Landwirtschaft, Natur & Umwelt

Ausbildung als Florist/in

Du bindest Sträuße und Kränze, gestaltest Räume mit Blumen und berätst Kunden zu Anlässen.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
907 €
Vergütung 3. Jahr
1.100 €
Abschluss bei
HWK/IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Sträuße, Gestecke und Kränze binden
  • Blumen einkaufen und pflegen
  • Räume und Schaufenster dekorieren
  • Kunden beraten und Aufträge annehmen
  • Veranstaltungen floristisch ausstatten

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Florist/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 907 € / Monat

entspricht 10.884 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.005 € / Monat

entspricht 12.060 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.100 € / Monat

entspricht 13.200 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

36.144 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.100–2.600 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Florist/in?

Wenn jemand einen Brautstrauß, einen Trauerkranz oder ein Gesteck für die Geburtstagsfeier braucht, bist du gefragt. Du bindest Sträuße, fertigst Kränze und Gestecke an und wählst Blumen und Grün passend zu Anlass und Jahreszeit aus. Im Laden kaufst du Frischware ein, schneidest sie an und pflegst sie, damit sie möglichst lange hält. Du dekorierst Schaufenster und Räume, zum Beispiel für Hochzeiten oder Firmenfeiern, und stattest ganze Veranstaltungen floristisch aus. Ein großer Teil deiner Arbeit ist die Beratung: Du findest heraus, was Kunden sich wünschen, welches Budget sie haben und welche Blumen zusammenpassen, und nimmst Aufträge entgegen.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt: Den größten Teil der Zeit verbringst du im Blumenfachgeschäft oder in der Werkstatt, dazu kommt der Unterricht in der Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Warenkunde, einfache Bindetechniken und den Umgang mit Werkzeug und Pflanzen. Im zweiten Jahr übernimmst du anspruchsvollere Gestecke und erste Kundengespräche, im dritten Jahr planst du auch komplexere Veranstaltungsdekorationen und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Zwischendurch gibt es eine Zwischenprüfung, mit der überprüft wird, ob du auf einem guten Weg bist.

Passt der Beruf zu dir?

Gestaltungssinn und ein Gefühl für Farben und Formen sind hier wichtig, denn du entscheidest ständig, was zusammenpasst. Fingerfertigkeit brauchst du für filigrane Bindearbeiten, etwa beim Binden eines Brautstraußes. Weil du viel mit Menschen sprichst, hilft dir Freude am Kundenkontakt weiter. Ehrlich dazu gehört: Du arbeitest oft im Stehen, mit kalten Fingern in der Kühlware, und an Feiertagen wie Muttertag oder Weihnachten sind Wochenendarbeit und lange Tage normal.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 907 Euro im 1. Lehrjahr, 1.005 Euro im 2. Lehrjahr und 1.100 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener Prüfung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen 2100 und 2600 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Viele arbeiten weiter im Fachgeschäft, in dem sie gelernt haben, oder wechseln in einen anderen floristischen Betrieb. Mit Berufserfahrung kannst du die Meisterprüfung ablegen und selbst ausbilden oder dich mit einem eigenen Laden selbstständig machen. Auch ein Fachwirt-Abschluss in Floristik oder ein Studium im Bereich Floraldesign sind mögliche nächste Schritte.

Gut zu wissen

Der Beruf lebt vom Wechsel der Jahreszeiten: Was du im Frühling verarbeitest, unterscheidet sich stark von der Arbeit im Advent. Wer diese Abwechslung mag und auch mit stressigen Spitzenzeiten rund um Feiertage umgehen kann, findet in der Floristik einen kreativen Handwerksberuf mit direktem Kundenkontakt. Auch der Umgang mit Enttäuschungen gehört dazu, etwa wenn Lieferungen nicht wie geplant ankommen oder eine Vase zu Bruch geht, kurz bevor die Kundin sie abholen will. Wer in solchen Momenten ruhig bleibt und improvisiert, kommt in diesem Beruf gut zurecht.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Gestaltungssinn
  • • Farbgefühl
  • • Kundenkontakt
  • • Fingerfertigkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Kunst
  • • Biologie
  • • Deutsch

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Blumenfachgeschäft
  • Werkstatt
  • Veranstaltungsorte

Nach der Ausbildung

  • Floristmeister/in
  • Fachwirt/in Floristik
  • Studium Floraldesign

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Florist/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Florist/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 907 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.100 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 36.144 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Kunst, Biologie und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem Gestaltungssinn, Farbgefühl, Kundenkontakt und Fingerfertigkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Floristmeister/in, Fachwirt/in Floristik oder Studium Floraldesign. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.100 und 2.600 Euro brutto im Monat.

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