Landwirtschaft, Natur & Umwelt

Ausbildung als Gärtner/in – Garten- und Landschaftsbau

Du baust Gärten, Wege und Teiche, pflasterst, pflanzt und pflegst – Bau und Natur in einem Beruf.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
950 €
Vergütung 3. Jahr
1.150 €
Abschluss bei
Landwirtschaftskammer

Das machst du in der Ausbildung

  • Gärten nach Plan anlegen
  • Wege und Terrassen pflastern
  • Bäume und Stauden pflanzen
  • Teiche und Bewässerung anlegen
  • Grünanlagen dauerhaft pflegen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Gärtner/in – Garten- und Landschaftsbau während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 950 € / Monat

entspricht 11.400 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.050 € / Monat

entspricht 12.600 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.150 € / Monat

entspricht 13.800 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

37.800 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.600–3.200 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Gärtner/in – Garten- und Landschaftsbau?

Du verwandelst Baupläne in echte Gärten, Parks oder Grünanlagen. Nach Vorgabe eines Plans hebst du Böden aus, verlegst Leitungen für Bewässerung, pflasterst Wege und Terrassen und baust Mauern oder Treppen aus Naturstein. Danach pflanzt du Bäume, Stauden und Hecken, gibst ihnen die richtige Erde und den nötigen Halt und legst manchmal auch Teiche oder kleine Wasserläufe an. Weil ein fertiger Garten weiterlebt, gehört auch die dauerhafte Pflege dazu: Rasen mähen, Hecken schneiden, Bäume kontrollieren und Pflanzen vor Krankheiten oder Schädlingen schützen. Deine Baustellen wechseln ständig, von privaten Gärten über Firmengelände bis zu öffentlichen Parkanlagen, und du arbeitest fast immer im Team mit schwerem Gerät, von der Rüttelplatte bis zum Minibagger.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und ist dual: Den Großteil der Zeit bist du auf Baustellen im Betrieb, ergänzt durch Berufsschulunterricht, oft in Blockform. Im ersten Lehrjahr lernst du grundlegende Bau- und Pflanzarbeiten, den Umgang mit Werkzeugen und Maschinen sowie Pflanzenkunde. Im zweiten Jahr kommen anspruchsvollere Aufgaben wie Pflasterarbeiten nach Plan, Mauerbau und die Anlage von Bewässerungssystemen dazu. Zwischen dem ersten und zweiten Lehrjahr steht meist eine Zwischenprüfung an. Im dritten Jahr vertiefst du dich in Planung, Vermessung und Kalkulation von Projekten, bevor die Abschlussprüfung bei der Landwirtschaftskammer ansteht, die aus praktischen Arbeitsproben und theoretischen Prüfungsteilen besteht.

Passt der Beruf zu dir?

Der Beruf ist körperlich fordernd: Du hebst, schaufelst und stehst viele Stunden draußen, bei Sonne, Regen oder Kälte – Wetterfestigkeit ist deshalb wichtig. Räumliches Denken hilft dir, Pläne in reale Maße und Formen umzusetzen, und Teamgeist brauchst du, weil die meisten Arbeiten nur gemeinsam zu schaffen sind. Wer gerne draußen arbeitet, handwerklich geschickt ist und es mag, am Ende eines Projekts ein sichtbares Ergebnis zu hinterlassen, findet hier einen abwechslungsreichen Beruf. Zu bedenken ist, dass die Arbeit im Winter oft ruht oder reduziert wird, was zu saisonalen Schwankungen bei Auftragslage und teils auch Beschäftigung führen kann.

Was du in der Ausbildung verdienst

Als Orientierung: Im ersten Lehrjahr bekommst du etwa 950 Euro brutto im Monat, im zweiten rund 1.050 Euro und im dritten etwa 1.150 Euro. Diese Zahlen sind Richtwerte, die je nach Tarifbindung, Betrieb, Region und Bundesland schwanken; ohne Tarifvertrag gilt mindestens die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung. Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen etwa 2.600 und 3.200 Euro brutto im Monat, abhängig von Betrieb und Erfahrung.

Nach der Ausbildung

Nach dem Abschluss kannst du im Betrieb bleiben und Baustellen zunehmend eigenständig leiten. Über die Weiterbildung zum Gärtnermeister oder zur Gärtnermeisterin im Garten- und Landschaftsbau qualifizierst du dich dafür, selbst auszubilden und einen Betrieb zu leiten oder zu gründen. Wer sich technisch weiterentwickeln möchte, kann sich zum Techniker oder zur Technikerin weiterbilden und Planungsaufgaben übernehmen. Mit Fachhochschulreife oder Abitur ist auch ein Studium der Landschaftsarchitektur möglich, das zu Aufgaben in Planungsbüros oder bei Kommunen führt.

Gut zu wissen

Der Beruf ist eng verwandt mit dem allgemeinen Gärtner und dem Straßenbauer, weil sich Bau- und Pflanzarbeiten in der Praxis oft überschneiden. Weil viele Arbeiten im Freien stattfinden, ist Sonnenschutz und wettergerechte Kleidung im Alltag wichtig. Angesichts des Trends zu Klimaanpassung und Stadtbegrünung wächst die Nachfrage nach Fachkräften im Garten- und Landschaftsbau in vielen Regionen.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • körperliche Fitness
  • • Wetterfestigkeit
  • • räumliches Denken
  • • Teamgeist

Wichtige Schulfächer

  • • Biologie
  • • Mathematik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Baustelle im Grünen
  • Privatgärten
  • Parkanlagen

Nach der Ausbildung

  • Gärtnermeister/in Garten- und Landschaftsbau
  • Techniker/in
  • Studium Landschaftsarchitektur

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Gärtner/in – Garten- und Landschaftsbau?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Gärtner/in – Garten- und Landschaftsbau?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 950 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.150 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 37.800 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Mathematik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem körperliche Fitness, Wetterfestigkeit, räumliches Denken und Teamgeist.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Gärtnermeister/in Garten- und Landschaftsbau, Techniker/in oder Studium Landschaftsarchitektur. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.200 Euro brutto im Monat.

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