Büro, Handel & Verwaltung

Ausbildung als Kaufmann/-frau für Büromanagement

Der Klassiker im Büro: Termine, Aufträge, Rechnungen und Korrespondenz – in fast jeder Branche gefragt.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.161 €
Vergütung 3. Jahr
1.342 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Termine koordinieren und Besprechungen vorbereiten
  • Aufträge erfassen und Rechnungen schreiben
  • Korrespondenz mit Kunden und Lieferanten führen
  • Zahlen aufbereiten und Auswertungen erstellen
  • Beschaffung und Büroorganisation übernehmen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Kaufmann/-frau für Büromanagement während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.161 € / Monat

entspricht 13.932 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.245 € / Monat

entspricht 14.940 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.342 € / Monat

entspricht 16.104 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

44.976 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.500–3.200 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Kaufmann für Büromanagement?

Ohne dich läuft im Büro wenig zusammen. Du planst Termine für die Geschäftsführung, bereitest Besprechungen mit Unterlagen vor und behältst den Überblick, wer wann wo sein muss. Wenn ein Kunde eine Bestellung aufgibt, erfasst du sie im System, schreibst die Rechnung und kümmerst dich, falls eine Mahnung fällig wird. Du schreibst E-Mails an Lieferanten, telefonierst mit Kunden und formulierst Briefe, die zum Unternehmen passen. Daneben bereitest du Zahlen auf: Wie viele Aufträge kamen diesen Monat rein, was wurde eingekauft, wo gibt es Abweichungen. Auch die Beschaffung gehört dazu, vom Druckerpapier bis zur neuen Software-Lizenz, ebenso die Organisation im Hintergrund, damit im Büro alles läuft. Der Beruf ist so vielseitig, weil du ihn in fast jeder Branche findest, vom Handwerksbetrieb bis zum Industriekonzern, und weil du dich meist auf einzelne Bereiche wie Assistenz, Einkauf oder Rechnungswesen spezialisieren kannst.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und findet dual statt: Im Betrieb wendest du an, was du in der Berufsschule lernst. Im ersten Lehrjahr geht es um Grundlagen wie Büroorganisation, einfache Korrespondenz und das Erfassen von Aufträgen. Im zweiten Lehrjahr übernimmst du mehr eigenständige Aufgaben, etwa in der Kundenbetreuung oder im Rechnungswesen, und lernst, Auswertungen zu erstellen. Im dritten Lehrjahr vertiefst du zwei selbst gewählte Wahlqualifikationen, zum Beispiel Assistenz oder Personalwesen, und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Zwischendurch gibt es eine Zwischenprüfung, die zeigt, wo du stehst. Die IHK-Abschlussprüfung am Ende besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil, in dem du zum Beispiel einen Kundenauftrag bearbeitest.

Passt der Beruf zu dir?

Du solltest gerne organisieren und dabei den Überblick behalten, auch wenn mehrere Dinge gleichzeitig anstehen. Ein gutes Deutsch in Wort und Schrift hilft dir bei Briefen und E-Mails, Sorgfalt ist wichtig, weil Rechnungen und Zahlen stimmen müssen. Freundlichkeit im Umgang mit Kunden und Kollegen gehört ebenso dazu wie die Bereitschaft, dich in neue Software einzuarbeiten. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn du lieber körperlich aktiv arbeitest oder dir reine Bildschirmarbeit über den Tag zu eintönig ist, denn ein großer Teil der Arbeitszeit verbringst du am Schreibtisch.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.161 Euro im 1. Lehrjahr, 1.245 Euro im 2. Lehrjahr und 1.342 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung verdienen Berufseinsteiger häufig zwischen 2.500 und 3.200 Euro brutto im Monat, auch hier je nach Branche und Region. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Fachwirt oder zur Fachwirtin für Büro- und Projektorganisation weiterbilden, den Betriebswirt anschließen oder ein BWL-Studium beginnen. Viele wechseln nach einigen Jahren in spezialisiertere kaufmännische Rollen, etwa im Personalwesen oder im Einkauf.

Gut zu wissen

Weil der Beruf in jeder Branche gebraucht wird, hast du bei der Betriebswahl viel Auswahl, von der kleinen Kanzlei bis zum internationalen Konzern. Das macht es auch leichter, später die Richtung zu wechseln, ohne den Beruf zu wechseln. Achte bei der Ausbildungsplatzwahl darauf, welche Wahlqualifikationen der Betrieb anbietet, denn davon hängt ab, wie deine Ausbildung inhaltlich aussieht.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Organisationstalent
  • • gutes Deutsch
  • • Sorgfalt
  • • Freundlichkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Deutsch
  • • Wirtschaft
  • • Mathematik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Büro
  • Sekretariat
  • Verwaltung

Nach der Ausbildung

  • Fachwirt/in Büro- und Projektorganisation
  • Betriebswirt/in
  • Studium BWL

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann/-frau für Büromanagement?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Kaufmann/-frau für Büromanagement?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.161 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.342 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 44.976 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Deutsch, Wirtschaft und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Organisationstalent, gutes Deutsch, Sorgfalt und Freundlichkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Fachwirt/in Büro- und Projektorganisation, Betriebswirt/in oder Studium BWL. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.200 Euro brutto im Monat.

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