Das machst du in der Ausbildung
- Lieferanten vergleichen und Preise verhandeln
- Angebote erstellen und Kunden beraten
- Lieferungen und Zollformalitäten organisieren
- Bestände und Lagerkosten überwachen
- Rechnungen prüfen und Zahlungen verfolgen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandelsmanagement während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.376 € im Jahr
entspricht 15.252 € im Jahr
entspricht 16.164 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
45.792 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.800–3.600 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandelsmanagement?
Zwischen Hersteller und Einzelhändler steht oft ein Großhandelsunternehmen, das Waren in großen Mengen einkauft und weiterverkauft – und genau dort arbeitest du. Du vergleichst Lieferanten, verhandelst Preise und Konditionen und erstellst Angebote für Kunden, die du zu passenden Produkten berätst. Bei internationalen Geschäften organisierst du Lieferungen über Ländergrenzen hinweg und kümmerst dich um Zollformalitäten. Dazu überwachst du Bestände und Lagerkosten, damit weder zu viel noch zu wenig Ware vorrätig ist, prüfst eingehende Rechnungen und verfolgst Zahlungen nach. Der Arbeitsplatz ist meist ein Büro in einem Handelsunternehmen, ergänzt durch Kontakt zum Lager, wo die Ware tatsächlich liegt.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual: Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab, mit Fächern wie Wirtschaft, Englisch und Mathematik. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen des Einkaufs und Verkaufs sowie einfache Sachbearbeitung. Im zweiten Jahr kommen Preiskalkulation, Lagerwirtschaft und – je nach internationaler Ausrichtung des Betriebs – erste Zollformalitäten dazu. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig Kundengespräche und Verhandlungen und vertiefst dein Wissen im Außenhandel. Eine Zwischenprüfung liegt in der Mitte der Ausbildung, am Ende steht die Abschlussprüfung vor der IHK.
Passt der Beruf zu dir?
Verhandlungsgeschick ist zentral, weil du ständig Preise und Konditionen mit Lieferanten und Kunden aushandelst, manchmal um wenige Cent pro Einheit, die sich bei großen Mengen schnell summieren. Zahlenverständnis brauchst du für Kalkulationen und Rechnungsprüfung, dazu Englischkenntnisse, wenn dein Betrieb international handelt und E-Mails oder Telefonate auf Englisch geführt werden. Organisationstalent hilft dir, Lieferungen, Fristen und Zollpapiere im Blick zu behalten, auch wenn mehrere Aufträge gleichzeitig laufen. Ehrlich dazu gehört: Der Job ist überwiegend Büroarbeit mit viel Telefon- und Bildschirmkontakt statt Kundenkontakt von Angesicht zu Angesicht, und in manchen Betrieben bedeutet Auslandsgeschäft auch Termine außerhalb der üblichen Arbeitszeiten wegen Zeitverschiebung.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.198 Euro im 1. Lehrjahr, 1.271 Euro im 2. Lehrjahr und 1.347 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung liegt der Einstieg laut Orientierungswerten zwischen etwa 2800 und 3600 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Handelsfachwirt oder zur Handelsfachwirtin weiterbilden, eine Fachwirt-Qualifikation in Außenwirtschaft anschließen oder ein Studium im Bereich International Business aufnehmen und so in Richtung Einkaufsleitung oder Vertrieb wachsen.
Gut zu wissen
Verwandt sind der Industriekaufmann beziehungsweise die Industriekauffrau, der Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung sowie der Kaufmann im E-Commerce – wer sich stärker für Logistikprozesse oder den Onlinehandel interessiert, findet dort passende Alternativen. Der Beruf eignet sich für alle, die kaufmännisch denken, gerne verhandeln und den Überblick über komplexe Warenströme behalten wollen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Verhandlungsgeschick
- • Zahlenverständnis
- • Englischkenntnisse
- • Organisationstalent
Wichtige Schulfächer
- • Wirtschaft
- • Englisch
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Handelsunternehmen
- Büro
- Lager
Nach der Ausbildung
- Handelsfachwirt/in
- Fachwirt/in Außenwirtschaft
- Studium International Business
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandelsmanagement?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandelsmanagement?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.198 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.347 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 45.792 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Wirtschaft, Englisch und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Verhandlungsgeschick, Zahlenverständnis, Englischkenntnisse und Organisationstalent.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Handelsfachwirt/in, Fachwirt/in Außenwirtschaft oder Studium International Business. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.800 und 3.600 Euro brutto im Monat.