Das machst du in der Ausbildung
- Brunnen und Aufbereitungsanlagen betreiben
- Wasserproben nehmen und untersuchen
- Rohrnetze überwachen und instand halten
- Pumpen und Messtechnik warten
- Störungen beheben und dokumentieren
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Umwelttechnologe/-technologin für Wasserversorgung während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.400 € im Jahr
entspricht 15.360 € im Jahr
entspricht 16.320 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
46.080 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.900–3.500 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Umwelttechnologe für Wasserversorgung?
Wenn du zu Hause den Wasserhahn aufdrehst, kommt sauberes Trinkwasser – dass das so ist, hängt an Menschen wie dir. Du betreibst Brunnen und Aufbereitungsanlagen, die Rohwasser aus dem Boden oder aus Oberflächengewässern zu Trinkwasser verarbeiten. Dabei nimmst du regelmäßig Wasserproben und untersuchst sie im Labor auf Keime, Chemikalien und andere Werte, damit die Qualität jederzeit den Vorgaben entspricht. Das Rohrnetz, durch das Wasser zu den Haushalten fließt, überwachst du und hältst es instand, etwa wenn ein Rohrbruch gemeldet wird oder der Druck im Netz nicht stimmt. Pumpen und Messtechnik, die Durchfluss und Druck im System steuern, wartest du regelmäßig, damit sie zuverlässig laufen. Bei Störungen – ein Ausfall in der Aufbereitung, ein Leck im Netz – bist du gefragt, den Fehler zu finden, zu beheben und den ganzen Vorgang zu dokumentieren.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und läuft dual zwischen Betrieb – meist ein Wasserwerk – und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du Grundlagen der Wasseraufbereitung und einfache technische Wartungsarbeiten. Im zweiten Jahr kommen Rohrnetzüberwachung, Probenentnahme und erste eigenständige Laboruntersuchungen dazu. Im dritten Jahr vertiefst du Störungsbehebung, Anlagensteuerung und Dokumentation. Eine Zwischenprüfung nach dem ersten Ausbildungsjahr zeigt den Stand, den Abschluss bildet die Prüfung vor der IHK.
Passt der Beruf zu dir?
Verantwortungsbewusstsein ist zentral, weil du für die Versorgung ganzer Regionen mit sauberem Trinkwasser mitverantwortlich bist. Technisches Verständnis hilft dir beim Bedienen und Warten von Anlagen, Pumpen und Messtechnik. Sorgfalt entscheidet über die Zuverlässigkeit von Laboranalysen und Dokumentation. Selbstständigkeit brauchst du, wenn du allein Anlagen überwachst oder Störungen im Netzgebiet behebst. Die Fächer Chemie, Physik und Mathematik passen gut zu den Anforderungen im Beruf. Ehrlich dazu gehört: Rufbereitschaft für Notfälle wie Rohrbrüche gehört bei vielen Betrieben dazu, und Einsätze im Freien bei jedem Wetter sind Teil des Alltags.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die tarifliche Ausbildungsvergütung liegt bei etwa 1200 Euro im ersten, 1280 Euro im zweiten und 1360 Euro im dritten Lehrjahr. Diese Werte sind Orientierungswerte, denn Tarifbindung, Betriebsgröße und Bundesland beeinflussen die tatsächliche Höhe. Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung darf nicht unterschritten werden.
Nach der Ausbildung
Mit dem IHK-Abschluss steigst du mit etwa 2900 bis 3500 Euro brutto ein, abhängig von Betrieb und Region. Die Weiterbildung zum/zur Wassermeister/in eröffnet mehr Verantwortung für ganze Wasserwerke, ein Studium der Wasserwirtschaft oder eine Weiterbildung zum/zur Techniker/in Umweltschutztechnik führen in Richtung Planung oder Umweltschutz.
Gut zu wissen
Der Beruf ist Teil der kritischen Infrastruktur, weil eine sichere Wasserversorgung für jede Region unverzichtbar ist. Wer sich stärker auf Abwasser statt Trinkwasser spezialisieren möchte, findet mit Fachkraft für Abwassertechnik eine verwandte Alternative, während Rohrleitungsbauer/in eher den Bau als den Betrieb der Netze in den Mittelpunkt stellt.
Bis zur Neuordnung hieß der Beruf Fachkraft für Wasserversorgungstechnik. Unter dieser Bezeichnung findest du noch ältere Stellenanzeigen, Ratgeber und Erfahrungsberichte – gemeint ist derselbe Beruf.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Verantwortungsbewusstsein
- • technisches Verständnis
- • Sorgfalt
- • Selbstständigkeit
Wichtige Schulfächer
- • Chemie
- • Physik
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Wasserwerk
- Netzgebiet
- Labor
Nach der Ausbildung
- Wassermeister/in
- Techniker/in Umweltschutztechnik
- Studium Wasserwirtschaft
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Umwelttechnologe/-technologin für Wasserversorgung?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Umwelttechnologe/-technologin für Wasserversorgung?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.200 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.360 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.080 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Chemie, Physik und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Verantwortungsbewusstsein, technisches Verständnis, Sorgfalt und Selbstständigkeit.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Wassermeister/in, Techniker/in Umweltschutztechnik oder Studium Wasserwirtschaft. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.500 Euro brutto im Monat.