Das machst du in der Ausbildung
- Tiere füttern, pflegen und beobachten
- Ställe reinigen und Technik bedienen
- Zucht planen und Bestände dokumentieren
- Tiergesundheit überwachen und Maßnahmen einleiten
- Produkte gewinnen und vermarkten
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Tierwirt/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 11.748 € im Jahr
entspricht 12.732 € im Jahr
entspricht 13.992 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
38.472 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.400–3.100 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Tierwirt?
Du kümmerst dich um Nutztiere, je nach Betrieb Rinder, Schweine, Geflügel oder Bienen, und sorgst für ihr Wohlergehen. Du fütterst die Tiere, pflegst sie und beobachtest genau, ob sie gesund wirken oder Anzeichen von Krankheit zeigen. Du reinigst Ställe, bedienst dabei auch technische Anlagen wie Melk- oder Fütterungssysteme, und planst die Zucht mit, etwa welche Tiere sich für die Nachzucht eignen. Bestände dokumentierst du sorgfältig, weil sich daraus Entscheidungen über Fütterung, Zucht und Tiergesundheit ableiten. Stellst du eine Erkrankung fest, leitest du erste Maßnahmen ein oder ziehst den Tierarzt hinzu. Am Ende gewinnst du Produkte wie Milch, Eier oder Honig und wirkst an deren Vermarktung mit.
So läuft die Ausbildung ab
Die duale Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule, geregelt durch die Landwirtschaftskammer. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Tierhaltung: Fütterung, Stallarbeit und den sicheren Umgang mit den Tieren. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Zuchtplanung, Tiergesundheit und den Einsatz von Stalltechnik, meist begleitet von einer Zwischenprüfung. Im dritten Jahr spezialisierst du dich je nach Betrieb auf eine bestimmte Tierart und übernimmst zunehmend eigenständig Aufgaben, bevor die Abschlussprüfung ansteht, in der du zeigst, dass du einen Tierbestand sicher betreuen kannst.
Passt der Beruf zu dir?
Tierverständnis ist die Grundlage, weil du das Verhalten der Tiere richtig einschätzen musst, um frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Körperliche Fitness brauchst du für die tägliche Arbeit im Stall, die auch bei jedem Wetter und zu festen Zeiten anfällt. Zuverlässigkeit ist unverzichtbar, denn Tiere müssen auch am Wochenende und an Feiertagen versorgt werden. Eine gute Beobachtungsgabe hilft dir, kleine Veränderungen im Verhalten oder Aussehen der Tiere frühzeitig zu erkennen. In der Schule sind Biologie für das Verständnis von Tierhaltung und Zucht, Mathematik für Futterberechnungen, und Chemie für Themen wie Fütterung und Hygiene hilfreich.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 979 Euro im 1. Lehrjahr, 1.061 Euro im 2. Lehrjahr und 1.166 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach bestandener Prüfung liegt dein Einstiegsgehalt orientierungsweise zwischen 2.400 und 3.100 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Gearbeitet wird in Nutztierbetrieben, im Stall oder auf der Weide, oft mit körperlichem Einsatz bei jedem Wetter. Wer sich weiterentwickeln will, kann Tierwirtschaftsmeister werden und einen Betrieb leiten, sich zum Techniker für Agrarwirtschaft weiterbilden oder ein Studium der Agrarwissenschaft anschließen.
Gut zu wissen
Tiere brauchen Versorgung an sieben Tagen die Woche, deshalb gehören frühe Anfangszeiten, Wochenend- und Feiertagsarbeit zum Berufsalltag. Die Arbeit findet oft im Freien oder in Ställen statt, ist körperlich anstrengend und mit Gerüchen sowie wechselnden Witterungsbedingungen verbunden. Dafür arbeitest du eng mit Tieren zusammen, siehst direkt die Ergebnisse deiner Arbeit in gesunden Beständen, und der Beruf bleibt gefragt, weil Nutztierhaltung dauerhaft qualifizierte Fachkräfte braucht.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Tierverständnis
- • körperliche Fitness
- • Zuverlässigkeit
- • Beobachtungsgabe
Wichtige Schulfächer
- • Biologie
- • Mathematik
- • Chemie
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Nutztierbetrieb
- Stall
- Weide
Nach der Ausbildung
- Tierwirtschaftsmeister/in
- Techniker/in Agrarwirtschaft
- Studium Agrarwissenschaft
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Tierwirt/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Tierwirt/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 979 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.166 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 38.472 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Mathematik und Chemie. Mitbringen solltest du vor allem Tierverständnis, körperliche Fitness, Zuverlässigkeit und Beobachtungsgabe.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Tierwirtschaftsmeister/in, Techniker/in Agrarwirtschaft oder Studium Agrarwissenschaft. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 3.100 Euro brutto im Monat.