Das machst du in der Ausbildung
- Haare waschen, schneiden und föhnen
- Farben und Strähnen auftragen
- Dauerwellen und Umformungen durchführen
- Kunden zu Pflege und Styling beraten
- Termine planen und Produkte verkaufen
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Friseur/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 7.476 € im Jahr
entspricht 8.676 € im Jahr
entspricht 10.284 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
26.436 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.100–2.600 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Friseur/in?
Ein Kunde setzt sich mit dem Wunsch nach einer neuen Frisur in deinen Stuhl, und du bringst diesen Wunsch mit dem, was zu Gesichtsform und Haarstruktur passt, in Einklang. Du wäschst, schneidest und föhnst Haare, trägst Farben oder Strähnen auf und führst Dauerwellen oder andere Umformungen durch, wenn glatte Haare Locken bekommen sollen oder umgekehrt. Dabei berätst du ständig: Welcher Schnitt passt zum Alltag, welche Pflege braucht das Haar, welches Styling eignet sich für einen besonderen Anlass. Neben der eigentlichen Arbeit am Kopf gehört auch Organisation dazu – Termine planen, damit der Tag reibungslos läuft, und Pflegeprodukte verkaufen, die zur Haarstruktur der Kundschaft passen. Manche Friseurinnen und Friseure arbeiten zusätzlich für Bühne oder Film, wo besondere Frisuren für Auftritte oder Produktionen gefragt sind.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und ist dual aufgebaut, im Wechsel zwischen dem Salon und der Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen: Haare waschen, einfache Schnitte, den Umgang mit Werkzeugen wie Schere und Föhn. Im zweiten Jahr kommen Farbtechniken, Dauerwellen und anspruchsvollere Schnitte dazu. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig Kundinnen und Kunden, auch bei komplexeren Wünschen, und bereitest dich auf die Gesellenprüfung vor. Eine Zwischenprüfung nach etwa der Hälfte der Ausbildung überprüft, ob die grundlegenden Techniken sitzen.
Passt der Beruf zu dir?
Kreativität ist wichtig, denn du entwickelst für jede Person eine individuelle Lösung, die zu ihr passt, statt immer denselben Schnitt zu wiederholen. Kontaktfreude ist unverzichtbar, weil du den ganzen Tag im Gespräch mit Kundinnen und Kunden bist, oft auch über private Themen. Ausdauer im Stehen brauchst du, weil du fast den ganzen Arbeitstag stehend verbringst, mit wenig Gelegenheit zum Sitzen. Feingefühl ist ebenso gefragt, sowohl bei der handwerklichen Arbeit als auch im Umgang mit unterschiedlichen Wünschen und manchmal auch Unsicherheiten der Kundschaft. Wer sich vor stehender Arbeit oder ständigem direktem Körperkontakt scheut, sollte den Beruf vorher gut überdenken.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 623 Euro im 1. Lehrjahr, 723 Euro im 2. Lehrjahr und 857 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Gesellenprüfung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen etwa 2.100 und 2.600 Euro brutto im Monat, je nach Salon und Region, häufig ergänzt durch Trinkgeld. Viele Friseurinnen und Friseure sammeln nach der Ausbildung Erfahrung in verschiedenen Salons, bevor sie sich spezialisieren. Mit der Meisterprüfung kannst du einen eigenen Salon eröffnen oder selbst ausbilden. Wer sich auf Make-up und Styling für besondere Anlässe spezialisieren möchte, kann eine Weiterbildung zum/zur Visagist/in machen, wer betriebswirtschaftliche Aufgaben übernehmen will, eine Weiterbildung zum/zur Betriebswirt/in im Handwerk.
Gut zu wissen
Der Beruf bedeutet häufig Arbeit am Samstag, wenn viele Kundinnen und Kunden Zeit für einen Termin haben, sowie stundenlanges Stehen, das mit der Zeit auf Rücken und Beine geht. Der Kontakt mit Chemikalien, etwa bei Farben oder Dauerwellen, erfordert den sorgfältigen Umgang mit Schutzhandschuhen. Wer diese Seiten des Berufs kennt, bekommt dafür ein kreatives Handwerk mit viel direktem, oft langjährigem Kontakt zur Stammkundschaft.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Kreativität
- • Kontaktfreude
- • Ausdauer im Stehen
- • Feingefühl
Wichtige Schulfächer
- • Chemie
- • Kunst
- • Deutsch
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Friseursalon
- Beim Kunden
- Bühne und Film
Nach der Ausbildung
- Friseurmeister/in
- Visagist/in
- Betriebswirt/in im Handwerk
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Friseur/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Friseur/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 623 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 857 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 26.436 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Chemie, Kunst und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem Kreativität, Kontaktfreude, Ausdauer im Stehen und Feingefühl.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Friseurmeister/in, Visagist/in oder Betriebswirt/in im Handwerk. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.100 und 2.600 Euro brutto im Monat.