Das machst du in der Ausbildung
- Untergründe prüfen, reinigen und grundieren
- Wände streichen, tapezieren und Techniken auftragen
- Holz und Metall lackieren und vor Korrosion schützen
- Wärmedämmung an Fassaden anbringen
- Kunden zu Farben, Materialien und Kosten beraten
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Maler/in und Lackierer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 10.416 € im Jahr
entspricht 11.532 € im Jahr
entspricht 13.524 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
35.472 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.400–2.900 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Maler/in und Lackierer/in?
Bevor eine Wand ihre neue Farbe bekommt, prüfst du zuerst den Untergrund: Ist er tragfähig, sauber und trocken genug? Du reinigst und grundierst die Fläche, damit die spätere Farbe hält, und wählst je nach Auftrag passende Materialien und Techniken. Beim Streichen und Tapezieren setzt du Wände in neue Farben oder Muster, manchmal auch mit besonderen Gestaltungstechniken wie Strukturputz oder Wischtechniken. Neben Wänden bearbeitest du auch Holz und Metall: Du lackierst Fenster, Türen oder Geländer und schützt sie mit speziellen Beschichtungen vor Rost und Witterung. Ein wachsender Teil des Berufs ist die energetische Sanierung, bei der du Wärmedämmung an Fassaden anbringst, um Gebäude effizienter zu machen. Weil Kundinnen und Kunden oft unsicher sind, welche Farbe oder welches Material zu ihrem Raum passt, berätst du sie dazu und kalkulierst die Kosten für Material und Arbeitszeit.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und ist dual: Du arbeitest überwiegend auf Baustellen und in Wohnungen, ergänzt durch Berufsschulunterricht. Im ersten Lehrjahr lernst du grundlegende Maltechniken, den Umgang mit Werkzeugen und die Vorbereitung von Untergründen. Im zweiten Jahr kommen anspruchsvollere Gestaltungstechniken sowie Lackier- und Beschichtungsarbeiten an Holz und Metall dazu. Zwischen dem ersten und zweiten Lehrjahr steht in der Regel eine Zwischenprüfung an. Im dritten Jahr vertiefst du dich in Themen wie Wärmedämmung, Restaurierung oder Beschriftung, bevor die Abschlussprüfung der Handwerkskammer ansteht, die praktische Arbeitsproben und theoretische Prüfungsteile umfasst.
Passt der Beruf zu dir?
Farbgefühl ist wichtig, weil du Kunden bei Farb- und Materialwahl beraten und selbst gestalterisch arbeiten musst. Eine saubere Arbeitsweise ist entscheidend, denn Farbtropfen auf dem Boden oder ungleichmäßige Flächen fallen sofort auf. Kundenfreundlichkeit hilft dir, weil du oft in bewohnten Räumen arbeitest und Rücksicht auf den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner nehmen musst. Weil viele Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten stattfinden, solltest du schwindelfrei sein. Der Beruf eignet sich für alle, die handwerklich und gestalterisch zugleich arbeiten möchten und es mögen, Räume sichtbar zu verändern.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 868 Euro im 1. Lehrjahr, 961 Euro im 2. Lehrjahr und 1.127 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach dem Abschluss arbeitest du in Malerbetrieben, im Ausbau oder in der Gebäudesanierung. Über die Meisterprüfung zum Malermeister oder zur Malermeisterin kannst du später selbst ausbilden und einen Betrieb leiten oder gründen. Wer sich auf Farbtechnik spezialisieren möchte, kann sich zum Farb- und Lacktechniker oder zur Farb- und Lacktechnikerin weiterbilden. Für historische Gebäude gibt es die Weiterbildung zum Restaurator oder zur Restauratorin im Handwerk, und mit entsprechender Vorbildung ist auch ein Studium der Farbtechnik möglich.
Gut zu wissen
Der Beruf ist eng verwandt mit dem Stuckateur, dem Bodenleger und dem Fahrzeuglackierer, die in verwandten Materialien und Techniken arbeiten. Arbeiten auf dem Gerüst oder an Fassaden bedeuten Wetterabhängigkeit, weshalb ein Teil der Aufträge saisonal schwankt. Wegen der energetischen Sanierung vieler Gebäude gilt die Nachfrage nach Fachkräften in diesem Beruf als stabil bis wachsend.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Farbgefühl
- • saubere Arbeitsweise
- • Kundenfreundlichkeit
- • Schwindelfreiheit
Wichtige Schulfächer
- • Kunst
- • Chemie
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Baustelle
- Wohnungen
- Gerüst
- Werkstatt
Nach der Ausbildung
- Malermeister/in
- Farb- und Lacktechniker/in
- Restaurator/in im Handwerk
- Studium Farbtechnik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Maler/in und Lackierer/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Maler/in und Lackierer/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 868 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.127 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 35.472 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Kunst, Chemie und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Farbgefühl, saubere Arbeitsweise, Kundenfreundlichkeit und Schwindelfreiheit.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Malermeister/in, Farb- und Lacktechniker/in, Restaurator/in im Handwerk oder Studium Farbtechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 2.900 Euro brutto im Monat.