Labor & Naturwissenschaft

Ausbildung als Technische/r Assistent/in für Chemie

Die schulische Laborausbildung: Analysen durchführen, Geräte bedienen und Ergebnisse dokumentieren.

Dauer
2 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.050 €
Vergütung 2. Jahr
1.130 €
Abschluss bei
Berufsfachschule

Das machst du in der Ausbildung

  • Chemische Analysen durchführen
  • Instrumentelle Messverfahren anwenden
  • Proben vorbereiten und dokumentieren
  • Laborgeräte pflegen
  • Qualitätskontrollen unterstützen

Gehalt im 1. bis 2. Lehrjahr

So viel bekommst du als Technische/r Assistent/in für Chemie während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.050 € / Monat

entspricht 12.600 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.130 € / Monat

entspricht 13.560 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

26.160 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.600–3.200 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Technische/r Assistent/in für Chemie?

Im Labor führst du chemische Analysen durch: Du bestimmst zum Beispiel, welche Stoffe in einer Probe stecken oder in welcher Konzentration ein bestimmter Wirkstoff vorliegt. Dafür nutzt du instrumentelle Messverfahren wie Chromatografie oder Spektroskopie und bedienst die dazugehörigen Geräte. Bevor eine Probe gemessen werden kann, bereitest du sie vor, wiegst ein, verdünnst oder extrahierst, und hältst jeden Schritt sauber dokumentiert fest, damit das Ergebnis nachvollziehbar bleibt. Du pflegst die Laborgeräte, kalibrierst sie und sorgst dafür, dass sie einsatzbereit sind. Bei Qualitätskontrollen, etwa in der Industrie oder in Prüfinstituten, unterstützt du dabei, dass Produkte den vorgeschriebenen Normen entsprechen.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und ist schulisch organisiert: Anders als bei einer dualen Ausbildung findet der überwiegende Teil des Unterrichts an einer Berufsfachschule statt, ergänzt durch Praktika in Laboren, etwa in der Industrie oder in Prüfinstituten. Im ersten Jahr stehen die Grundlagen der analytischen Chemie, Sicherheit im Labor und der Umgang mit Standardgeräten im Vordergrund. Im zweiten Jahr vertiefst du instrumentelle Analysemethoden und bereitest dich auf die Abschlussprüfung vor. Weil es sich um eine schulische Ausbildung handelt, bekommst du in der Regel keine reguläre Ausbildungsvergütung wie in einer dualen Ausbildung, und an manchen privaten Schulen kann sogar Schulgeld anfallen. Informiere dich vorab genau über die Bedingungen an deiner Wunschschule.

Passt der Beruf zu dir?

Genauigkeit ist hier entscheidend, denn schon kleine Ungenauigkeiten beim Pipettieren oder Einwiegen verfälschen ein Analyseergebnis. Du solltest echtes Interesse an Naturwissenschaft mitbringen, weil du dich ständig mit chemischen Zusammenhängen beschäftigst. Sorgfalt beim Dokumentieren und Geduld bei wiederkehrenden Messreihen helfen dir im Laboralltag, der manchmal auch aus vielen ähnlichen Arbeitsschritten hintereinander besteht.

Was du in der Ausbildung verdienst

Da es sich um eine schulische Ausbildung handelt, gibt es keine feste Ausbildungsvergütung im klassischen Sinn; ob und in welcher Höhe während Praktika eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird, hängt vom jeweiligen Praktikumsbetrieb ab. Frage bei der Schule und bei Praktikumsstellen konkret nach, wie dort finanziell geregelt ist.

Nach der Ausbildung

Nach dem Abschluss steigst du meist mit 2600 bis 3200 Euro brutto im Monat ein, etwa in Laboren, Prüfinstituten oder Industriebetrieben. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Chemietechniker weiterbilden und mehr Verantwortung in der Prozesskontrolle übernehmen, oder in Richtung Laborleitung wachsen. Wer tiefer in die Wissenschaft einsteigen möchte, kann anschließend Chemie studieren und dabei von den praktischen Laborkenntnissen aus der Ausbildung profitieren.

Gut zu wissen

Weil die Ausbildung schulisch ist, lohnt sich ein genauer Blick auf die einzelne Schule: Manche sind staatlich und kostenfrei, andere privat mit Schulgeld. Auch die Qualität und Ausstattung der Labore unterscheidet sich, deshalb ist es sinnvoll, mehrere Schulen zu vergleichen und wenn möglich einen Schnuppertag zu nutzen. Die kürzere Ausbildungsdauer von zwei Jahren macht diesen Weg attraktiv für alle, die schnell in den Beruf einsteigen möchten, dafür ist der Praxisanteil im Vergleich zu einer dualen Laborausbildung geringer.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Genauigkeit
  • • Interesse an Naturwissenschaft
  • • Sorgfalt
  • • Geduld

Wichtige Schulfächer

  • • Chemie
  • • Mathematik
  • • Physik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Labor
  • Prüfinstitut
  • Industriebetrieb

Nach der Ausbildung

  • Chemietechniker/in
  • Studium Chemie
  • Laborleitung

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Technische/r Assistent/in für Chemie?

Die Regelausbildungszeit beträgt 2 Jahre (24 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Technische/r Assistent/in für Chemie?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.050 Euro brutto im Monat, im 2. Lehrjahr rund 1.130 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 26.160 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Chemie, Mathematik und Physik. Mitbringen solltest du vor allem Genauigkeit, Interesse an Naturwissenschaft, Sorgfalt und Geduld.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Chemietechniker/in, Studium Chemie oder Laborleitung. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.200 Euro brutto im Monat.

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