Das machst du in der Ausbildung
- Zellkulturen anlegen und pflegen
- Mikrobiologische Untersuchungen durchführen
- Proben präparieren und mikroskopieren
- Molekularbiologische Methoden anwenden
- Versuche protokollieren und auswerten
Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr
So viel bekommst du als Biologielaborant/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.424 € im Jahr
entspricht 15.240 € im Jahr
entspricht 15.876 € im Jahr
entspricht 16.884 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
53.982 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
3.100–3.800 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Biologielaborant?
Du arbeitest mit dem, was man mit bloßem Auge kaum sieht: Zellen, Bakterien, Gewebe und Erbmaterial. Du legst Zellkulturen an und pflegst sie über Wochen unter sterilen Bedingungen, damit sie für Versuche zur Verfügung stehen. Du führst mikrobiologische Untersuchungen durch, etwa um Bakterienstämme zu bestimmen, präparierst Proben und untersuchst sie unter dem Mikroskop. Molekularbiologische Methoden wie die Analyse von DNA gehören ebenso zu deinen Aufgaben. Jeden Versuch protokollierst du genau und wertest die Ergebnisse aus, denn in der Forschung zählt nur, was sauber dokumentiert und nachvollziehbar ist. Du arbeitest damit an der Schnittstelle zwischen praktischer Laborarbeit und wissenschaftlicher Fragestellung.
So läuft die Ausbildung ab
Die duale Ausbildung dauert 42 Monate, also dreieinhalb Jahre, im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Laborarbeit: sicheres Arbeiten mit biologischem Material, Mikroskopie und einfache mikrobiologische Verfahren. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in Zellkultur- und molekularbiologische Methoden, meist begleitet von einer Zwischenprüfung. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig komplexere Versuchsreihen und deren Auswertung. Das angefangene vierte Lehrjahr nutzt du zur Vertiefung deines Spezialgebiets und zur Vorbereitung auf die gestreckte Abschlussprüfung, deren zweiter Teil am Ende der Ausbildung steht.
Passt der Beruf zu dir?
Sorgfalt ist die wichtigste Voraussetzung, weil schon kleine Verunreinigungen einen Versuch unbrauchbar machen können. Interesse an Biologie sollte selbstverständlich sein, denn du beschäftigst dich täglich mit Zellen, Organismen und deren Funktionsweise. Steriles Arbeiten musst du dir zur Routine machen, damit Kulturen nicht kontaminiert werden. Geduld hilft dir, weil manche Versuche sich über Tage oder Wochen hinziehen, bevor ein Ergebnis vorliegt. In der Schule sind Biologie und Chemie fürs Verständnis der Fachinhalte zentral, Mathematik brauchst du für Berechnungen von Konzentrationen und Verdünnungen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.202 Euro im 1. Lehrjahr, 1.270 Euro im 2. Lehrjahr, 1.323 Euro im 3. Lehrjahr und 1.407 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach bestandener Prüfung liegt dein Einstiegsgehalt orientierungsweise zwischen 3.100 und 3.800 Euro brutto im Monat, je nach Arbeitgeber und Region. Gearbeitet wird in Forschungslaboren, an Universitäten oder in Pharmaunternehmen, oft im Team mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Wer sich weiterentwickeln will, kann Biotechniker werden, sich auf Molekularbiologie spezialisieren oder ein Studium der Biologie oder Biotechnologie anschließen und so eigene Forschungsprojekte leiten.
Gut zu wissen
Laborarbeit erfordert oft langes konzentriertes Arbeiten im Stehen oder Sitzen, teils mit potenziell gefährlichen biologischen Materialien, weshalb Schutzkleidung und strikte Sicherheitsvorschriften zum Alltag gehören. Manche Versuche verlangen, dass Kulturen auch außerhalb regulärer Arbeitszeiten kontrolliert oder versorgt werden. Dafür bietet der Beruf spannende Einblicke in aktuelle Forschung, etwa in der Medizin oder Biotechnologie, und ist eine gute Grundlage, falls du später in Richtung Studium oder Spezialisierung weitergehen möchtest.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Sorgfalt
- • Interesse an Biologie
- • steriles Arbeiten
- • Geduld
Wichtige Schulfächer
- • Biologie
- • Chemie
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Forschungslabor
- Universität
- Pharmaunternehmen
Nach der Ausbildung
- Biotechniker/in
- Fachrichtung Molekularbiologie
- Studium Biologie oder Biotechnologie
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Biologielaborant/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Biologielaborant/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.202 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.407 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 53.982 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Chemie und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Sorgfalt, Interesse an Biologie, steriles Arbeiten und Geduld.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Biotechniker/in, Fachrichtung Molekularbiologie oder Studium Biologie oder Biotechnologie. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.100 und 3.800 Euro brutto im Monat.