Das machst du in der Ausbildung
- Jungbestände pflanzen und pflegen
- Bäume fällen und Holz aufarbeiten
- Forstmaschinen und Motorsägen bedienen
- Wege und Erholungseinrichtungen instand halten
- Waldschutz und Naturschutz umsetzen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Forstwirt/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.556 € im Jahr
entspricht 15.336 € im Jahr
entspricht 15.948 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
45.840 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.700–3.300 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Forstwirt/in?
Der Wald ist dein Arbeitsplatz, bei jedem Wetter und über alle Jahreszeiten hinweg. Du pflanzt Jungbestände und pflegst sie in den ersten Jahren, damit sie gut anwachsen, etwa durch das Freischneiden von Konkurrenzpflanzen. Mit Motorsäge und zunehmend auch Forstmaschinen fällst du Bäume und arbeitest das Holz auf, entastest und schneidest es auf die richtige Länge für den weiteren Transport. Der sichere Umgang mit diesen Maschinen wird dir in der Ausbildung intensiv beigebracht, weil Fehler hier schwerwiegende Folgen haben können. Neben der Holzernte hältst du Wege und Erholungseinrichtungen im Wald instand, etwa Wanderwege oder Sitzbänke. Waldschutz und Naturschutz sind ebenfalls Teil deiner Arbeit, etwa wenn du auf Schädlingsbefall achtest oder geschützte Bereiche respektierst.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt, praktisch im Wald bei einem Forstbetrieb, theoretisch in der Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Waldpflege, den sicheren Umgang mit der Motorsäge und einfache Pflanzarbeiten. Im zweiten Jahr kommen anspruchsvollere Fällarbeiten und der Umgang mit größeren Forstmaschinen dazu, im dritten Jahr vertiefst du Waldschutz, Wegebau und komplexere Holzernteverfahren und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer oder Forstverwaltung vor. Eine Zwischenprüfung findet vorher statt.
Passt der Beruf zu dir?
Körperliche Fitness ist wichtig, weil die Arbeit im Wald anstrengend ist, du trägst schwere Ausrüstung und arbeitest oft auf unebenem Gelände. Wetterfestigkeit brauchst du, weil im Wald bei Regen, Kälte oder Hitze gearbeitet wird, die Arbeit findet nicht drinnen statt. Sicherheitsbewusstsein ist entscheidend, denn der Umgang mit Motorsäge und fallenden Bäumen birgt echte Gefahren, deshalb wird Sicherheit in der Ausbildung großgeschrieben. Naturverbundenheit hilft dir, weil du den Wald über Jahre hinweg begleitest und seine Entwicklung miterlebst.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.213 Euro im 1. Lehrjahr, 1.278 Euro im 2. Lehrjahr und 1.329 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung liegt der Einstieg meist zwischen 2700 und 3300 Euro brutto im Monat, häufig bei Forstbetrieben, kommunalen oder staatlichen Forstverwaltungen. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Forstwirtschaftsmeister weiterbilden und dann größere Waldflächen und Teams verantworten, oder als Forsttechniker in Planung und Betriebsleitung wechseln. Mit einem Studium der Forstwirtschaft stehen dir zusätzlich akademische Laufbahnen offen, etwa im Bereich Forstplanung oder Naturschutz.
Gut zu wissen
Der Beruf ist einer der wenigen, bei denen du fast ausschließlich im Freien arbeitest und die Ergebnisse deiner Arbeit erst über Jahrzehnte sichtbar werden, ein gepflanzter Baum wächst lange über deine eigene Berufslaufbahn hinaus. Wer die körperliche Belastung und die Arbeit bei jedem Wetter nicht scheut, findet hier einen Beruf mit echtem Sinn für den Naturschutz.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • körperliche Fitness
- • Wetterfestigkeit
- • Sicherheitsbewusstsein
- • Naturverbundenheit
Wichtige Schulfächer
- • Biologie
- • Technik/Werken
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Wald
- Forstbetrieb
- im Freien
Nach der Ausbildung
- Forstwirtschaftsmeister/in
- Forsttechniker/in
- Studium Forstwirtschaft
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Forstwirt/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Forstwirt/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.213 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.329 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 45.840 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Technik/Werken und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem körperliche Fitness, Wetterfestigkeit, Sicherheitsbewusstsein und Naturverbundenheit.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Forstwirtschaftsmeister/in, Forsttechniker/in oder Studium Forstwirtschaft. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.300 Euro brutto im Monat.