Landwirtschaft, Natur & Umwelt

Ausbildung als Landwirt/in

Du baust Pflanzen an, hältst Tiere und führst einen Betrieb, in dem Wetter, Technik und Markt zusammenkommen.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
902 €
Vergütung 3. Jahr
1.091 €
Abschluss bei
Landwirtschaftskammer

Das machst du in der Ausbildung

  • Felder bestellen, düngen und ernten
  • Nutztiere versorgen und Bestände kontrollieren
  • Landmaschinen bedienen und warten
  • Erträge dokumentieren und Betrieb kalkulieren
  • Vorgaben zu Tierwohl und Umweltschutz umsetzen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Landwirt/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 902 € / Monat

entspricht 10.824 € im Jahr

2. Lehrjahr 993 € / Monat

entspricht 11.916 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.091 € / Monat

entspricht 13.092 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

35.832 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.500–3.200 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Landwirt?

Dein Arbeitsjahr richtet sich nach den Jahreszeiten: Im Frühjahr bestellst du Felder, säst aus und düngst, im Sommer beobachtest du das Wachstum und schützt Pflanzen vor Schädlingen, im Herbst erntest du und bereitest die Felder für den Winter vor. Hältst dein Betrieb Nutztiere, versorgst du sie täglich, kontrollierst Futter und Gesundheit und erkennst früh, wenn ein Tier krank wirkt. Landmaschinen wie Traktor, Mähdrescher oder Melkanlage bedienst du selbst und wartest sie auch, damit sie einsatzbereit bleiben, ein Ausfall zur Erntezeit kann teuer werden. Neben der praktischen Arbeit gehört auch die betriebliche Seite dazu: Du dokumentierst Erträge, kalkulierst, was sich lohnt, und triffst Entscheidungen darüber, was im nächsten Jahr angebaut oder wie viel Vieh gehalten wird. Vorgaben zu Tierwohl und Umweltschutz sind dabei kein Beiwerk, sondern bestimmen mit, wie du arbeitest, etwa bei der Stallhaltung oder beim Düngen in der Nähe von Gewässern.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual im Wechsel zwischen landwirtschaftlichem Betrieb und Berufsschule, geregelt über die Landwirtschaftskammer statt über IHK oder HWK. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen von Pflanzenbau und Tierhaltung sowie den Umgang mit gängigen Maschinen. Im zweiten Lehrjahr vertiefst du dich in einen Schwerpunkt, etwa Ackerbau oder Tierhaltung, je nachdem, worauf dein Ausbildungsbetrieb spezialisiert ist. Nach etwa der Hälfte der Zeit steht eine Zwischenprüfung an. Im dritten Lehrjahr übernimmst du mehr eigenständige Verantwortung, etwa bei der Betriebsplanung, und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor, die praktische und schriftliche Teile umfasst.

Passt der Beruf zu dir?

Naturverbundenheit ist die Grundlage, weil du bei Wind und Wetter draußen arbeitest und dein Arbeitstag stark vom Jahresverlauf abhängt. Technisches Verständnis brauchst du für den Umgang mit modernen Landmaschinen, die zunehmend computergesteuert sind. Ausdauer ist wichtig, besonders zur Erntezeit, wenn lange Tage und Wochenendarbeit normal sind. Verantwortungsbewusstsein zeigt sich im Umgang mit Tieren und in der Sorgfalt bei Vorgaben zu Umwelt- und Tierschutz. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn dir unregelmäßige Arbeitszeiten, körperliche Anstrengung oder die Arbeit bei jedem Wetter zu belastend sind.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 902 Euro im 1. Lehrjahr, 993 Euro im 2. Lehrjahr und 1.091 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung verdienst du meist zwischen 2.500 und 3.200 Euro brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du den Landwirtschaftsmeister machen, was oft Voraussetzung für die Betriebsübernahme oder eigenständige Betriebsführung ist, dich zum Agrartechniker weiterbilden oder Agrarwissenschaft studieren, wenn dich Forschung oder Beratung interessieren.

Gut zu wissen

Der Beruf hängt stärker als viele andere vom Wetter und von Marktpreisen ab, was Planung manchmal erschwert. Gleichzeitig übernehmen viele Landwirte später den eigenen Familienbetrieb oder gründen einen neuen, weshalb der Beruf oft mit langfristiger unternehmerischer Verantwortung verbunden ist.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Naturverbundenheit
  • • technisches Verständnis
  • • Ausdauer
  • • Verantwortungsbewusstsein

Wichtige Schulfächer

  • • Biologie
  • • Mathematik
  • • Chemie

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Bauernhof
  • Felder
  • Stall

Nach der Ausbildung

  • Landwirtschaftsmeister/in
  • Agrartechniker/in
  • Studium Agrarwissenschaft

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Landwirt/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Landwirt/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 902 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.091 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 35.832 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Mathematik und Chemie. Mitbringen solltest du vor allem Naturverbundenheit, technisches Verständnis, Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Landwirtschaftsmeister/in, Agrartechniker/in oder Studium Agrarwissenschaft. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.200 Euro brutto im Monat.

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