Das machst du in der Ausbildung
- Tiere füttern und Gehege reinigen
- Verhalten beobachten und dokumentieren
- Bei tierärztlichen Behandlungen assistieren
- Gehege gestalten und Beschäftigung bieten
- Besucher informieren oder Versuchsprotokolle führen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Tierpfleger/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.592 € im Jahr
entspricht 15.240 € im Jahr
entspricht 15.972 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
45.804 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.400–3.000 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Tierpfleger/in?
Im Zoo, im Tierheim oder in einer Forschungseinrichtung sorgst du dafür, dass es den Tieren gut geht. Du fütterst sie nach individuellem Speiseplan, reinigst Gehege und Ställe und beobachtest das Verhalten der Tiere genau, um Krankheiten oder Auffälligkeiten früh zu erkennen. Bei tierärztlichen Behandlungen assistierst du, hältst Tiere ruhig oder reichst Instrumente. Du gestaltest Gehege mit und sorgst für Beschäftigung, damit sich die Tiere artgerecht verhalten können. Je nach Einsatzort informierst du Besucher über die Tiere oder führst in Forschungseinrichtungen Versuchsprotokolle. Auch die Vorbereitung von Futter, das Führen von Bestandslisten und die Zusammenarbeit mit Tierärzten gehören zu deinem Arbeitsalltag.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundpflege verschiedener Tierarten und den sicheren Umgang mit ihnen, im zweiten Jahr kommen Verhaltensbeobachtung, Gehegegestaltung und die Assistenz bei tierärztlichen Eingriffen dazu. Im dritten Jahr spezialisierst du dich, je nach Fachrichtung, etwa auf Zootierpflege, Tierheim oder Forschung und Klinik. Nach der ersten Ausbildungshälfte steht die Zwischenprüfung an, am Ende die Abschlussprüfung vor der IHK.
Passt der Beruf zu dir?
Tierliebe ist die Grundlage, aber genauso wichtig ist Distanz: Du bist für das Wohl der Tiere verantwortlich, nicht für Kuscheln nach Lust und Laune. Sorgfalt schützt Tiere und dich selbst, etwa beim Umgang mit größeren oder wehrhaften Arten. Körperliche Fitness brauchst du, weil die Arbeit oft im Stehen, Bücken und bei jedem Wetter stattfindet, außerdem gehören Wochenend- und Feiertagsdienste zum Alltag, weil Tiere auch am Sonntag versorgt werden müssen. Eine gute Beobachtungsgabe hilft dir, kleine Veränderungen im Verhalten der Tiere frühzeitig zu bemerken. Da du oft im Freien arbeitest, solltest du dich an wechselndes Wetter und unregelmäßige Arbeitszeiten gewöhnen können.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.216 Euro im 1. Lehrjahr, 1.270 Euro im 2. Lehrjahr und 1.331 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Prüfung steigst du orientierungsweise mit 2.400 bis 3.000 Euro brutto im Monat ein, abhängig von Einrichtung und Fachrichtung. Über die Meisterprüfung kannst du Verantwortung für einen Tierbestand oder eine Abteilung übernehmen, oder du wechselst innerhalb des Berufs in eine andere Fachrichtung. Auch ein Studium der Biologie ist ein möglicher Weg, wenn du dich später stärker mit Forschung oder Artenschutz beschäftigen willst.
Gut zu wissen
Ausbildungsplätze in Zoos sind begehrt und entsprechend gefragt, ein Praktikum vorab hilft, den Alltag realistisch einzuschätzen. Verwandte Berufe wie Tiermedizinischer Fachangestellter oder Tierwirt zeigen dir, wie eng Tierpflege mit Tiermedizin und Landwirtschaft verwandt ist. Wer bereit ist, auch an Feiertagen zu arbeiten und Verantwortung für Lebewesen zu übernehmen, findet hier einen Beruf mit viel praktischer Naturnähe. Wer sich später spezialisieren will, kann sich zwischen Fachrichtungen wie Zoo, Wildtierhaltung oder Forschung entscheiden.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Tierliebe mit Distanz
- • Sorgfalt
- • körperliche Fitness
- • Beobachtungsgabe
Wichtige Schulfächer
- • Biologie
- • Chemie
- • Deutsch
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Zoo
- Tierheim
- Forschungseinrichtung
Nach der Ausbildung
- Tierpflegermeister/in
- Fachrichtungswechsel
- Studium Biologie
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Tierpfleger/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Tierpfleger/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.216 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.331 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 45.804 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Chemie und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem Tierliebe mit Distanz, Sorgfalt, körperliche Fitness und Beobachtungsgabe.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Tierpflegermeister/in, Fachrichtungswechsel oder Studium Biologie. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 3.000 Euro brutto im Monat.