Bau & Ausbau

Ausbildung als Baugeräteführer/in

Du steuerst Bagger, Kran und Raupe auf der Baustelle – und hältst die Maschinen selbst instand.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.077 €
Vergütung 3. Jahr
1.490 €
Abschluss bei
IHK/HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Bagger, Radlader und Krane bedienen
  • Erdmassen bewegen und Planum herstellen
  • Lasten sichern und versetzen
  • Maschinen warten, prüfen und Störungen beheben
  • Baugeräte transportieren und rüsten

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Baugeräteführer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.077 € / Monat

entspricht 12.924 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.254 € / Monat

entspricht 15.048 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.490 € / Monat

entspricht 17.880 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

45.852 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.800–3.500 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Baugeräteführer?

Auf einer Baustelle muss eine Baugrube ausgehoben, Erdreich bewegt und am Ende ein exaktes Planum hergestellt werden, damit darauf gebaut werden kann: Du sitzt am Steuer von Bagger, Radlader oder Kran und bewegst tonnenschwere Maschinen so präzise, dass Zentimeter über richtig oder falsch entscheiden. Beim Versetzen von Lasten, etwa Betonfertigteilen oder Rohren, sicherst du sie fachgerecht, damit nichts verrutscht oder kippt. Neben dem reinen Steuern gehört die Maschine selbst zu deinem Verantwortungsbereich: Du prüfst sie vor dem Einsatz, wartest sie regelmäßig und behebst kleinere Störungen, damit die Baustelle nicht stillsteht. Auch der Transport der Geräte zwischen Baustellen und deren Rüstung für den jeweiligen Einsatz gehören zum Alltag. Weil du oft mit anderen Gewerken zusammenarbeitest, etwa Maurern oder Tiefbaufacharbeitern, ist Absprache über Funk oder Zeichen ein ständiger Teil der Arbeit.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual, also im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Erdbewegung und den sicheren Umgang mit einfacheren Baumaschinen. Im zweiten Jahr kommen weitere Maschinentypen wie Kran oder Raupe dazu, außerdem Wartung und Störungsbehebung. Im dritten Jahr übernimmst du komplexere Einsätze, etwa das Versetzen schwerer Lasten, und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Eine Zwischenprüfung im Ausbildungsverlauf zeigt, ob der bisherige Ausbildungsstand passt. Für viele Maschinentypen brauchst du zusätzlich spezielle Führerscheine oder Berechtigungen, die während der Ausbildung erworben werden.

Passt der Beruf zu dir?

Konzentration ist entscheidend, weil du beim Steuern schwerer Maschinen in unmittelbarer Nähe von Menschen und Bauwerken arbeitest, wo ein Fehler schnell teuer oder gefährlich wird. Technisches Verständnis hilft dir, die Maschinen zu bedienen und einfache Störungen selbst zu erkennen. Verantwortungsbewusstsein ist unverzichtbar, weil du für die Sicherheit rund um deine Maschine mitverantwortlich bist. Feingefühl klingt bei tonnenschweren Geräten überraschend, ist aber genau das, was ein exaktes Planum oder ein sauber versetztes Bauteil ausmacht. Wer Wetter, Lärm und wechselnde Baustellen im Freien nicht mag, sollte das vorher bedenken, denn drinnen findet die Arbeit selten statt.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.077 Euro im 1. Lehrjahr, 1.254 Euro im 2. Lehrjahr und 1.490 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach dem Abschluss liegt der Einstieg orientierungsweise zwischen 2800 und 3500 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region auch abweichend. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum geprüften Polier oder zur geprüften Polierin weiterbilden und dann ganze Baustellenabläufe koordinieren. Ein Meisterabschluss oder eine Weiterbildung zum Techniker beziehungsweise zur Technikerin in der Bautechnik öffnen zusätzliche Wege in Richtung Bauleitung oder Planung.

Gut zu wissen

Die Arbeit findet fast immer im Freien statt, bei Wind, Regen oder Hitze, und Baustellen liegen oft nicht direkt vor der Haustür, sodass Anfahrtszeiten und wechselnde Einsatzorte zum Alltag gehören. Lärm und Erschütterungen durch die Maschinen sind ebenfalls Teil des Jobs. Dafür siehst du sichtbare Ergebnisse deiner Arbeit, von der ausgehobenen Baugrube bis zum fertig versetzten Bauteil, und die Nachfrage nach qualifizierten Baugeräteführern bleibt in der Baubranche konstant hoch.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Konzentration
  • • technisches Verständnis
  • • Verantwortungsbewusstsein
  • • Feingefühl

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Baustelle
  • Maschinenhalle
  • im Freien

Nach der Ausbildung

  • Geprüfte/r Polier/in
  • Meister/in
  • Techniker/in Bautechnik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Baugeräteführer/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Baugeräteführer/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.077 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.490 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 45.852 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Konzentration, technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und Feingefühl.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Geprüfte/r Polier/in, Meister/in oder Techniker/in Bautechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.800 und 3.500 Euro brutto im Monat.

Ähnliche Ausbildungsberufe