Das machst du in der Ausbildung
- Kanäle mit Hochdruck reinigen
- Rohrleitungen mit Kameras inspizieren
- Industrieanlagen und Behälter reinigen
- Schäden dokumentieren und Sanierungen vorbereiten
- Sicherheitsvorschriften strikt einhalten
Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr
So viel bekommst du als Umwelttechnologe/-technologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 13.200 € im Jahr
entspricht 14.160 € im Jahr
entspricht 15.360 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
42.720 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.700–3.400 €
Für diesen Beruf weist die BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen keine eigenen Werte aus – zu wenige Ausbildungsverträge. Die Angaben sind deshalb gerundete Orientierungswerte aus vergleichbaren Berufen desselben Bereichs und können im Einzelfall deutlich abweichen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.
Was macht man als Umwelttechnologe für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen?
Kanäle, Rohrleitungen und Industrieanlagen verschmutzen und verschleißen mit der Zeit, und genau hier setzt du an. Mit Hochdrucktechnik reinigst du Kanäle von Ablagerungen, Fett und Wurzeleinwuchs, bis sie wieder frei durchfließen. Mit Kameratechnik befährst du Rohrleitungen und prüfst, ob Risse, Verschiebungen oder undichte Stellen vorhanden sind. Auch Industrieanlagen und Behälter, etwa in Fabriken oder Kläranlagen, reinigst du fachgerecht, oft unter engen und schwierigen Bedingungen. Schäden, die du findest, dokumentierst du genau und bereitest damit die spätere Sanierung vor. Weil du mit Chemikalien, engen Räumen und Hochdruckgeräten arbeitest, hältst du dich strikt an Sicherheitsvorschriften.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet dual statt: im Betrieb, oft im Einsatzfahrzeug oder direkt im Kanalnetz, in der Berufsschule mit Schwerpunkt auf Chemie, Physik und Technik. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Kanal- und Rohrreinigung sowie den sicheren Umgang mit Geräten, danach kommen Kamerainspektion, Sanierungsvorbereitung und der Einsatz in Industrieanlagen dazu. Eine Zwischenprüfung nach etwa anderthalb Jahren zeigt den Ausbildungsstand, am Ende steht die Abschlussprüfung bei der IHK.
Passt der Beruf zu dir?
Der Beruf passt zu dir, wenn du auch in engen, dunklen oder unangenehm riechenden Umgebungen ruhig und konzentriert arbeiten kannst. Belastbarkeit ist gefragt, weil die Arbeit körperlich fordernd ist und oft im Freien oder unter Tage stattfindet. Sicherheitsbewusstsein ist unverzichtbar, denn in Kanälen und Industrieanlagen können gefährliche Gase oder Drücke auftreten. Technisches Verständnis hilft dir beim Umgang mit Hochdruckgeräten und Kameratechnik, Teamgeist brauchst du, weil viele Einsätze nur zu zweit oder in kleinen Teams sicher durchgeführt werden. Wenn dir Gerüche, Enge und der Anblick von Abwasser grundsätzlich zu schaffen machen, ist das ein Punkt, den du vor der Bewerbung klären solltest.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Ausbildungsvergütung liegt als Orientierung im ersten Jahr bei etwa 1.100 Euro brutto im Monat, im zweiten Jahr bei rund 1.180 Euro und im dritten Jahr bei etwa 1.280 Euro. Wie hoch dein tatsächliches Gehalt ausfällt, hängt von Tarifvertrag, Betrieb und Bundesland ab, mindestens gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung. Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstieg zwischen etwa 2.700 und 3.400 Euro brutto im Monat rechnen.
Nach der Ausbildung
Nach der Ausbildung arbeitest du für Kanalbetriebe, Kommunen oder Industrieunternehmen, die auf regelmäßige Reinigung und Inspektion angewiesen sind. Mit der Meisterprüfung im Rohr-, Kanal- und Industrieservice kannst du Teams leiten oder einen eigenen Betrieb führen. Als Techniker oder Technikerin für Umweltschutz übernimmst du planende Aufgaben, als Kanalsanierungsberater oder -beraterin spezialisierst du dich auf die technische und wirtschaftliche Bewertung von Sanierungsprojekten.
Gut zu wissen
Die Arbeit findet oft in Rufbereitschaft statt, weil verstopfte Kanäle oder ausgefallene Industrieanlagen schnell behoben werden müssen, auch nachts oder am Wochenende. Schutzausrüstung wie Atemschutz, Handschuhe und spezielle Kleidung gehört zum Standard, weil du mit Abwasser und teils gefährlichen Stoffen in Kontakt kommst. Wer den Beruf durchhält, findet darin eine Nische mit hoher Nachfrage, weil Infrastruktur in jeder Region gepflegt werden muss.
Bis zur Neuordnung hieß der Beruf Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice. Unter dieser Bezeichnung findest du noch ältere Stellenanzeigen, Ratgeber und Erfahrungsberichte – gemeint ist derselbe Beruf.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Belastbarkeit
- • Sicherheitsbewusstsein
- • technisches Verständnis
- • Teamgeist
Wichtige Schulfächer
- • Chemie
- • Physik
- • Technik/Werken
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Kanalnetz
- Industrieanlage
- Einsatzfahrzeug
Nach der Ausbildung
- Meister/in Rohr-, Kanal- und Industrieservice
- Techniker/in Umweltschutz
- Kanalsanierungsberater/in
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Umwelttechnologe/-technologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Umwelttechnologe/-technologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen?
Im 1. Lehrjahr sind es im Schnitt rund 1.100 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.280 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 42.720 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Chemie, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Belastbarkeit, Sicherheitsbewusstsein, technisches Verständnis und Teamgeist.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Meister/in Rohr-, Kanal- und Industrieservice, Techniker/in Umweltschutz oder Kanalsanierungsberater/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.700 und 3.400 Euro brutto im Monat.