Das machst du in der Ausbildung
- Proben vorbereiten und analysieren
- Synthesen durchführen und Stoffe herstellen
- Messgeräte bedienen und kalibrieren
- Ergebnisse auswerten und dokumentieren
- Sicherheits- und Umweltvorgaben einhalten
Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr
So viel bekommst du als Chemielaborant/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.376 € im Jahr
entspricht 15.216 € im Jahr
entspricht 16.056 € im Jahr
entspricht 17.184 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
54.240 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
3.200–3.900 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Chemielaborant?
Im Labor beginnt deine Arbeit oft mit einer Probe: Du bereitest sie vor, wählst die passende Analysemethode und findest heraus, welche Stoffe enthalten sind oder wie rein ein Produkt ist. Du führst auch selbst Synthesen durch, stellst also gezielt neue Stoffe oder Zwischenprodukte her, indem du Chemikalien nach genauem Verfahren zusammenbringst und reagieren lässt. Dabei bedienst und kalibrierst du Messgeräte wie Spektrometer oder Chromatographen, damit die Ergebnisse verlässlich sind. Jedes Ergebnis wertest du aus und dokumentierst es sorgfältig, weil andere im Betrieb, etwa in der Qualitätssicherung oder Forschung, sich auf deine Daten verlassen. Weil du mit teils gefährlichen Stoffen arbeitest, hältst du dich konsequent an Sicherheits- und Umweltvorgaben, vom Tragen der Schutzausrüstung bis zur korrekten Entsorgung von Chemikalienresten. Je nach Betrieb arbeitest du in der Forschung an neuen Produkten mit oder in der Qualitätssicherung, wo du prüfst, ob bereits produzierte Ware den Vorgaben entspricht.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und läuft dual zwischen Labor und Berufsschule. Im ersten und zweiten Lehrjahr lernst du grundlegende Labortechniken, den sicheren Umgang mit Chemikalien und einfache Analyseverfahren. Eine Zwischenprüfung nach etwa der Hälfte der Zeit prüft deine Grundkenntnisse. Im dritten Lehrjahr kommen komplexere Synthesen und instrumentelle Analytik dazu, oft mit einer Spezialisierung, etwa auf organische oder analytische Chemie. Im angefangenen vierten Lehrjahr vertiefst du dich weiter und bereitest dich auf die gestreckte Abschlussprüfung der IHK vor, die praktische Laborarbeiten und theoretisches Wissen umfasst.
Passt der Beruf zu dir?
Genauigkeit ist die wichtigste Eigenschaft, weil kleinste Abweichungen bei der Dosierung ein Ergebnis verfälschen können. Interesse an Chemie solltest du mitbringen, denn du beschäftigst dich täglich mit chemischen Reaktionen und deren Hintergründen. Geduld ist gefragt, wenn eine Synthese mehrere Stunden dauert oder ein Analyseergebnis erst nach mehreren Wiederholungen eindeutig wird. Verantwortungsbewusstsein ist beim Umgang mit gefährlichen Stoffen unverzichtbar. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn dir konzentrierte, oft kleinteilige Arbeit im Labor oder der Umgang mit Schutzkleidung und Sicherheitsvorschriften zu einengend erscheint.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.198 Euro im 1. Lehrjahr, 1.268 Euro im 2. Lehrjahr, 1.338 Euro im 3. Lehrjahr und 1.432 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung verdienst du meist zwischen 3.200 und 3.900 Euro brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du dich zum Chemietechniker weiterbilden und mehr Verantwortung in Projekten übernehmen, den Industriemeister Chemie machen oder mit entsprechender Vorbildung Chemie studieren, wenn dich Forschung stärker interessiert als der Laboralltag.
Gut zu wissen
Der Beruf ist eine gute Grundlage für alle, die sich für Naturwissenschaft interessieren, aber nicht direkt ein Studium beginnen wollen. Viele Chemielaboranten entscheiden sich später doch für ein Studium, weil sie durch die Ausbildung gemerkt haben, dass sie tiefer in die Chemie einsteigen möchten, die praktische Vorerfahrung hilft dabei oft.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Genauigkeit
- • Interesse an Chemie
- • Geduld
- • Verantwortungsbewusstsein
Wichtige Schulfächer
- • Chemie
- • Mathematik
- • Physik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Labor
- Forschungsabteilung
- Qualitätssicherung
Nach der Ausbildung
- Chemietechniker/in
- Industriemeister/in Chemie
- Studium Chemie
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Chemielaborant/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Chemielaborant/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.198 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.432 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 54.240 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Chemie, Mathematik und Physik. Mitbringen solltest du vor allem Genauigkeit, Interesse an Chemie, Geduld und Verantwortungsbewusstsein.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Chemietechniker/in, Industriemeister/in Chemie oder Studium Chemie. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.200 und 3.900 Euro brutto im Monat.