, begleitet von praktischen Übungen und Einsätzen unter Aufsicht.

Passt der Beruf zu dir?

Sehr gute körperliche Fitness ist Voraussetzung, sie wird bereits bei der Einstellung geprüft und muss über die gesamte Laufbahn erhalten bleiben. Teamgeist ist entscheidend, weil im Einsatz jeder auf die anderen angewiesen ist. Stressresistenz brauchst du, um auch in dramatischen oder belastenden Situationen ruhig und handlungsfähig zu bleiben. Eine handwerkliche Vorbildung hilft dir beim Verständnis von Technik, Gerätekunde und den baulichen Gegebenheiten an Einsatzorten. Schichtdienst rund um die Uhr, auch an Feiertagen und in der Nacht, gehört fest zum Beruf.

Was du in der Ausbildung verdienst

Als Beamtenanwärter erhältst du keine klassische Ausbildungsvergütung, sondern Anwärterbezüge, die als Orientierung bei etwa 1.400 Euro brutto im Monat über die gesamte Ausbildungszeit liegen. Anders als bei dualen Ausbildungen sind diese Bezüge einheitlich geregelt und hängen nicht von Tarifverhandlungen einzelner Betriebe ab, sondern vom jeweiligen Besoldungsrecht der Kommune oder des Landes.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener Laufbahnprüfung wirst du als Brandmeister übernommen, der Einstieg liegt orientierungsweise zwischen 2.900 und 3.500 Euro brutto im Monat, abhängig von Besoldungsstufe und Zulagen. Mit Erfahrung kannst du in den gehobenen Dienst aufsteigen und Führungsaufgaben übernehmen, etwa als Gruppenführer. Auch ein Studium der Gefahrenabwehr ist ein möglicher Weg für alle, die später in höhere Führungsebenen der Feuerwehr wechseln wollen.

Gut zu wissen

Der Zugang zur Feuerwehrlaufbahn ist begehrt und setzt meist einen Auswahlprozess mit Sport-, Wissens- und Eignungstests voraus. Weil es sich um ein Beamtenverhältnis handelt, gelten andere Regeln als bei dualen Ausbildungen, etwa bei Kündigungsschutz und Altersvorsorge. Verwandte Berufe wie Notfallsanitäter oder Polizeivollzugsbeamter zeigen ähnliche Wege im Sicherheits- und Rettungsbereich, falls dich diese Richtung ebenfalls interessiert. Wer unsicher ist, ob die körperlichen und psychischen Anforderungen zu einem passen, kann sich vorab bei einem Tag der offenen Tür oder einem Praktikum bei der Feuerwehr informieren.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • sehr gute körperliche Fitness
  • • Teamgeist
  • • Stressresistenz
  • • handwerkliche Vorbildung

Wichtige Schulfächer

  • • Physik
  • • Chemie
  • • Sport

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Feuerwache
  • Einsatzstelle
  • Übungsgelände

Nach der Ausbildung

  • Aufstieg zum gehobenen Dienst
  • Gruppenführer/in
  • Studium Gefahrenabwehr

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Brandmeisteranwärter/in (Feuerwehr)?

Die Regelausbildungszeit beträgt 1,5 Jahre (18 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Brandmeisteranwärter/in (Feuerwehr)?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.400 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 1.400 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 25.200 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Physik, Chemie und Sport. Mitbringen solltest du vor allem sehr gute körperliche Fitness, Teamgeist, Stressresistenz und handwerkliche Vorbildung.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Aufstieg zum gehobenen Dienst, Gruppenführer/in oder Studium Gefahrenabwehr. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.500 Euro brutto im Monat.

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