Das machst du in der Ausbildung
- Pflegebedarf erheben und Pflege planen
- Grund- und Behandlungspflege durchführen
- Medikamente verabreichen und Vitalwerte überwachen
- Ärztliche Anordnungen umsetzen und dokumentieren
- Angehörige beraten und anleiten
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Pflegefachmann/-frau während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 16.080 € im Jahr
entspricht 16.800 € im Jahr
entspricht 18.000 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
50.880 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
3.200–3.800 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Pflegefachmann?
Du kümmerst dich um Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, ob nach einer Operation im Krankenhaus, im Alltag eines Pflegeheims oder zu Hause über einen ambulanten Dienst. Zuerst erhebst du, was ein Mensch braucht, und planst daraus konkrete Pflege, etwa wie oft jemand mobilisiert oder wie eine Wunde versorgt werden muss. Zur Grundpflege gehören Waschen, Anziehen oder Hilfe beim Essen, zur Behandlungspflege das Verbinden von Wunden oder das Legen von Kathetern. Du verabreichst Medikamente nach ärztlicher Anordnung und überwachst Vitalwerte wie Blutdruck oder Puls, um Veränderungen früh zu erkennen. Ärztliche Anordnungen setzt du um und dokumentierst genau, was du getan hast, weil das nächste Schicht und Ärzte brauchen. Ein wichtiger Teil ist außerdem die Beratung von Angehörigen, etwa wenn jemand nach der Entlassung zu Hause weiter versorgt werden muss und die Familie zeigen möchtest, worauf es ankommt.
So läuft die Ausbildung ab
Die generalistische Pflegeausbildung dauert 3 Jahre und kombiniert praktische Einsätze in Betrieben wie Krankenhaus, Pflegeheim und ambulantem Dienst mit theoretischem Unterricht an einer Pflegeschule. Anders als bei klassischen dualen Ausbildungen ist sie im Pflegeberufegesetz geregelt, folgt aber einem ähnlichen Prinzip aus Praxis und Schule. Im ersten Jahr lernst du die pflegerischen Grundlagen und sammelst erste praktische Erfahrung, im zweiten Jahr kommen anspruchsvollere medizinische Themen und längere Praxiseinsätze in unterschiedlichen Bereichen dazu. Im dritten Jahr vertiefst du dich, kannst dich auf einen Bereich wie Kinder- oder Altenpflege spezialisieren und bereitest dich auf die staatliche Abschlussprüfung vor, die aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Teilen besteht.
Passt der Beruf zu dir?
Empathie ist die Grundlage, denn du arbeitest mit Menschen in verletzlichen Situationen. Gleichzeitig brauchst du Belastbarkeit, weil Schichtdienst mit früher Frühschicht, Spätdienst und Nachtdienst zum Alltag gehört, ebenso wie Wochenend- und Feiertagsarbeit. Verantwortungsbewusstsein ist unverzichtbar, wenn du Medikamente verabreichst oder Vitalwerte überwachst, hier zählt jede Kleinigkeit. Da du selten allein arbeitest, ist Teamgeist wichtig, um dich mit Kolleginnen und Kollegen und mit Ärzten abzustimmen. Wer mit körperlicher Nähe zu kranken Menschen, mit Ausscheidungen oder mit dem Anblick von Wunden Probleme hat, sollte sich den Beruf gut überlegen.
Was du in der Ausbildung verdienst
Als Orientierung liegt die Ausbildungsvergütung bei rund 1.340 Euro im ersten, 1.400 Euro im zweiten und 1.500 Euro im dritten Jahr brutto im Monat. Damit gehört die Pflegeausbildung zu den besser vergüteten Ausbildungen in Deutschland. Die genaue Höhe hängt trotzdem von Träger, Bundesland und tariflichen Regelungen ab, weshalb die Angaben nur eine Orientierung sein können.
Nach der Ausbildung
Nach dem Abschluss verdienst du häufig zwischen 3.200 und 3.800 Euro brutto im Monat, wobei Tarifbindung und Einsatzbereich den Unterschied machen. Mit Berufserfahrung kannst du dich in Bereichen wie Intensiv- oder Anästhesiepflege weiterbilden, Praxisanleiter werden und selbst Auszubildende begleiten oder in Richtung Pflegedienstleitung gehen. Auch ein Studium der Pflegewissenschaft ist eine mögliche Richtung, wenn dich Forschung oder Management interessieren.
Gut zu wissen
Pflege ist ein Beruf mit hoher Verantwortung und echtem körperlichem und emotionalem Einsatz, gerade wenn Patienten sterben oder Angehörige verzweifelt sind. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach qualifizierten Pflegefachpersonen groß, was dir nach der Ausbildung viele Einsatzmöglichkeiten offenhält, von der Klinik über die Altenpflege bis zur ambulanten Versorgung.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Empathie
- • Belastbarkeit
- • Verantwortungsbewusstsein
- • Teamgeist
Wichtige Schulfächer
- • Biologie
- • Deutsch
- • Chemie
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Krankenhaus
- Pflegeheim
- ambulanter Dienst
Nach der Ausbildung
- Fachweiterbildung Intensiv- oder Anästhesiepflege
- Praxisanleiter/in
- Pflegedienstleitung
- Studium Pflegewissenschaft
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Pflegefachmann/-frau?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Pflegefachmann/-frau?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.340 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.500 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 50.880 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Deutsch und Chemie. Mitbringen solltest du vor allem Empathie, Belastbarkeit, Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Fachweiterbildung Intensiv- oder Anästhesiepflege, Praxisanleiter/in, Pflegedienstleitung oder Studium Pflegewissenschaft. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.200 und 3.800 Euro brutto im Monat.