Bau & Ausbau

Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter/in

Du arbeitest unter der Oberfläche: Gräben ausheben, Leitungen verlegen, Kanäle und Fundamente bauen.

Dauer
2 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.078 €
Vergütung 2. Jahr
1.271 €
Abschluss bei
IHK/HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Baugruben und Gräben ausheben und sichern
  • Rohrleitungen und Kabelschutzrohre verlegen
  • Schächte und Entwässerungsanlagen bauen
  • Vermessungsarbeiten unterstützen
  • Baumaschinen bedienen und pflegen

Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr

So viel bekommst du als Tiefbaufacharbeiter/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.078 € / Monat

entspricht 12.936 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.271 € / Monat

entspricht 15.252 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

28.188 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.500–3.000 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Tiefbaufacharbeiter?

Bevor eine Straße asphaltiert oder ein Haus ans Kanalnetz angeschlossen wird, muss jemand den Untergrund vorbereiten. Das ist deine Aufgabe: Du hebst Baugruben und Gräben aus und sicherst sie, damit niemand einstürzt. Du verlegst Rohrleitungen und Kabelschutzrohre, baust Schächte und Entwässerungsanlagen und sorgst dafür, dass Wasser dorthin abläuft, wo es soll. Bei Vermessungsarbeiten unterstützt du die Fachkräfte, die Höhen und Verläufe festlegen, und bedienst dabei Baumaschinen wie Bagger oder Walzen, die du auch selbst pflegst. Vieles von dem, was du baust, ist am Ende unsichtbar, weil es wieder mit Erde bedeckt wird, funktioniert aber jahrzehntelang zuverlässig.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und findet dual statt: auf der Baustelle sammelst du praktische Erfahrung, in der Berufsschule lernst du Mathematik, Physik und Technik, die du für Maße, Gefälle und Statik brauchst. Im ersten Jahr stehen Grundlagen wie Erdarbeiten, Verbau und der Umgang mit Baumaschinen im Vordergrund, im zweiten Jahr kommen komplexere Aufgaben wie Rohrverlegung und Schachtbau dazu. Eine Zwischenprüfung zeigt dir und dem Betrieb den Ausbildungsstand, am Ende steht die Abschlussprüfung bei der IHK oder Handwerkskammer, je nach Betrieb. Nach den zwei Jahren kannst du die Ausbildung um ein weiteres Jahr zum Rohrleitungsbauer oder zur Rohrleitungsbauerin beziehungsweise zum Kanalbauer oder zur Kanalbauerin aufstocken.

Passt der Beruf zu dir?

Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne draußen und körperlich aktiv arbeitest, denn ein Großteil des Tages verbringst du im Freien, oft bei Wind und Wetter. Körperliche Belastbarkeit ist wichtig, weil Schaufeln, Tragen und der Umgang mit schwerem Gerät zum Alltag gehören. Sicherheitsbewusstsein rettet Leben, denn ungesicherte Baugruben sind lebensgefährlich. Teamarbeit ist entscheidend, weil viele Arbeiten nur gemeinsam sicher ausgeführt werden können. Wenn dir frühes Aufstehen, Baustellenlärm und wechselndes Wetter grundsätzlich zu schaffen machen, solltest du das vor der Bewerbung ehrlich bedenken.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.078 Euro im 1. Lehrjahr und 1.271 Euro im 2. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung arbeitest du auf Tiefbaustellen im Straßen-, Kanal- oder Leitungsbau. Viele nutzen die zweijährige Ausbildung als Sprungbrett und hängen ein drittes Jahr zum Rohrleitungsbauer oder Kanalbauer an, um Fachwissen und Gehalt zu erhöhen. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Polier oder zur Polierin weiterbilden und Baustellen koordinieren, oder als Bautechniker beziehungsweise Bautechnikerin planende Aufgaben übernehmen.

Gut zu wissen

Tiefbauarbeit bedeutet Arbeiten bei jedem Wetter, oft an wechselnden Einsatzorten, manchmal auch mit längeren Anfahrtswegen zur Baustelle. Frühe Startzeiten am Morgen sind üblich, damit möglichst viel Tageslicht genutzt werden kann. Dafür siehst du am Ende eines Projekts sehr konkret, was du geschaffen hast, auch wenn es später unter der Erde verschwindet.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • körperliche Belastbarkeit
  • • Sicherheitsbewusstsein
  • • Teamarbeit
  • • technisches Verständnis

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Tiefbaustelle
  • im Freien
  • Baugrube

Nach der Ausbildung

  • Abschluss als Rohrleitungsbauer/in oder Kanalbauer/in
  • Polier/in
  • Bautechniker/in

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 2 Jahre (24 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.078 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 1.271 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 28.188 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem körperliche Belastbarkeit, Sicherheitsbewusstsein, Teamarbeit und technisches Verständnis.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Abschluss als Rohrleitungsbauer/in oder Kanalbauer/in, Polier/in oder Bautechniker/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.000 Euro brutto im Monat.

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