Handwerk & Gestaltung

Ausbildung als Kosmetiker/in

Du pflegst Haut, führst Behandlungen durch und berätst zu Kosmetik – oft im Studio, teils auf Wellness spezialisiert.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
700 €
Vergütung 3. Jahr
900 €
Abschluss bei
HWK/Berufsfachschule

Das machst du in der Ausbildung

  • Hauttypen analysieren und Behandlungen planen
  • Gesichtsbehandlungen und Massagen durchführen
  • Make-up und Wimpernstyling anbieten
  • Kunden zu Pflegeprodukten beraten
  • Hygiene sichern und Termine verwalten

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Kosmetiker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 700 € / Monat

entspricht 8.400 € im Jahr

2. Lehrjahr 800 € / Monat

entspricht 9.600 € im Jahr

3. Lehrjahr 900 € / Monat

entspricht 10.800 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

28.800 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.100–2.700 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Kosmetiker/in?

Bevor du eine Behandlung beginnst, analysierst du den Hauttyp der Kundin oder des Kunden und planst darauf abgestimmt die passende Pflege. Du führst Gesichtsbehandlungen und Massagen durch, die sowohl der Entspannung als auch der Hautverbesserung dienen, und bietest auf Wunsch Make-up oder Wimpernstyling an. Zu deinen Aufgaben gehört auch die Beratung zu Pflegeprodukten für zu Hause, damit die Behandlung im Studio länger wirkt. Hygiene hat einen hohen Stellenwert, weil du mit Haut und teils mit Nadeln oder Geräten arbeitest, außerdem verwaltest du Termine und den Ablauf im Studio.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und wird je nach Bundesland und Betrieb entweder dual über die Handwerkskammer oder schulisch über eine Berufsfachschule angeboten, informiere dich vorab, welche Variante bei dir infrage kommt. In der dualen Variante wechselst du zwischen Kosmetikstudio und Berufsschule, im ersten Lehrjahr lernst du Hautanalyse und Grundbehandlungen, im zweiten Jahr kommen anspruchsvollere Behandlungen und Beratung dazu, im dritten Jahr vertiefst du Spezialgebiete wie Make-up oder Wellnessanwendungen. In der schulischen Variante läuft der Unterricht überwiegend an der Schule, ergänzt durch Praktika, teils mit Schulgeld statt klassischer Ausbildungsvergütung. In der dualen Ausbildung steht nach der ersten Hälfte die Zwischenprüfung an, am Ende die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer.

Passt der Beruf zu dir?

Feingefühl brauchst du für Behandlungen im Gesicht, wo Druck und Berührung genau dosiert sein müssen. Freundlichkeit ist wichtig, weil Kundinnen und Kunden sich bei dir wohlfühlen sollen, Sorgfalt schützt vor Hautreizungen oder Fehlern bei der Produktauswahl. Interesse an Chemie hilft dir, Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten zu verstehen und passend zu beraten. Der Beruf verlangt Stehvermögen und oft auch Samstagsarbeit, weil viele Kunden am Wochenende Zeit für Behandlungen haben.

Was du in der Ausbildung verdienst

Als Orientierung gelten für die drei Lehrjahre etwa 700, 800 und 900 Euro brutto im Monat, sofern es sich um eine duale Ausbildung mit klassischer Ausbildungsvergütung handelt. In schulischen Varianten kann die Vergütung anders geregelt sein oder ganz entfallen, teils fällt stattdessen Schulgeld an. In der dualen Ausbildung greift zusätzlich die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung als unterste Grenze.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung steigst du orientierungsweise mit 2.100 bis 2.700 Euro brutto im Monat ein, abhängig vom Studio und der Region. Über die Kosmetikermeisterprüfung kannst du dich selbstständig machen oder ein eigenes Studio führen. Auch eine Spezialisierung zum Fachkosmetiker, etwa im Bereich medizinische Kosmetik, oder ein Studium der Kosmetikwissenschaft sind mögliche weitere Schritte.

Gut zu wissen

Der Beruf lässt sich auf klassische Kosmetikstudios, Wellnesshotels oder Parfümerien ausrichten, die Arbeitsalltage unterscheiden sich entsprechend. Verwandte Berufe wie Friseur, Drogist oder Masseur und medizinischer Bademeister zeigen angrenzende Bereiche zwischen Beauty, Handel und Gesundheit. Wer gerne mit Menschen arbeitet und ein Gespür für Pflege und Ästhetik hat, findet hier einen vielseitigen Beruf.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Feingefühl
  • • Freundlichkeit
  • • Sorgfalt
  • • Interesse an Chemie

Wichtige Schulfächer

  • • Biologie
  • • Chemie
  • • Kunst

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Kosmetikstudio
  • Wellnesshotel
  • Parfümerie

Nach der Ausbildung

  • Kosmetikermeister/in
  • Fachkosmetiker/in
  • Studium Kosmetikwissenschaft

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Kosmetiker/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Kosmetiker/in?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 700 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 900 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 28.800 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Chemie und Kunst. Mitbringen solltest du vor allem Feingefühl, Freundlichkeit, Sorgfalt und Interesse an Chemie.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Kosmetikermeister/in, Fachkosmetiker/in oder Studium Kosmetikwissenschaft. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.100 und 2.700 Euro brutto im Monat.

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