Das machst du in der Ausbildung
- Pferde füttern, pflegen und gesund erhalten
- Pferde bewegen, trainieren und ausbilden
- Ställe und Anlagen instand halten
- Zucht und Aufzucht begleiten
- Reitunterricht und Kundenbetreuung unterstützen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Pferdewirt/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 11.652 € im Jahr
entspricht 12.516 € im Jahr
entspricht 13.452 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
37.620 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.200–2.900 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Pferdewirt/in?
Dein Arbeitstag beginnt meist im Stall: Pferde füttern, Boxen ausmisten, Gesundheitszustand kontrollieren – ist ein Tier lahm, hat es Fieber, frisst es schlecht? Danach geht es an die eigentliche Arbeit mit dem Pferd: bewegen, longieren, reiten, junge Pferde behutsam an den Sattel gewöhnen oder erfahrene Sportpferde weiter ausbilden. Je nach Schwerpunkt kannst du dich auf klassische Reitausbildung, Pferdezucht und Haltung, Pferderennen oder spezielle Reitweisen wie Westernreiten konzentrieren. Zur Arbeit gehört auch, Ställe, Weiden und Reitanlagen instand zu halten, damit die Pferde sicher untergebracht sind. In der Zucht begleitest du Stuten während der Trächtigkeit und die Aufzucht von Fohlen. Auf vielen Reitanlagen unterstützt du außerdem den Reitunterricht und die Betreuung von Einstellern, die ihre eigenen Pferde untergebracht haben.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und ist dual organisiert: Du arbeitest im Ausbildungsbetrieb, etwa einem Gestüt oder einer Reitanlage, und besuchst zusätzlich die Berufsschule. Zuständig ist hier nicht die IHK, sondern die Landwirtschaftskammer. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Pferdehaltung, -pflege und -fütterung. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in deinen gewählten Schwerpunkt, etwa Zucht oder Ausbildung junger Pferde, und übernimmst mehr Verantwortung im Umgang mit den Tieren. Im dritten Jahr arbeitest du zunehmend selbstständig und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Eine Zwischenprüfung nach der ersten Ausbildungshälfte überprüft, ob die Grundlagen sitzen. Reitpraktische Prüfungsteile gehören zur Abschlussprüfung dazu.
Passt der Beruf zu dir?
Reiterfahrung ist eine wichtige Voraussetzung, denn du arbeitest von Anfang an eng mit Pferden zusammen und solltest bereits sicher im Sattel sitzen. Ausdauer brauchst du, weil die Arbeit körperlich anstrengend ist – schwere Säcke tragen, Ställe ausmisten, bei jedem Wetter draußen sein. Geduld ist unverzichtbar, denn Pferde lassen sich nicht hetzen, und ein junges Pferd behutsam auszubilden dauert seine Zeit. Weil Pferde große, kräftige Tiere sind, die auch unberechenbar reagieren können, ist Verantwortungsbewusstsein für deine eigene Sicherheit und die der Tiere entscheidend. Wer sich einen Beruf mit geregelten Arbeitszeiten und wenig körperlicher Anstrengung wünscht, ist hier fehl am Platz.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 971 Euro im 1. Lehrjahr, 1.043 Euro im 2. Lehrjahr und 1.121 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Abschlussprüfung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen etwa 2.200 und 2.900 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Schwerpunkt. Pferdewirt/innen arbeiten anschließend auf Gestüten, Reitanlagen oder in Rennställen, manche machen sich später selbstständig. Mit der Meisterprüfung zum/zur Pferdewirtschaftsmeister/in kannst du selbst ausbilden und einen Betrieb leiten. Auch Trainer-Lizenzen für bestimmte Disziplinen sind eine mögliche Weiterbildung, ebenso ein Studium der Pferdewissenschaft, wenn dich Forschung oder Beratung rund ums Pferd interessieren.
Gut zu wissen
Der Beruf bedeutet Arbeit an sieben Tagen die Woche, denn Pferde müssen auch am Wochenende versorgt werden – häufig im Schichtsystem mit freien Tagen unter der Woche. Frühes Aufstehen gehört zum Alltag, ebenso Arbeit bei Kälte, Nässe und Wind. Verletzungsrisiken durch die Arbeit mit großen Tieren lassen sich nie ganz ausschließen. Wer diese Bedingungen kennt und trotzdem für Pferde brennt, findet in diesem Beruf eine seltene Verbindung aus Naturverbundenheit und Tierarbeit.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Reiterfahrung
- • Ausdauer
- • Geduld
- • Verantwortungsbewusstsein
Wichtige Schulfächer
- • Biologie
- • Sport
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Reitanlage
- Gestüt
- Stall
Nach der Ausbildung
- Pferdewirtschaftsmeister/in
- Trainer-Lizenzen
- Studium Pferdewissenschaft
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Pferdewirt/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Pferdewirt/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 971 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.121 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 37.620 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Sport und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Reiterfahrung, Ausdauer, Geduld und Verantwortungsbewusstsein.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Pferdewirtschaftsmeister/in, Trainer-Lizenzen oder Studium Pferdewissenschaft. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.200 und 2.900 Euro brutto im Monat.