Das machst du in der Ausbildung
- Aufmaß nehmen und Entwürfe zeichnen
- Holz und Plattenwerkstoffe zuschneiden
- Verbindungen herstellen und Möbel bauen
- Oberflächen schleifen, lackieren und ölen
- Einbauten beim Kunden montieren
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Tischler/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 9.924 € im Jahr
entspricht 11.568 € im Jahr
entspricht 13.020 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
34.512 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.500–3.100 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Tischler?
Wenn jemand einen Einbauschrank für die Dachschräge braucht oder ein Restaurant neue Tische bestellt, fängt deine Arbeit oft direkt beim Kunden an: Du nimmst Maß, schaust dir die Räumlichkeiten an und besprichst, was möglich ist. Zurück in der Werkstatt zeichnest du einen Entwurf oder arbeitest nach Plan, wählst das passende Holz oder den Plattenwerkstoff aus und schneidest die Teile zu. Du stellst Verbindungen her, etwa Zapfen, Dübel oder Beschläge, und baust daraus Möbel, Türen oder ganze Einbauten. Bevor ein Stück fertig ist, schleifst du die Oberflächen glatt und behandelst sie mit Lack oder Öl, damit sie gut aussehen und geschützt sind. Am Ende montierst du die fertigen Teile beim Kunden, richtest Türen aus oder passt einen Schrank millimetergenau in eine Nische ein. Kein Auftrag gleicht dem anderen, weil jeder Raum und jeder Kundenwunsch anders ist.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und läuft dual im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du den Umgang mit Werkzeugen und Maschinen, einfache Verbindungen und wie man Holz richtig bearbeitet. Im zweiten Lehrjahr baust du komplexere Möbelstücke und lernst technisches Zeichnen und Materialkunde vertieft. Eine Zwischenprüfung nach etwa der Hälfte der Ausbildungszeit prüft, ob deine Grundlagen sitzen. Im dritten Lehrjahr arbeitest du an eigenen Projekten, oft an einem Gesellenstück, das du selbst planst und baust, und bereitest dich auf die praktische und theoretische Abschlussprüfung der Handwerkskammer vor.
Passt der Beruf zu dir?
Handwerkliches Geschick brauchst du für die feine Arbeit an Verbindungen und Oberflächen, räumliches Denken hilft dir, dir vorzustellen, wie ein Möbelstück am Ende aussieht, bevor du es baust. Genauigkeit ist wichtig, denn ein Einbauschrank, der nicht passt, lässt sich nicht einfach korrigieren. Materialgefühl entwickelst du mit der Zeit, etwa zu spüren, wie viel Druck eine Hobelklinge verträgt oder wie sich Holz je nach Feuchtigkeit verhält. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn du Probleme mit Staub und Lärm in der Werkstatt hast oder dir das Stehen und Heben schwerer Werkstücke über den Tag zu anstrengend ist.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 827 Euro im 1. Lehrjahr, 964 Euro im 2. Lehrjahr und 1.085 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen 2.500 und 3.100 Euro brutto im Monat. Viele Tischler streben mittelfristig den Meistertitel an, weil er zur Betriebsführung und zur Ausbildung von Lehrlingen berechtigt. Andere werden Holztechniker, spezialisieren sich als Restaurator im Handwerk auf historische Möbel oder studieren Innenarchitektur, wenn sie sich stärker in Richtung Gestaltung entwickeln möchten.
Gut zu wissen
Der Beruf verbindet Handarbeit mit zunehmend digitaler Planung, viele Werkstätten arbeiten heute mit CNC-gesteuerten Maschinen für den Zuschnitt. Trotzdem bleibt die Detailarbeit von Hand ein zentraler Teil, gerade bei Sonderanfertigungen und Restaurierungen, wo Maschinen an ihre Grenzen kommen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • handwerkliches Geschick
- • räumliches Denken
- • Genauigkeit
- • Materialgefühl
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Technik/Werken
- • Kunst
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Tischlerei
- Werkstatt
- Kundenwohnung
Nach der Ausbildung
- Tischlermeister/in
- Holztechniker/in
- Restaurator/in im Handwerk
- Studium Innenarchitektur
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Tischler/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Tischler/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 827 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.085 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 34.512 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Technik/Werken und Kunst. Mitbringen solltest du vor allem handwerkliches Geschick, räumliches Denken, Genauigkeit und Materialgefühl.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Tischlermeister/in, Holztechniker/in, Restaurator/in im Handwerk oder Studium Innenarchitektur. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.100 Euro brutto im Monat.