Gesundheit & Pflege

Ausbildung als Tiermedizinische/r Fachangestellte/r

Du betreust Tiere und ihre Halter in der Tierarztpraxis – von der Assistenz im OP bis zur Abrechnung.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
914 €
Vergütung 3. Jahr
1.129 €
Abschluss bei
Tierärztekammer

Das machst du in der Ausbildung

  • Tiere fixieren und bei Behandlungen assistieren
  • Laborproben untersuchen und Röntgenbilder anfertigen
  • Operationen vorbereiten und Instrumente sterilisieren
  • Tierhalter beraten und Termine vergeben
  • Praxisabrechnung und Warenwirtschaft erledigen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Tiermedizinische/r Fachangestellte/r während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 914 € / Monat

entspricht 10.968 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.017 € / Monat

entspricht 12.204 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.129 € / Monat

entspricht 13.548 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

36.720 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.200–2.800 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Tiermedizinische/r Fachangestellte/r?

In der Tierarztpraxis bist du die rechte Hand des Tierarztes oder der Tierärztin. Du fixierst Tiere sanft, damit sie ruhig bleiben, und assistierst bei Untersuchungen und Behandlungen. Laborproben wie Blut oder Kot untersuchst du im praxiseigenen Labor, außerdem fertigst du Röntgenbilder an. Vor Operationen bereitest du den OP vor und sterilisierst Instrumente, damit alles hygienisch einwandfrei ist. Tierhalter berätst du zu Impfungen, Fütterung oder Nachsorge und vergibst Termine, und im Hintergrund erledigst du die Praxisabrechnung sowie die Warenwirtschaft für Medikamente und Verbrauchsmaterial. Bei größeren Praxen oder Kliniken übernimmst du zudem organisatorische Aufgaben, etwa die Koordination mehrerer Behandlungsräume.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual zwischen Tierarztpraxis oder Tierklinik und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du den Umgang mit Tieren, einfache Assistenztätigkeiten und Grundlagen der Praxisorganisation, im zweiten Jahr kommen Labordiagnostik und Röntgentechnik dazu. Im dritten Jahr übernimmst du anspruchsvollere Aufgaben in OP-Assistenz und Abrechnung und vertiefst deine Kenntnisse in der Beratung von Tierhaltern. Nach der ersten Ausbildungshälfte steht die Zwischenprüfung an, am Ende die Abschlussprüfung vor der Tierärztekammer.

Passt der Beruf zu dir?

Tierliebe gehört selbstverständlich dazu, ebenso wichtig ist Ruhe im Umgang mit Tieren, die Angst oder Schmerzen haben und deshalb unberechenbar reagieren können. Belastbarkeit hilft dir, wenn ein Notfall hereinkommt oder ein Tier trotz Behandlung nicht gerettet werden kann, das gehört leider auch zum Beruf. Sorgfalt ist bei der Vorbereitung von Operationen und im Labor unerlässlich, kleine Fehler können hier Folgen haben. Auch psychische Stabilität hilft dir, weil du gelegentlich schwierige Gespräche mit besorgten oder trauernden Tierhaltern führst.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 914 Euro im 1. Lehrjahr, 1.017 Euro im 2. Lehrjahr und 1.129 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Prüfung steigst du orientierungsweise mit 2.200 bis 2.800 Euro brutto im Monat ein, abhängig von Praxis und Region. Über die Fachassistenz für Tierheilkunde kannst du dich auf Bereiche wie Anästhesie oder Zahnheilkunde spezialisieren, oder du übernimmst als Praxismanager organisatorische Verantwortung. Wer sich für den Weg zur Tierärztin oder zum Tierarzt entscheidet, kann später ein Studium der Veterinärmedizin anschließen.

Gut zu wissen

Der Beruf ist emotional fordernd, weil du auch schwierige Situationen wie das Einschläfern von Tieren miterlebst, das sollte dir vorher bewusst sein. Verwandte Berufe wie Medizinischer Fachangestellter oder Tierpfleger zeigen angrenzende Bereiche zwischen Humanmedizin und Tierhaltung. Wer Tiere mag und gleichzeitig medizinisches Interesse hat, findet hier einen abwechslungsreichen Beruf mit viel direktem Kontakt zu Tieren und ihren Haltern. Je nach Praxis kannst du dich später auf Kleintiere, Pferde oder Nutztiere spezialisieren.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Tierliebe
  • • Ruhe im Umgang mit Tieren
  • • Belastbarkeit
  • • Sorgfalt

Wichtige Schulfächer

  • • Biologie
  • • Chemie
  • • Deutsch

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Tierarztpraxis
  • Tierklinik
  • Labor

Nach der Ausbildung

  • Fachassistenz für Tierheilkunde
  • Praxismanager/in
  • Studium Veterinärmedizin

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Tiermedizinische/r Fachangestellte/r?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Tiermedizinische/r Fachangestellte/r?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 914 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.129 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 36.720 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Chemie und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem Tierliebe, Ruhe im Umgang mit Tieren, Belastbarkeit und Sorgfalt.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Fachassistenz für Tierheilkunde, Praxismanager/in oder Studium Veterinärmedizin. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.200 und 2.800 Euro brutto im Monat.

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