Das machst du in der Ausbildung
- Angebote vergleichen und Material beschaffen
- Aufträge kalkulieren und Produktion planen helfen
- Kunden betreuen und Angebote erstellen
- Rechnungen prüfen und buchen
- Kennzahlen auswerten und Berichte erstellen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Industriekaufmann/-frau während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.340 € im Jahr
entspricht 15.204 € im Jahr
entspricht 16.344 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
45.888 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
3.000–3.800 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Industriekaufmann?
Ein Industriebetrieb braucht Material, muss produzieren, verkaufen und dabei den Überblick über Geld und Personal behalten, genau dort setzt du an. Im Einkauf vergleichst du Angebote verschiedener Lieferanten und beschaffst Material, das die Produktion braucht. In der Produktionsplanung hilfst du mit, Aufträge zu kalkulieren, also herauszufinden, was ein Produkt kosten darf, damit sich die Fertigung lohnt. Im Vertrieb betreust du Kunden, erstellst Angebote und begleitest Aufträge von der Anfrage bis zur Auslieferung. Im Rechnungswesen prüfst und buchst du Rechnungen, damit die Zahlen des Unternehmens stimmen. Und weil ein Betrieb wissen muss, wie er wirtschaftlich dasteht, wertest du Kennzahlen aus und erstellst Berichte, etwa zu Umsatz oder Kosten einzelner Abteilungen. Der Clou an diesem Beruf ist, dass du während der Ausbildung durch fast alle kaufmännischen Abteilungen eines Industriebetriebs rotierst, von Einkauf über Personal bis Controlling, und danach eine fundierte Vorstellung davon hast, wo du dich spezialisieren möchtest.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr durchläufst du grundlegende Abteilungen wie Einkauf und Materialwirtschaft und lernst die betrieblichen Abläufe kennen. Im zweiten Lehrjahr kommen Vertrieb, Personalwesen und Rechnungswesen dazu, nach etwa der Hälfte der Zeit steht eine Zwischenprüfung an. Im dritten Lehrjahr vertiefst du dich in zwei gewählte Einsatzgebiete, etwa Controlling oder Vertrieb, und bereitest dich auf die IHK-Abschlussprüfung vor, die schriftliche Prüfungen und eine praxisbezogene Fallstudie umfasst.
Passt der Beruf zu dir?
Zahlenverständnis hilft dir bei Kalkulationen und im Rechnungswesen, analytisches Denken brauchst du, um Kennzahlen richtig einzuordnen und Zusammenhänge zwischen Abteilungen zu verstehen. Kommunikationsstärke ist wichtig im Kontakt mit Kunden, Lieferanten und Kollegen aus verschiedenen Abteilungen. Organisationstalent zeigt sich, wenn du mehrere Aufträge oder Anfragen gleichzeitig im Blick behalten musst. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn du lieber praktisch statt am Schreibtisch arbeitest oder dir die häufigen Abteilungswechsel während der Ausbildung zu unstet erscheinen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.195 Euro im 1. Lehrjahr, 1.267 Euro im 2. Lehrjahr und 1.362 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung verdienst du meist zwischen 3.000 und 3.800 Euro brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du dich zum Industriefachwirt weiterbilden, den Bilanzbuchhalter machen, wenn dich Rechnungswesen besonders interessiert, den Betriebswirt anschließen oder ein BWL-Studium beginnen, oft berufsbegleitend.
Gut zu wissen
Weil du während der Ausbildung viele Abteilungen kennenlernst, ist der Industriekaufmann ein guter Startpunkt, wenn du dir noch nicht sicher bist, welche kaufmännische Richtung dich am meisten interessiert. Diese Breite macht den Beruf zu einer soliden Basis für ganz unterschiedliche spätere Karrierewege innerhalb eines Unternehmens.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Zahlenverständnis
- • analytisches Denken
- • Kommunikationsstärke
- • Organisationstalent
Wichtige Schulfächer
- • Wirtschaft
- • Mathematik
- • Englisch
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Industriebetrieb
- Büro
- Produktionsumfeld
Nach der Ausbildung
- Industriefachwirt/in
- Bilanzbuchhalter/in
- Betriebswirt/in
- Studium BWL
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Industriekaufmann/-frau?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Industriekaufmann/-frau?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.195 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.362 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 45.888 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Wirtschaft, Mathematik und Englisch. Mitbringen solltest du vor allem Zahlenverständnis, analytisches Denken, Kommunikationsstärke und Organisationstalent.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Industriefachwirt/in, Bilanzbuchhalter/in, Betriebswirt/in oder Studium BWL. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.000 und 3.800 Euro brutto im Monat.