Das machst du in der Ausbildung
- Kunden zu Pflege- und Gesundheitsprodukten beraten
- Sortimente pflegen und Ware präsentieren
- Bestellungen auslösen und Lagerbestände prüfen
- Kassieren und abrechnen
- Rechtliche Vorgaben zu Produkten beachten
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Drogist/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.044 € im Jahr
entspricht 14.412 € im Jahr
entspricht 16.080 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
43.536 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.400–3.000 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Drogist?
Im Drogeriemarkt stehst du zwischen Regalen voller Kosmetik-, Gesundheits- und Haushaltsprodukte und berätst Kundinnen und Kunden, welches Produkt zu ihrem Anliegen passt. Dafür musst du wissen, welche Inhaltsstoffe in Cremes, Reinigungsmitteln oder Nahrungsergänzungen stecken und wie sie wirken. Du pflegst die Sortimente, sorgst für eine ansprechende Warenpräsentation und löst Bestellungen aus, wenn ein Artikel zur Neige geht. Auch das Kassieren und Abrechnen gehört zu deinen Aufgaben, ebenso das Prüfen der Lagerbestände. Weil manche Produkte, etwa bestimmte Arzneimittel oder Reinigungschemikalien, besonderen Vorschriften unterliegen, musst du auch die rechtlichen Vorgaben zu diesen Produkten kennen und beachten.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt: im Betrieb, meist einem Drogeriemarkt, in der Berufsschule mit den Fächern Chemie, Biologie und Wirtschaft. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Warenkunde und den Verkauf, später kommen vertiefte Kenntnisse zu Inhaltsstoffen, Beratung bei Gesundheitsprodukten und rechtliche Vorgaben dazu. Eine Zwischenprüfung nach etwa anderthalb Jahren zeigt deinen Ausbildungsstand, am Ende steht die Abschlussprüfung bei der IHK.
Passt der Beruf zu dir?
Der Beruf passt zu dir, wenn du gerne berätst und dich für Chemie und Gesundheit interessierst, denn ohne dieses Wissen wirkt eine Beratung schnell oberflächlich. Freundlichkeit ist im täglichen Kundenkontakt wichtig, Sorgfalt brauchst du beim Umgang mit sensiblen Produkten und rechtlichen Vorgaben. Wenn dich Verkaufsdruck, stehende Tätigkeit und der Umgang mit vielen unterschiedlichen Kundenanliegen grundsätzlich stören, solltest du dir den Alltag im Drogeriemarkt vorher genauer ansehen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.087 Euro im 1. Lehrjahr, 1.201 Euro im 2. Lehrjahr und 1.340 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung arbeitest du in Drogeriemärkten, oft mit Aussicht auf mehr Verantwortung im Verkaufsraum. Mit einer Weiterbildung zum Handelsfachwirt oder zur Handelsfachwirtin übernimmst du kaufmännische Führungsaufgaben, als Filialleiter oder Filialleiterin verantwortest du einen ganzen Markt. Wer sich auf Kosmetik spezialisieren möchte, kann sich zum Kosmetikfachberater oder zur Kosmetikfachberaterin weiterbilden und Kundinnen und Kunden noch gezielter beraten.
Gut zu wissen
Die Arbeit findet überwiegend im Verkaufsraum statt, oft im Stehen und mit direktem Kundenkontakt den ganzen Tag über. Samstagsarbeit gehört im Einzelhandel dazu, weil dann besonders viel eingekauft wird. Der Drogeriemarkt hat sich in den letzten Jahren stark verändert, mit größerem Angebot an Naturkosmetik und Gesundheitsprodukten, was das Berufsbild fachlich anspruchsvoller gemacht hat. Anders als im klassischen Einzelhandel brauchst du dafür ein gewisses Grundwissen zu Wirkstoffen und Anwendungsgebieten, das du dir während der Ausbildung Stück für Stück aneignest und im Alltag immer wieder aktualisieren musst, weil ständig neue Produkte ins Sortiment kommen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Beratungsfreude
- • Interesse an Chemie und Gesundheit
- • Freundlichkeit
- • Sorgfalt
Wichtige Schulfächer
- • Chemie
- • Biologie
- • Wirtschaft
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Drogeriemarkt
- Verkaufsraum
- Lager
Nach der Ausbildung
- Handelsfachwirt/in
- Filialleiter/in
- Kosmetikfachberater/in
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Drogist/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Drogist/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.087 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.340 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 43.536 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Chemie, Biologie und Wirtschaft. Mitbringen solltest du vor allem Beratungsfreude, Interesse an Chemie und Gesundheit, Freundlichkeit und Sorgfalt.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Handelsfachwirt/in, Filialleiter/in oder Kosmetikfachberater/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 3.000 Euro brutto im Monat.