Metall & Maschinenbau

Ausbildung als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/in

Du baust Rollläden, Markisen und Tore ein, montierst Motoren und bindest alles in die Gebäudesteuerung ein.

Dauer
3 Jahre
Vergütung 1. Jahr
946 €
Vergütung 3. Jahr
1.167 €
Abschluss bei
HWK

Das machst du in der Ausbildung

  • Aufmaß beim Kunden nehmen
  • Rollläden, Markisen und Tore montieren
  • Antriebe und Steuerungen anschließen
  • Anlagen in Smart-Home-Systeme einbinden
  • Wartungen und Reparaturen durchführen

Gehalt im 1. bis 3. Lehrjahr

So viel bekommst du als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 946 € / Monat

entspricht 11.352 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.039 € / Monat

entspricht 12.468 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.167 € / Monat

entspricht 14.004 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

37.824 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.500–3.100 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker?

Bevor irgendetwas montiert wird, stehst du beim Kunden zu Hause oder auf der Baustelle und nimmst Aufmaß: Wie breit ist das Fenster, wie ist die Fassade beschaffen, wo soll die Markise später hängen? Auf dieser Grundlage baust du Rollläden, Markisen, Tore und andere Sonnenschutzsysteme ein. Dazu gehört mehr als Schrauben drehen: Du schließt Elektromotoren und Steuerungen an, verlegst Kabel und programmierst Zeitschaltungen oder Wind- und Sonnensensoren. Immer häufiger bindest du die Anlagen auch in Smart-Home-Systeme ein, sodass sich Rollladen oder Markise per App oder Sprachbefehl steuern lassen. Neben der Neumontage gehören Wartungen und Reparaturen zum Alltag, etwa wenn ein Motor klemmt oder eine Steuerung nicht mehr reagiert. Du arbeitest also an der Schnittstelle zwischen Handwerk, Elektrotechnik und moderner Gebäudetechnik.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 36 Monate, also drei Jahre, und läuft dual im Betrieb und in der Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die handwerklichen Grundlagen: Material- und Werkzeugkunde, einfache Montagen, den Umgang mit Aufmaß und Zeichnungen. Im zweiten Jahr kommen Elektrik und Steuerungstechnik dazu, du schließt selbstständig Antriebe an und lernst die gängigen Sonnenschutzsysteme kennen. Im dritten Jahr stehen komplexere Anlagen, die Einbindung in Smart-Home-Systeme sowie Wartung und Fehlersuche im Mittelpunkt, bevor die Gesellenprüfung ansteht. Eine Zwischenprüfung im Verlauf der Ausbildung zeigt, ob der Ausbildungsstand zum jeweiligen Zeitpunkt passt.

Passt der Beruf zu dir?

Der Beruf passt zu dir, wenn du gern mit Menschen sprichst, denn du bist meistens direkt bei den Kunden im Haus oder auf dem Grundstück tätig. Technisches Verständnis brauchst du für die Steuerungen und Motoren, Schwindelfreiheit für Arbeiten auf Leitern und Gerüsten an Fassaden, und Selbstständigkeit, weil du auf Baustellen oft allein oder in kleinen Teams entscheidest, wie ein Problem zu lösen ist. In der Schule helfen dir Mathematik für Berechnungen, Physik für das Verständnis von Kräften und Antrieben sowie Technik oder Werken. Ehrlich gesagt: Die Arbeit findet bei Wind und Wetter an Fassaden statt, und du bist ständig unterwegs zu wechselnden Kundenhaushalten und Baustellen, was nicht jedem liegt.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 946 Euro im 1. Lehrjahr, 1.039 Euro im 2. Lehrjahr und 1.167 Euro im 3. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Gesellenprüfung liegt der Einstieg je nach Betrieb und Region ungefähr zwischen 2.500 und 3.100 Euro brutto im Monat. Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zum Meister oder zur Meisterin im Rollladen- und Sonnenschutztechnikerhandwerk, zum Techniker beziehungsweise zur Technikerin oder zum Betriebswirt beziehungsweise zur Betriebswirtin im Handwerk. Mit Meistertitel kannst du später auch selbst ausbilden oder einen eigenen Betrieb führen.

Gut zu wissen

Die Ausbildung schließt mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer ab. Verwandt ist der Beruf mit dem Metallbauer beziehungsweise der Metallbauerin, mit dem Elektroniker beziehungsweise der Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik sowie mit dem Tischlerhandwerk, da überall Montage, Elektrik und Materialverständnis zusammenkommen. Wer heute einsteigt, profitiert davon, dass Sonnenschutz und Gebäudeautomation durch energetische Sanierung und Smart-Home-Nachfrage ein wachsendes Feld sind.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • Kundenkontakt
  • • technisches Verständnis
  • • Schwindelfreiheit
  • • Selbstständigkeit

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Kundenhaushalte
  • Baustelle
  • Werkstatt

Nach der Ausbildung

  • Meister/in im Rollladen- und Sonnenschutztechnikerhandwerk
  • Techniker/in
  • Betriebswirt/in im Handwerk

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3 Jahre (36 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 946 Euro brutto im Monat, im 3. Lehrjahr rund 1.167 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 37.824 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Kundenkontakt, technisches Verständnis, Schwindelfreiheit und Selbstständigkeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Meister/in im Rollladen- und Sonnenschutztechnikerhandwerk, Techniker/in oder Betriebswirt/in im Handwerk. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.500 und 3.100 Euro brutto im Monat.

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