Das machst du in der Ausbildung
- Befunde erheben und Behandlungspläne erstellen
- Bewegungstherapie anleiten
- Manuelle Techniken und Massagen anwenden
- Geräte- und Elektrotherapie durchführen
- Behandlungsverläufe dokumentieren
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Physiotherapeut/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.200 € im Jahr
entspricht 14.160 € im Jahr
entspricht 15.120 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
42.480 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.600–3.300 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Physiotherapeut/in?
Nach einer Knieoperation, einem Bandscheibenvorfall oder bei chronischen Schmerzen kommen Menschen zu dir, um wieder beweglich zu werden. Zuerst erhebst du einen Befund: Wo genau liegt die Einschränkung, was kann die Person schon wieder, was noch nicht, und darauf aufbauend erstellst du einen Behandlungsplan. In der Bewegungstherapie leitest du gezielte Übungen an, korrigierst Bewegungsabläufe und motivierst, auch wenn es anstrengend oder schmerzhaft wird. Mit manuellen Techniken und Massagen löst du Verspannungen, und mit Geräten wie Elektrotherapie oder Wärmeanwendungen unterstützt du den Heilungsprozess zusätzlich. Jede Behandlung dokumentierst du, damit Fortschritte nachvollziehbar bleiben und Ärzte informiert sind.
So läuft die Ausbildung ab
Physiotherapeut ist eine schulische Ausbildung, geregelt über das Masseur- und Physiotherapeutengesetz, keine duale Ausbildung im klassischen Sinn. Der theoretische Unterricht findet an einer Berufsfachschule statt, ergänzt durch praktische Einsätze in Praxen, Kliniken und Rehazentren. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Im ersten Jahr stehen anatomische und physiologische Grundlagen sowie erste Behandlungstechniken im Vordergrund, im zweiten Jahr vertiefst du Krankheitsbilder und spezifische Therapieformen, im dritten Jahr sammelst du in längeren Praxiseinsätzen Erfahrung und bereitest dich auf die staatliche Prüfung vor. Wie die Ausbildung finanziell geregelt ist, unterscheidet sich je nach Schule: An manchen staatlichen Schulen ist sie kostenfrei, an anderen, insbesondere privaten Trägern, kann Schulgeld anfallen, informiere dich deshalb vorab genau.
Passt der Beruf zu dir?
Einfühlungsvermögen ist entscheidend, weil du mit Menschen arbeitest, die Schmerzen haben oder frustriert sind, weil eine Bewegung nicht mehr so klappt wie früher. Körperkraft brauchst du für manuelle Techniken und beim Unterstützen von Patienten bei Übungen. Wenn du gerne anleitest und erklärst, hilft dir das im Behandlungsalltag, und Geduld ist wichtig, weil Fortschritte in der Therapie oft nur in kleinen Schritten sichtbar werden.
Was du in der Ausbildung verdienst
Als Orientierung für eine vergütete Ausbildung gelten 1100 Euro im ersten, 1180 Euro im zweiten und 1260 Euro im dritten Ausbildungsjahr brutto im Monat, sofern die Schule oder der Praxispartner eine Vergütung zahlt. Weil es sich um eine schulische Ausbildung handelt, ist das nicht überall garantiert wie bei einer klassischen dualen Ausbildung, deshalb solltest du die Bedingungen der jeweiligen Schule genau prüfen.
Nach der Ausbildung
Nach der staatlichen Prüfung steigst du meist mit 2600 bis 3300 Euro brutto im Monat ein, häufig in Praxen, Kliniken oder Rehazentren. Der Bedarf an Physiotherapeuten ist hoch, entsprechend gut sind die Übernahmechancen. Mit Weiterbildungen wie Manueller Therapie oder Sportphysiotherapie spezialisierst du dich später, und ein Studium der Physiotherapie öffnet zusätzlich den Weg in Forschung, Lehre oder leitende Positionen.
Gut zu wissen
Der Beruf ist körperlich fordernd, weil du viel stehst, hebst und dich bewegst, und er verlangt gleichzeitig hohe Aufmerksamkeit für jeden einzelnen Patienten. Wer beides mag, die körperliche Arbeit und den engen Kontakt zu Menschen, findet hier einen Beruf mit sicherer Zukunft angesichts einer alternden Gesellschaft.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Einfühlungsvermögen
- • Körperkraft
- • Anleitungsfreude
- • Geduld
Wichtige Schulfächer
- • Biologie
- • Sport
- • Deutsch
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Praxis
- Klinik
- Rehazentrum
Nach der Ausbildung
- Manuelle Therapie
- Sportphysiotherapie
- Studium Physiotherapie
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Physiotherapeut/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Physiotherapeut/in?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.100 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.260 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 42.480 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Biologie, Sport und Deutsch. Mitbringen solltest du vor allem Einfühlungsvermögen, Körperkraft, Anleitungsfreude und Geduld.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Manuelle Therapie, Sportphysiotherapie oder Studium Physiotherapie. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.300 Euro brutto im Monat.