Das machst du in der Ausbildung
- Arzneimittel bestellen und Lieferungen prüfen
- Waren einräumen und Verfallsdaten überwachen
- Rezepte erfassen und mit Kassen abrechnen
- Kunden im Freiwahlbereich beraten
- Preise kalkulieren und Statistiken führen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 10.488 € im Jahr
entspricht 11.124 € im Jahr
entspricht 11.604 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
33.216 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.300–2.900 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r?
Während der Apotheker oder die Apothekerin Arzneimittel abgibt und berät, sorgst du im Hintergrund dafür, dass die Apotheke als Betrieb funktioniert. Du bestellst Arzneimittel und andere Waren, prüfst Lieferungen auf Vollständigkeit und räumst sie ein, wobei du auch Verfallsdaten im Blick behältst, damit keine abgelaufene Ware im Regal liegt. Du erfasst Rezepte und rechnest sie mit den Krankenkassen ab, führst Kassenvorgänge durch und berätst Kunden im Freiwahlbereich, also bei Produkten wie Kosmetik oder Nahrungsergänzung, die ohne Rezept erhältlich sind. Dazu kalkulierst du Preise und führst Statistiken zu Umsatz und Bestand. Gearbeitet wird in der Apotheke selbst, im Lager oder im Backoffice, meist mit direktem Kundenkontakt an der Kasse.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual: Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab, mit Fächern wie Chemie, Biologie und Mathematik. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Warenwirtschaft, einfache Rezeptbearbeitung und Kassentätigkeiten. Im zweiten Jahr kommen Abrechnung mit Krankenkassen, Bestellwesen und intensivere Kundenberatung im Freiwahlbereich dazu. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig Bestellungen und Statistiken und vertiefst dein Wissen zu Arzneimittelrecht und Preisbildung. Eine Zwischenprüfung liegt in der Mitte der Ausbildung, am Ende steht die Abschlussprüfung vor der IHK.
Passt der Beruf zu dir?
Sorgfalt ist entscheidend, weil falsch erfasste Rezepte oder übersehene Verfallsdaten echte Konsequenzen haben können. Ordnungssinn hilft dir bei Lagerorganisation und Warenwirtschaft, dazu Freundlichkeit im täglichen Kundenkontakt, auch wenn Kunden manchmal krank oder gestresst sind. Zahlenverständnis brauchst du für Kalkulation und Abrechnung. Ehrlich dazu gehört: Der Job bedeutet oft Samstagsarbeit und in manchen Apotheken auch Not- oder Spätdienste, und du bist nicht die medizinisch beratende Fachkraft – diese Rolle übernimmt der Apotheker oder die Apothekerin beziehungsweise die PTA.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 874 Euro im 1. Lehrjahr, 927 Euro im 2. Lehrjahr und 967 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung liegt der Einstieg laut Orientierungswerten zwischen etwa 2300 und 2900 Euro brutto im Monat, je nach Apotheke und Region. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Fachwirt oder zur Fachwirtin für Apothekenmanagement weiterbilden, eine Ausbildung zum PTA anschließen, um näher an die pharmazeutische Beratung zu rücken, oder ein Studium zum Betriebswirt beziehungsweise zur Betriebswirtin aufnehmen.
Gut zu wissen
Verwandt sind der Drogist beziehungsweise die Drogistin, der medizinische Fachangestellte beziehungsweise die medizinische Fachangestellte und der Pharmakant beziehungsweise die Pharmakantin – wer sich mehr für die Herstellung von Arzneimitteln als für den Verkauf interessiert, findet dort eine passende Alternative. Der Beruf eignet sich für alle, die gerne organisieren und dabei nah am Gesundheitswesen arbeiten möchten, ohne selbst medizinisch zu beraten.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Sorgfalt
- • Ordnungssinn
- • Freundlichkeit
- • Zahlenverständnis
Wichtige Schulfächer
- • Chemie
- • Biologie
- • Mathematik
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Apotheke
- Lager
- Backoffice
Nach der Ausbildung
- Fachwirt/in Apothekenmanagement
- Ausbildung zum/zur PTA
- Betriebswirt/in
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 874 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 967 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 33.216 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Chemie, Biologie und Mathematik. Mitbringen solltest du vor allem Sorgfalt, Ordnungssinn, Freundlichkeit und Zahlenverständnis.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Fachwirt/in Apothekenmanagement, Ausbildung zum/zur PTA oder Betriebswirt/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.300 und 2.900 Euro brutto im Monat.