Das machst du in der Ausbildung
- Kunden beraten und Verkaufsgespräche führen
- Ware annehmen, auszeichnen und präsentieren
- Kasse bedienen und abrechnen
- Bestände überwachen und nachbestellen
- Werbeaktionen umsetzen und Umsätze auswerten
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Kaufmann/-frau im Einzelhandel während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.044 € im Jahr
entspricht 14.340 € im Jahr
entspricht 15.936 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
43.320 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.400–3.000 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Kaufmann im Einzelhandel?
Du bist im Laden die Schnittstelle zwischen Ware und Kunde. Du berätst Kunden, findest heraus, was sie suchen, und führst Verkaufsgespräche, die vom Preisvergleich bis zur konkreten Produktempfehlung reichen können. Du nimmst neue Ware an, zeichnest sie mit Preisen aus und präsentierst sie so, dass sie Kunden ins Auge fällt. An der Kasse rechnest du ab und schließt die Kasse am Ende der Schicht sauber. Du überwachst Bestände, damit beliebte Artikel nicht plötzlich fehlen, und bestellst rechtzeitig nach. Bei Werbeaktionen setzt du die Vorgaben im Laden um und wertest am Ende aus, wie sich der Umsatz entwickelt hat. Der Beruf verlangt Organisationstalent im Hintergrund und Freundlichkeit im direkten Kundenkontakt.
So läuft die Ausbildung ab
Die duale Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen des Verkaufs: Warenkunde, Kassenbedienung und einfache Beratungsgespräche. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Warenwirtschaft, Bestellwesen und komplexere Verkaufssituationen, meist begleitet von einer Zwischenprüfung. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig Aufgaben wie Sortimentsgestaltung oder die Auswertung von Verkaufszahlen und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor, in der du zeigst, dass du ein Sortiment eigenständig betreuen kannst.
Passt der Beruf zu dir?
Kontaktfreude ist entscheidend, weil du den ganzen Tag mit unterschiedlichen Menschen sprichst. Freundlichkeit hilft dir, auch mit anspruchsvollen oder gestressten Kunden gelassen umzugehen. Belastbarkeit brauchst du, weil in Stoßzeiten, etwa vor Feiertagen, viel gleichzeitig zu erledigen ist. Da du meist im Team arbeitest, ist Teamgeist wichtig, damit Aufgaben wie Warenannahme, Regalpflege und Kasse reibungslos verteilt werden. In der Schule sind Wirtschaft für das Verständnis von Handel und Kalkulation, Mathematik für Preis- und Rabattberechnungen, und Deutsch für die Kundenkommunikation hilfreich.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.087 Euro im 1. Lehrjahr, 1.195 Euro im 2. Lehrjahr und 1.328 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach bestandener Prüfung liegt dein Einstiegsgehalt orientierungsweise zwischen 2.400 und 3.000 Euro brutto im Monat, je nach Arbeitgeber und Region. Gearbeitet wird im Verkaufsraum, im Lager oder im Filialbüro, je nachdem, welche Aufgaben gerade anstehen. Wer sich weiterentwickeln will, kann Handelsfachwirt werden, als Filialleiter Verantwortung für ein Geschäft übernehmen, sich zum Betriebswirt weiterbilden oder ein Studium des Handelsmanagements anschließen.
Gut zu wissen
Einzelhandel bedeutet Arbeit dort, wo Kunden einkaufen wollen: Samstagsarbeit ist üblich, und in der Vorweihnachtszeit oder bei Sonderverkäufen steigt die Arbeitsbelastung spürbar. Du stehst viel und bist während der Öffnungszeiten voll im Einsatz für die Kunden. Dafür ist der Beruf in fast jedem Ort verfügbar, bietet viel direkten Kontakt zu Menschen und über die genannten Weiterbildungswege echte Aufstiegschancen bis hin zur Filial- oder Bereichsleitung.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Kontaktfreude
- • Freundlichkeit
- • Belastbarkeit
- • Teamgeist
Wichtige Schulfächer
- • Wirtschaft
- • Mathematik
- • Deutsch
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Verkaufsraum
- Lager
- Filialbüro
Nach der Ausbildung
- Handelsfachwirt/in
- Filialleiter/in
- Betriebswirt/in
- Studium Handelsmanagement
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Kaufmann/-frau im Einzelhandel?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Kaufmann/-frau im Einzelhandel?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.087 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.328 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 43.320 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Wirtschaft, Mathematik und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem Kontaktfreude, Freundlichkeit, Belastbarkeit und Teamgeist.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Handelsfachwirt/in, Filialleiter/in, Betriebswirt/in oder Studium Handelsmanagement. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 3.000 Euro brutto im Monat.