Gesundheit & Pflege

Ausbildung als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in

Du behandelst mit Massagen, Wärme und Wasseranwendungen und linderst Beschwerden am Bewegungsapparat.

Dauer
2,5 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.050 €
Vergütung 3. Jahr
1.200 €
Abschluss bei
Masseur- und Physiotherapeutengesetz

Das machst du in der Ausbildung

  • Massagetechniken anwenden
  • Wärme-, Kälte- und Wasseranwendungen durchführen
  • Lymphdrainagen und Elektrotherapie einsetzen
  • Patienten beraten und Übungen zeigen
  • Behandlungen dokumentieren

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.050 € / Monat

entspricht 12.600 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.120 € / Monat

entspricht 13.440 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.200 € / Monat

entspricht 14.400 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

33.240 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.400–3.000 €

Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

Was macht man als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in?

Wenn jemand mit Rückenschmerzen, verspannten Schultern oder nach einer Operation eine Verordnung für Massage mitbringt, bist du dafür zuständig, gezielt zu behandeln. Du wendest verschiedene Massagetechniken an, die Muskulatur lockern und Durchblutung fördern, und setzt dabei je nach Beschwerdebild unterschiedliche Griffe ein. Wärme-, Kälte- und Wasseranwendungen gehören ebenfalls zu deinem Repertoire, etwa Fangopackungen, Wechselbäder oder Unterwassermassagen. Bei geschwollenen Gliedmaßen, etwa nach einer Krebsbehandlung oder Operation, führst du Lymphdrainagen durch, die Flüssigkeitsstau gezielt abbauen. Auch Elektrotherapie setzt du ein, um Muskeln zu stimulieren oder Schmerzen zu lindern. Neben der eigentlichen Behandlung berätst du Patient/innen zu Übungen für zu Hause und dokumentierst jede Behandlung, damit der Behandlungsverlauf nachvollziehbar bleibt und mit Ärzt/innen abgestimmt werden kann.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 30 Monate, also zweieinhalb Jahre, und ist – anders als viele andere Ausbildungen – keine duale Ausbildung im klassischen Sinn, sondern eine schulische Ausbildung nach dem Masseur- und Physiotherapeutengesetz. Das bedeutet: Der theoretische Unterricht findet an einer Berufsfachschule statt, praktische Einsätze absolvierst du in Praxen, Kliniken oder Kurbetrieben. Je nach Schule und Bundesland kann für die schulische Ausbildung Schulgeld anfallen, statt einer klassischen Ausbildungsvergütung wie im dualen System. Im ersten Ausbildungsabschnitt lernst du Anatomie, Physiologie und grundlegende Massagetechniken. Danach vertiefst du spezielle Verfahren wie Lymphdrainage und Elektrotherapie und sammelst zunehmend praktische Erfahrung in Einrichtungen. Am Ende steht eine staatliche Prüfung, die dich zur Berufsausübung berechtigt.

Passt der Beruf zu dir?

Körperkraft brauchst du, weil Massagen über den ganzen Tag körperlich anstrengend sind und wiederholte Bewegungen die eigene Muskulatur belasten. Feingefühl ist entscheidend, um Verspannungen zu ertasten und die richtige Intensität zu finden, ohne Schmerzen zu verursachen. Empathie hilft dir im Umgang mit Patient/innen, die oft unter Schmerzen oder Einschränkungen leiden. Ausdauer zählt, weil du an manchen Tagen viele Behandlungen hintereinander durchführst. Die Fächer Biologie, Sport und Deutsch passen gut zu den Anforderungen. Ehrlich dazu gehört: Die körperliche Belastung ist real, besonders für Handgelenke, Schultern und Rücken, und je nach Schule können Kosten für die Ausbildung selbst entstehen, was du vorher genau prüfen solltest.

Was du in der Ausbildung verdienst

Praktische Einsätze in Betrieben werden oft vergütet, die Werte liegen bei etwa 1050 Euro zu Beginn bis rund 1200 Euro gegen Ende der praktischen Phasen. Das sind Orientierungswerte, denn schulische Ausbildungen zahlen nicht immer eine durchgehende Vergütung wie eine duale Ausbildung – informiere dich vorab konkret bei der jeweiligen Schule und den Praxiseinrichtungen.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener staatlicher Prüfung steigst du mit etwa 2400 bis 3000 Euro brutto ein, abhängig von Einrichtung und Region. Eine beliebte Weiterentwicklung ist der Aufbau zum/zur Physiotherapeut/in, der auf dieser Ausbildung aufsetzt. Zusatzqualifikationen wie Lymphdrainage oder Sportmassage erweitern dein Leistungsspektrum und damit auch deine Verdienstmöglichkeiten.

Gut zu wissen

Der Beruf ist medizinisch geprägt und eng mit Physiotherapie verwandt, aber eigenständig geregelt. Wer sich eher für Schönheit und Wellness statt medizinische Behandlung interessiert, findet mit Kosmetiker/in eine andere Richtung, während Sportfachmann/-frau stärker auf Bewegung und Training als auf Behandlung setzt.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Körperkraft
  • • Feingefühl
  • • Empathie
  • • Ausdauer

Wichtige Schulfächer

  • • Biologie
  • • Sport
  • • Deutsch

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Praxis
  • Rehaklinik
  • Kurbetrieb

Nach der Ausbildung

  • Aufbau zum/zur Physiotherapeut/in
  • Lymphdrainage
  • Sportmassage

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 2,5 Jahre (30 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in?

Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.050 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.200 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 33.240 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Sport und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem Körperkraft, Feingefühl, Empathie und Ausdauer.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Aufbau zum/zur Physiotherapeut/in, Lymphdrainage oder Sportmassage. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.400 und 3.000 Euro brutto im Monat.

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