Das machst du in der Ausbildung
- Objekte und Veranstaltungen bewachen
- Zutritts- und Personenkontrollen durchführen
- Sicherheitstechnik überwachen und Alarme verfolgen
- Bei Gefahren eingreifen und Erste Hilfe leisten
- Vorfälle dokumentieren und rechtssicher bewerten
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Fachkraft für Schutz und Sicherheit während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.572 € im Jahr
entspricht 14.532 € im Jahr
entspricht 15.756 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
43.860 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.500–3.200 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Fachkraft für Schutz und Sicherheit?
Ob bei einem Konzert, in einem Bürogebäude oder auf einem Werksgelände, du sorgst dafür, dass Menschen, Gebäude und Werte geschützt sind. Bei der Bewachung von Objekten und Veranstaltungen gehst du Streife, behältst kritische Bereiche im Blick und greifst ein, wenn etwas nicht stimmt. An Zugängen führst du Zutritts- und Personenkontrollen durch, prüfst Ausweise oder Taschen und entscheidest, wer Zutritt bekommt und wer nicht, oft in direktem Kontakt mit Menschen, die das nicht immer gerne haben. In einer Leitstelle überwachst du Sicherheitstechnik wie Kameras und Alarmanlagen und verfolgst Alarme, um schnell zu erkennen, ob es sich um einen echten Vorfall oder eine Fehlmeldung handelt. Bei tatsächlichen Gefahren greifst du ein, im Notfall leistest du auch Erste Hilfe, bis professionelle Rettungskräfte eintreffen. Jeden Vorfall dokumentierst du anschließend so genau, dass er später rechtssicher nachvollziehbar ist, etwa wenn es zu einer Anzeige oder einem Versicherungsfall kommt.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Sicherheitsunternehmen und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du rechtliche Grundlagen, etwa was dir als Sicherheitskraft erlaubt ist und was nicht, sowie einfache Kontroll- und Streifentätigkeiten. Im zweiten Lehrjahr kommen Sicherheitstechnik, Gefahrenabwehr und der Umgang mit schwierigen Situationen dazu, nach etwa der Hälfte der Zeit steht eine Zwischenprüfung an. Im dritten Lehrjahr übernimmst du anspruchsvollere Aufgaben, etwa in der Leitstelle oder bei komplexeren Objektschutzkonzepten, und bereitest dich auf die IHK-Abschlussprüfung vor, die rechtliches und praktisches Wissen prüft.
Passt der Beruf zu dir?
Verantwortungsbewusstsein ist die Grundlage, weil du im Ernstfall schnell und richtig reagieren musst. Konfliktfähigkeit brauchst du, weil du regelmäßig mit Menschen zu tun hast, die sich über Kontrollen ärgern oder unkooperativ sind, ohne dass du eskalierst. Körperliche Fitness hilft dir bei Streifengängen und im Ernstfall, Ruhe ist entscheidend, damit du auch in angespannten Situationen einen klaren Kopf behältst. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn dir Nachtschichten, Wochenendarbeit an Veranstaltungen oder direkte Konfrontation mit unzufriedenen Menschen schwerfallen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.131 Euro im 1. Lehrjahr, 1.211 Euro im 2. Lehrjahr und 1.313 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung verdienst du meist zwischen 2.500 und 3.200 Euro brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du den Meister für Schutz und Sicherheit machen und ein Team leiten, dich als Werkschutzfachkraft in einem Industriebetrieb spezialisieren oder ein Studium im Sicherheitsmanagement anschließen. Wichtig zu wissen ist, dass diese Ausbildung nicht mit einer Beamtenlaufbahn bei Polizei oder Feuerwehr zu verwechseln ist, dort gelten andere Zugangswege, andere Bezahlung über Anwärterbezüge und andere Aufgaben.
Gut zu wissen
Schicht- und Wochenendarbeit sind im privaten Sicherheitsgewerbe der Normalfall, weil Objekte und Veranstaltungen rund um die Uhr geschützt werden müssen. Dafür ist der Beruf vielseitig, weil sich Einsatzorte und Aufgaben stark unterscheiden, von der ruhigen Nachtwache bis zum belebten Einlassdienst bei Großveranstaltungen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Verantwortungsbewusstsein
- • Konfliktfähigkeit
- • körperliche Fitness
- • Ruhe
Wichtige Schulfächer
- • Politik/Sozialkunde
- • Deutsch
- • Sport
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Werkschutz
- Veranstaltungsort
- Leitstelle
Nach der Ausbildung
- Meister/in für Schutz und Sicherheit
- Werkschutzfachkraft
- Studium Sicherheitsmanagement
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Fachkraft für Schutz und Sicherheit?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Fachkraft für Schutz und Sicherheit?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.131 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.313 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 43.860 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Politik/Sozialkunde, Deutsch und Sport. Mitbringen solltest du vor allem Verantwortungsbewusstsein, Konfliktfähigkeit, körperliche Fitness und Ruhe.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Meister/in für Schutz und Sicherheit, Werkschutzfachkraft oder Studium Sicherheitsmanagement. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.200 Euro brutto im Monat.