Bau & Ausbau

Ausbildung als Straßenbauer/in

Du baust Straßen, Wege und Plätze: Untergrund herstellen, Asphalt einbauen, Pflaster setzen – draußen und im Team.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.084 €
Vergütung 3. Jahr
1.522 €
Abschluss bei
IHK/HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Baugrund ausheben und Tragschichten einbauen
  • Asphalt einbauen und verdichten
  • Pflaster und Bordsteine setzen
  • Entwässerung und Schächte einbauen
  • Baustellen absichern und Verkehrsführung aufbauen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Straßenbauer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.084 € / Monat

entspricht 13.008 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.286 € / Monat

entspricht 15.432 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.522 € / Monat

entspricht 18.264 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

46.704 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.600–3.200 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Straßenbauer?

Jede Straße, jeder Radweg und jeder Platz, über den Menschen laufen oder fahren, ist irgendwann von Grund auf gebaut worden – und genau das ist deine Arbeit. Bevor überhaupt Asphalt oder Pflaster in Sicht kommt, hebst du den Baugrund aus und baust Tragschichten ein, die später das gesamte Gewicht von Fahrzeugen tragen müssen. Ist der Unterbau fertig, baust du Asphalt ein und verdichtest ihn, damit die Oberfläche stabil und eben wird, oder du setzt Pflaster und Bordsteine, wo eine Straße nicht asphaltiert werden soll. Damit Regenwasser nicht auf der Fahrbahn steht, baust du außerdem Entwässerungssysteme und Schächte ein, die das Wasser gezielt ableiten. Weil du meist auf belebten Straßen oder in Wohngebieten arbeitest, sicherst du Baustellen ab und baust Verkehrsführungen auf, damit sowohl du und dein Team als auch Passanten und Autofahrer sicher bleiben. Deine Baustellen wechseln ständig, mal ein kleines Wohngebiet, mal eine große Kreuzung oder ein Autobahnabschnitt.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und findet dual statt: Du arbeitest im Straßenbaubetrieb und besuchst begleitend die Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen des Erdbaus, den Umgang mit Baugeräten und einfache Tragschichtarbeiten. Im zweiten Jahr kommen der Einbau von Asphalt sowie Pflaster- und Bordsteinarbeiten dazu, außerdem bereitest du dich auf die Zwischenprüfung vor, mit der dein bisheriger Ausbildungsstand überprüft wird. Im dritten Jahr vertiefst du dich in Entwässerungstechnik, Verkehrssicherung und komplexere Bauabläufe, bevor die Ausbildung mit der Abschlussprüfung bei der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer endet, je nachdem, welche Kammer für deinen Ausbildungsbetrieb zuständig ist.

Passt der Beruf zu dir?

Wetterfestigkeit ist unverzichtbar, weil du bei fast jedem Wetter draußen arbeitest, von sommerlicher Hitze auf dem Asphalt bis zu kaltem Regen im Winter. Teamgeist ist entscheidend, weil Straßenbau immer Zusammenarbeit bedeutet, sei es beim gemeinsamen Einbau von Asphalt oder beim Absichern einer Baustelle. Technisches Verständnis brauchst du, um Baugeräte richtig zu bedienen und Bauabläufe nachzuvollziehen. Körperliche Fitness ist Voraussetzung, weil die Arbeit anstrengend ist: Heben, Tragen, Stehen und Arbeiten in gebückter Haltung gehören zum Alltag. In der Schule zählen Mathematik für Mengen- und Flächenberechnungen, Physik für das Verständnis von Materialverhalten, und Technik oder Werken für den praktischen Umgang mit Geräten und Baustoffen.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.084 Euro im 1. Lehrjahr, 1.286 Euro im 2. Lehrjahr und 1.522 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener Prüfung liegt der Einstieg meist zwischen 2.600 und 3.200 Euro brutto im Monat, abhängig von Region, Betrieb und Tarifbindung. Mit Erfahrung kannst du dich zum Werkpolier oder Polier weiterbilden und damit Bauabschnitte eigenverantwortlich leiten. Wer den Betrieb später selbst führen möchte, kann den Straßenbauermeister ablegen, eine Weiterbildung zum Bautechniker öffnet den Weg in Planung und Bauleitung, und wer akademisch weitergehen will, kann ein Studium des Bauingenieurwesens anschließen.

Gut zu wissen

Die Arbeit findet fast ausschließlich im Freien und auf wechselnden Baustellen statt, das bedeutet frühes Aufstehen, wechselnde Anfahrtswege und je nach Jahreszeit auch Arbeiten bei Hitze oder Kälte. Weil viele Bauarbeiten in der wärmeren Jahreszeit konzentriert sind, kann es in dieser Zeit zu längeren Arbeitstagen kommen. Wer gerne draußen arbeitet, körperlich fit ist und sehen will, wie aus einer aufgerissenen Fläche eine fertige, befahrbare Straße wird, findet in diesem Beruf sichtbare Ergebnisse und einen krisensicheren Arbeitsmarkt.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Wetterfestigkeit
  • • Teamgeist
  • • technisches Verständnis
  • • körperliche Fitness

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Straßenbaustelle
  • im Freien
  • wechselnde Einsatzorte

Nach der Ausbildung

  • Werkpolier/in und Polier/in
  • Straßenbauermeister/in
  • Bautechniker/in
  • Studium Bauingenieurwesen

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Straßenbauer/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Straßenbauer/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.084 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.522 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 46.704 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Wetterfestigkeit, Teamgeist, technisches Verständnis und körperliche Fitness.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Werkpolier/in und Polier/in, Straßenbauermeister/in, Bautechniker/in oder Studium Bauingenieurwesen. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.200 Euro brutto im Monat.

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