Landwirtschaft, Natur & Umwelt

Ausbildung als Umwelttechnologe/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Du steuerst Sammlung, Sortierung und Verwertung von Abfällen und holst zurück, was noch Wert hat.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.167 €
Vergütung 3. Jahr
1.304 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Abfälle annehmen, prüfen und einstufen
  • Sortier- und Behandlungsanlagen bedienen
  • Stoffströme dokumentieren
  • Anlagen warten und Störungen beheben
  • Umwelt- und Sicherheitsvorgaben umsetzen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Umwelttechnologe/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.167 € / Monat

entspricht 14.004 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.253 € / Monat

entspricht 15.036 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.304 € / Monat

entspricht 15.648 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

44.688 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.800–3.400 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Umwelttechnologe für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?

Was für andere im Müll landet, ist für dich Ausgangspunkt einer geregelten Wertstoffkette. Du nimmst Abfälle an, prüfst sie und stufst sie ein, unterscheidest also zum Beispiel zwischen Wertstoffen, Restmüll oder gefährlichen Abfällen, die eine besondere Behandlung brauchen. Anschließend bedienst du Sortier- und Behandlungsanlagen, in denen Materialien nach Art, Größe oder Wert getrennt werden, damit möglichst viel davon wiederverwertet werden kann. Weil genau nachvollziehbar sein muss, was wo hinkommt, dokumentierst du Stoffströme, von der Anlieferung bis zur Weiterverarbeitung oder Entsorgung. Damit die Anlagen zuverlässig laufen, wartest du sie regelmäßig und behebst kleinere Störungen selbst, bevor größere Ausfälle entstehen. Über all das hinweg setzt du Umwelt- und Sicherheitsvorgaben um, denn im Umgang mit Abfällen, teils auch gefährlichen Stoffen, gelten strenge gesetzliche Regeln. Deine Arbeitsplätze sind Entsorgungsbetriebe, Sortieranlagen und Deponien, wo du direkt siehst, wie aus Abfall wieder nutzbare Rohstoffe werden.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und findet dual statt: Du arbeitest in einem Entsorgungsbetrieb und besuchst begleitend die Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Abfalleinstufung, den Aufbau von Sortieranlagen und den sicheren Umgang mit den dort eingesetzten Maschinen. Im zweiten Jahr vertiefst du dich in die Bedienung von Sortier- und Behandlungsanlagen sowie in die Dokumentation von Stoffströmen, dazu kommt die Zwischenprüfung, mit der dein bisheriger Ausbildungsstand überprüft wird. Im dritten Jahr übernimmst du zunehmend eigenständig die Wartung von Anlagen und die Umsetzung von Umwelt- und Sicherheitsvorgaben, bevor die Ausbildung mit der Abschlussprüfung bei der Industrie- und Handelskammer endet.

Passt der Beruf zu dir?

Technisches Verständnis brauchst du, weil moderne Sortieranlagen aus vielen ineinandergreifenden mechanischen und elektronischen Komponenten bestehen, die du bedienen und bei Störungen einschätzen musst. Umweltbewusstsein passt gut zu diesem Beruf, weil deine Arbeit direkt dazu beiträgt, dass Rohstoffe im Kreislauf bleiben, statt einfach zu verschwinden. Belastbarkeit ist wichtig, weil du dich an Gerüche und den Umgang mit Abfällen gewöhnen musst, und weil Arbeit auf Deponien oder in Sortieranlagen körperlich fordernd sein kann. Sorgfalt entscheidet bei der Einstufung von Abfällen darüber, ob gefährliche Stoffe korrekt erkannt und getrennt behandelt werden. In der Schule zählen Chemie für das Verständnis von Materialien und Stoffgruppen, Physik für technische Zusammenhänge an den Anlagen, und Biologie für die Auswirkungen von Abfällen auf Umwelt und Ökosysteme.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.167 Euro im 1. Lehrjahr, 1.253 Euro im 2. Lehrjahr und 1.304 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach bestandener Prüfung liegt der Einstieg meist zwischen 2.800 und 3.400 Euro brutto im Monat, abhängig von Betriebsgröße, Region und Tarifbindung. Wer sich fachlich und in Richtung Führung weiterentwickeln will, kann den Meister für Kreislauf- und Abfallwirtschaft ablegen und damit Anlagenverantwortung übernehmen. Eine Weiterbildung zum Techniker für Umweltschutz öffnet den Weg in Planung und Projektarbeit, und wer akademisch weitergehen möchte, kann ein Studium des Umweltingenieurwesens anschließen.

Gut zu wissen

Der Umgang mit Abfällen bedeutet auch Umgang mit Gerüchen und teils unangenehmen Materialien, das sollte dir vor der Bewerbung bewusst sein. In vielen Entsorgungsbetrieben ist Schichtarbeit üblich, weil Anlieferungen und Anlagenbetrieb über den regulären Arbeitstag hinausgehen können. Wer technisches Interesse mit dem Wunsch verbindet, aktiv zum Klima- und Ressourcenschutz beizutragen, findet in diesem Beruf ein Arbeitsfeld mit wachsender gesellschaftlicher Bedeutung.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • technisches Verständnis
  • • Umweltbewusstsein
  • • Belastbarkeit
  • • Sorgfalt

Wichtige Schulfächer

  • • Chemie
  • • Physik
  • • Biologie

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Entsorgungsbetrieb
  • Sortieranlage
  • Deponie

Nach der Ausbildung

  • Meister/in Kreislauf- und Abfallwirtschaft
  • Techniker/in Umweltschutz
  • Studium Umweltingenieurwesen

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Umwelttechnologe/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Umwelttechnologe/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.167 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.304 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 44.688 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Chemie, Physik und Biologie. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, Umweltbewusstsein, Belastbarkeit und Sorgfalt.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Meister/in Kreislauf- und Abfallwirtschaft, Techniker/in Umweltschutz oder Studium Umweltingenieurwesen. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.800 und 3.400 Euro brutto im Monat.

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