Das machst du in der Ausbildung
- Kläranlagen steuern und überwachen
- Proben entnehmen und analysieren
- Maschinen und Messtechnik warten
- Kanalnetze inspizieren und reinigen
- Betriebsdaten dokumentieren
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Umwelttechnologe/-technologin für Abwasserbewirtschaftung während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 15.492 € im Jahr
entspricht 16.092 € im Jahr
entspricht 16.644 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
48.228 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.900–3.500 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Umwelttechnologe für Abwasserbewirtschaftung?
Jedes Mal, wenn irgendwo Wasser in den Abfluss läuft, endet es früher oder später bei dir. Du steuerst und überwachst Kläranlagen, in denen Abwasser durch mehrere biologische und chemische Reinigungsstufen läuft, bis es wieder sauber genug ist, um in Flüsse oder Bäche zurückzufließen. Dafür entnimmst du regelmäßig Proben und analysierst sie, um zu prüfen, ob die Reinigungsleistung stimmt und alle gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden. Damit die Anlagen zuverlässig laufen, wartest du Maschinen und Messtechnik, tauschst Verschleißteile aus und behebst kleinere technische Probleme selbst. Neben der Kläranlage gehört auch das Kanalnetz zu deinem Arbeitsbereich: Du inspizierst Kanäle, oft mit Kamerabefahrungen, und reinigst sie, damit nichts verstopft oder überläuft. Alles, was du steuerst und misst, hältst du in Betriebsdaten fest, die zeigen, wie die Anlage arbeitet und ob Anpassungen nötig sind. Damit trägst du direkt dazu bei, dass Gewässer sauber bleiben und die öffentliche Wasserversorgung funktioniert.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und findet dual statt: Du arbeitest bei einem Wasser- oder Abwasserbetrieb und besuchst begleitend die Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Abwasserreinigung, den Aufbau einer Kläranlage und einfache Probenentnahmen. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in die einzelnen Reinigungsstufen, die Analytik im Labor und die Grundlagen der Kanalnetzinspektion, dazu kommt die Zwischenprüfung, mit der dein Ausbildungsstand überprüft wird. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig die Steuerung von Anlagenteilen, die Wartung von Maschinen und die vollständige Dokumentation der Betriebsdaten, bevor die Ausbildung mit der Abschlussprüfung bei der Industrie- und Handelskammer endet.
Passt der Beruf zu dir?
Technisches Verständnis brauchst du, weil Kläranlagen aus vielen ineinandergreifenden mechanischen, biologischen und elektronischen Komponenten bestehen, die du bedienen und bei Störungen einschätzen musst. Umweltbewusstsein passt gut zu diesem Beruf, weil deine Arbeit direkt zum Schutz von Gewässern beiträgt und du täglich siehst, wie aus verschmutztem Wasser wieder sauberes wird. Sorgfalt ist bei der Probenanalyse entscheidend, denn Messfehler können dazu führen, dass Grenzwertüberschreitungen unbemerkt bleiben. Belastbarkeit brauchst du, weil du dich an Gerüche gewöhnen musst, die zur Arbeit an einer Kläranlage nun einmal dazugehören, und weil Kanalarbeiten körperlich anstrengend sein können. In der Schule zählen Chemie und Biologie für das Verständnis der Reinigungsprozesse und Physik für technische Zusammenhänge an den Anlagen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.291 Euro im 1. Lehrjahr, 1.341 Euro im 2. Lehrjahr und 1.387 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach bestandener Prüfung liegt der Einstieg meist zwischen 2.900 und 3.500 Euro brutto im Monat, abhängig von Betriebsgröße, Region und Tarifbindung. Wer sich fachlich und in Richtung Führung weiterentwickeln will, kann den Abwassermeister ablegen und damit Anlagenverantwortung übernehmen. Eine Weiterbildung zum Techniker für Umweltschutztechnik öffnet den Weg in Planung und Projektarbeit, und wer akademisch weitergehen möchte, kann ein Studium der Umwelttechnik anschließen.
Gut zu wissen
Kläranlagen laufen rund um die Uhr, deshalb ist Schichtarbeit in vielen Betrieben Teil des Alltags, ebenso Rufbereitschaft für Störungen außerhalb der regulären Arbeitszeit. Der Beruf spielt sich teils im Freien, teils im Labor und teils direkt an oder in Anlagen ab, wo Gerüche und Nässe zur Arbeitsrealität gehören. Wer technisches Interesse mit dem Wunsch verbindet, etwas für den Umweltschutz zu tun, findet hier einen Beruf mit klarem gesellschaftlichem Nutzen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • technisches Verständnis
- • Umweltbewusstsein
- • Sorgfalt
- • Belastbarkeit
Wichtige Schulfächer
- • Chemie
- • Biologie
- • Physik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Kläranlage
- Kanalnetz
- Labor
Nach der Ausbildung
- Abwassermeister/in
- Techniker/in Umweltschutztechnik
- Studium Umwelttechnik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Umwelttechnologe/-technologin für Abwasserbewirtschaftung?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Umwelttechnologe/-technologin für Abwasserbewirtschaftung?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.291 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.387 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 48.228 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Chemie, Biologie und Physik. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, Umweltbewusstsein, Sorgfalt und Belastbarkeit.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Abwassermeister/in, Techniker/in Umweltschutztechnik oder Studium Umwelttechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.500 Euro brutto im Monat.