Das machst du in der Ausbildung
- Pflanzen anziehen, pflegen und vermehren
- Beete und Grünflächen anlegen
- Gehölze schneiden und Rasen pflegen
- Pflanzenschutz und Düngung durchführen
- Kunden beraten und Pflanzen verkaufen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Gärtner/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.416 € im Jahr
entspricht 14.676 € im Jahr
entspricht 16.008 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
44.100 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.400–3.000 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Gärtner/in?
Ob im Gewächshaus, im Privatgarten oder auf dem Friedhof – als Gärtner oder Gärtnerin arbeitest du mit lebendigem Material, das wächst, blüht und auch mal eingeht. Du ziehst Pflanzen aus Samen oder Stecklingen heran, pflegst sie und vermehrst sie, legst Beete und Grünflächen neu an oder pflegst bestehende Anlagen. Dazu gehören der Schnitt von Gehölzen, die Pflege von Rasenflächen sowie Pflanzenschutz und Düngung, damit Pflanzen gesund bleiben. In vielen Betrieben berätst du außerdem Kunden und verkaufst Pflanzen direkt. Der Beruf gliedert sich in sieben Fachrichtungen von Zierpflanzenbau über Baumschule bis Friedhofsgärtnerei – womit du arbeitest, hängt stark davon ab, welche Richtung dein Ausbildungsbetrieb anbietet.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual: Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab, mit Fächern wie Biologie, Chemie und Mathematik. Im ersten Lehrjahr lernst du fachrichtungsübergreifende Grundlagen wie Bodenkunde, Pflanzenkenntnis und den Umgang mit Werkzeug und Maschinen. Im zweiten Jahr vertiefst du dich stärker in deine Fachrichtung, etwa Zierpflanzenbau, Garten- und Landschaftsbau oder Friedhofsgärtnerei, und übernimmst anspruchsvollere Pflegearbeiten. Im dritten Jahr planst und führst du zunehmend eigenständig Projekte durch, von der Neuanlage eines Beets bis zur Kundenberatung. Eine Zwischenprüfung liegt in der Mitte der Ausbildung, am Ende steht die Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer.
Passt der Beruf zu dir?
Naturverbundenheit ist die Grundvoraussetzung, weil du fast immer draußen oder mit Pflanzen arbeitest. Körperliche Fitness brauchst du, weil Heben, Bücken und Arbeiten in der Hocke zum Alltag gehören, und Wetterfestigkeit, weil bei Wind, Kälte oder Hitze weitergearbeitet wird. Sorgfalt zeigt sich beim genauen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln und beim präzisen Anlegen von Flächen. Ehrlich dazu gehört: Die Arbeit ist saisonal geprägt, im Frühjahr und Sommer wird es oft besonders arbeitsintensiv, während im Winter je nach Fachrichtung weniger zu tun ist. Wer bei jedem Wetter arbeiten möchte, ist hier richtig, wer trockene Büroarbeit bevorzugt, eher nicht.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.118 Euro im 1. Lehrjahr, 1.223 Euro im 2. Lehrjahr und 1.334 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung liegt der Einstieg laut Orientierungswerten zwischen etwa 2400 und 3000 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Gärtnermeister oder zur Gärtnermeisterin weiterbilden, eine Technikerausbildung im Gartenbau anschließen oder ein Studium in Gartenbau oder Landschaftsarchitektur aufnehmen und so später einen eigenen Betrieb führen oder Projekte planen.
Gut zu wissen
Verwandt sind der Landschaftsgärtner beziehungsweise die Landschaftsgärtnerin, der Florist beziehungsweise die Floristin und der Landwirt beziehungsweise die Landwirtin – wer sich mehr für die gestalterische Seite oder für Blumensträuße statt Beete interessiert, findet dort passendere Alternativen. Wer Gärtner oder Gärtnerin wird, sieht das Ergebnis der eigenen Arbeit oft direkt wachsen, muss dafür aber auch akzeptieren, dass nicht jede Pflanze so gedeiht wie geplant.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Naturverbundenheit
- • körperliche Fitness
- • Wetterfestigkeit
- • Sorgfalt
Wichtige Schulfächer
- • Biologie
- • Chemie
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Gärtnerei
- Gewächshaus
- Grünanlagen
Nach der Ausbildung
- Gärtnermeister/in
- Techniker/in Gartenbau
- Studium Gartenbau oder Landschaftsarchitektur
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Gärtner/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Gärtner/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.118 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.334 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 44.100 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Chemie und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Naturverbundenheit, körperliche Fitness, Wetterfestigkeit und Sorgfalt.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Gärtnermeister/in, Techniker/in Gartenbau oder Studium Gartenbau oder Landschaftsarchitektur. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 3.000 Euro brutto im Monat.