Das machst du in der Ausbildung
- Rohrleitungen aus Stahl, Guss und Kunststoff verlegen
- Schweiß- und Schraubverbindungen herstellen
- Hausanschlüsse setzen
- Leitungen spülen, prüfen und in Betrieb nehmen
- Schäden orten und beheben
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Rohrleitungsbauer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.944 € im Jahr
entspricht 15.768 € im Jahr
entspricht 18.012 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
47.724 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.700–3.300 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Rohrleitungsbauer?
Damit Wasser, Gas oder Fernwärme in Städten und Dörfern zuverlässig ankommen, müssen Leitungen verlegt und gepflegt werden, und genau das ist deine Aufgabe. Du verlegst Rohrleitungen aus Stahl, Guss oder Kunststoff, je nachdem, welches Material für den jeweiligen Zweck geeignet ist. Verbindungen zwischen den Rohren stellst du durch Schweißen oder Schrauben her, damit sie dauerhaft dicht bleiben. Wenn ein Haus ans Netz angeschlossen wird, setzt du den Hausanschluss. Bevor eine Leitung in Betrieb geht, spülst und prüfst du sie, damit keine Verunreinigungen oder Undichtigkeiten zurückbleiben. Tritt später ein Schaden auf, ortest und behebst du ihn, oft unter Zeitdruck, weil die Versorgung wiederhergestellt werden muss.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt: auf der Tiefbaustelle und im Versorgungsnetz sammelst du praktische Erfahrung, in der Berufsschule lernst du Mathematik, Physik und Chemie. Im ersten Jahr stehen Erdarbeiten und einfache Rohrverlegung im Vordergrund, später kommen Schweißtechnik, Hausanschlüsse und die Inbetriebnahme von Leitungen dazu. Eine Zwischenprüfung nach etwa anderthalb Jahren zeigt deinen Ausbildungsstand, am Ende steht die Abschlussprüfung bei der IHK oder Handwerkskammer, je nachdem, wo dein Betrieb organisiert ist.
Passt der Beruf zu dir?
Der Beruf passt zu dir, wenn du technisches Verständnis mit körperlicher Fitness verbindest, denn die Arbeit findet überwiegend im Freien auf Baustellen statt. Sorgfalt ist entscheidend, weil undichte Verbindungen später zu erheblichen Schäden oder Versorgungsausfällen führen können. Verantwortungsbewusstsein ist wichtig, weil du mit Leitungen arbeitest, von denen ganze Straßenzüge abhängen. Wenn dir Arbeiten bei jedem Wetter, in Gräben und unter Zeitdruck bei Notfällen grundsätzlich schwerfallen, solltest du das vor der Bewerbung ehrlich bedenken.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.162 Euro im 1. Lehrjahr, 1.314 Euro im 2. Lehrjahr und 1.501 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung arbeitest du bei Versorgungsunternehmen, Tiefbaufirmen oder kommunalen Betrieben, die Wasser-, Gas- und Fernwärmenetze betreiben. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Polier oder zur Polierin weiterbilden und Baustellen leiten, mit der Meisterprüfung übernimmst du noch mehr Verantwortung. Als Netzmeister oder Netzmeisterin verantwortest du ganze Leitungsnetze, als Techniker oder Technikerin für Versorgungstechnik gehst du in Richtung Planung.
Gut zu wissen
Rohrleitungsbau bedeutet Arbeiten bei jedem Wetter und teils in Rufbereitschaft, weil ein Rohrbruch schnell behoben werden muss, um die Versorgung nicht zu gefährden. Der Beruf ist mit dem Kanalbau eng verwandt, unterscheidet sich aber im Schwerpunkt auf Trinkwasser-, Gas- und Wärmeleitungen statt Abwasser. Weil Versorgungsnetze überall gebraucht werden, sind die Berufsaussichten in diesem Bereich stabil.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • technisches Verständnis
- • Sorgfalt
- • körperliche Fitness
- • Verantwortungsbewusstsein
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Physik
- • Chemie
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Tiefbaustelle
- Versorgungsnetz
- im Freien
Nach der Ausbildung
- Polier/in
- Meister/in
- Netzmeister/in
- Techniker/in Versorgungstechnik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Rohrleitungsbauer/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Rohrleitungsbauer/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.162 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.501 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 47.724 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Chemie. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, Sorgfalt, körperliche Fitness und Verantwortungsbewusstsein.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Polier/in, Meister/in, Netzmeister/in oder Techniker/in Versorgungstechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.300 Euro brutto im Monat.