Das machst du in der Ausbildung
- Metallteile zuschneiden, biegen und schweißen
- Konstruktionen nach Kundenwunsch anfertigen
- Tore, Geländer und Fenster montieren
- Antriebe und Schließanlagen einbauen
- Bauteile instand setzen und Oberflächen behandeln
Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr
So viel bekommst du als Metallbauer/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 11.616 € im Jahr
entspricht 12.540 € im Jahr
entspricht 13.704 € im Jahr
entspricht 14.448 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
45.084 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.600–3.200 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Metallbauer/in?
Ein schmiedeeisernes Gartentor, ein Treppengeländer aus Edelstahl oder eine Fassadenkonstruktion aus Aluminium – solche Einzelanfertigungen entstehen in der Schlosserei und auf der Baustelle durch deine Arbeit. Du liest technische Zeichnungen, schneidest Metallteile passgenau zu, biegst sie in Form und verbindest sie durch Schweißen oder Schrauben. Nach Kundenwunsch fertigst du individuelle Konstruktionen, von einer einfachen Zaunanlage bis zu einer komplexen Treppe, und montierst anschließend Tore, Geländer oder Fenster direkt beim Kunden vor Ort. Bei modernen Anlagen baust du auch Antriebe und elektronische Schließanlagen ein, etwa für automatische Tore oder Sicherheitstüren. Ein weiterer Teil deiner Arbeit ist die Instandsetzung: Du reparierst beschädigte Bauteile, behandelst Oberflächen gegen Rost und sorgst dafür, dass Metallkonstruktionen dauerhaft funktionieren und gut aussehen. Weil viele Aufträge Einzelstücke sind, bist du oft direkt im Gespräch mit Kundinnen und Kunden, um Wünsche in machbare technische Lösungen zu übersetzen.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 42 Monate, also dreieinhalb Jahre, und ist dual: Du arbeitest überwiegend in der Werkstatt und auf Baustellen, ergänzt durch Berufsschulunterricht. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Metallbearbeitung wie Sägen, Bohren, Feilen und einfache Schweißverfahren. Im zweiten Jahr kommen komplexere Konstruktionen und die Montage von Bauteilen dazu. Zwischen dem ersten und zweiten Lehrjahr steht in der Regel eine Zwischenprüfung an. Im dritten und angefangenen vierten Lehrjahr spezialisierst du dich auf einen Schwerpunkt, etwa Konstruktionstechnik, Metallgestaltung oder Nutzfahrzeugbau, und bereitest dich auf die gestreckte Abschlussprüfung der Handwerkskammer vor, deren Teile über die letzten Ausbildungsjahre verteilt abgelegt werden.
Passt der Beruf zu dir?
Handwerkliches Geschick ist die Grundlage des Berufs, weil du ständig mit Werkzeugen und Maschinen arbeitest und Metall in Form bringst. Kreativität hilft dir, individuelle Kundenwünsche in machbare Konstruktionen umzusetzen, und Kundenkontakt gehört dazu, weil du oft direkt vor Ort mit den Auftraggebern sprichst. Körperliche Fitness ist wichtig, denn du hebst schwere Metallteile, arbeitest auf Baustellen bei jedem Wetter und stehst häufig in ungewohnten Positionen, etwa beim Schweißen über Kopf. Wer gerne handwerklich arbeitet, technisches Verständnis mit gestalterischem Anspruch verbindet und es mag, am Ende ein sichtbares, oft individuelles Werkstück zu übergeben, findet hier einen vielseitigen Beruf.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 968 Euro im 1. Lehrjahr, 1.045 Euro im 2. Lehrjahr, 1.142 Euro im 3. Lehrjahr und 1.204 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach dem Abschluss arbeitest du in Schlossereien, Metallbaubetrieben oder auf Baustellen als Fachkraft. Über die Meisterprüfung zum Metallbauermeister oder zur Metallbauermeisterin kannst du später selbst ausbilden, einen Betrieb leiten oder gründen. Wer sich auf das Schweißen spezialisieren möchte, kann die Qualifikation zum Schweißfachmann oder zur Schweißfachfrau erwerben, die in vielen Branchen gefragt ist. Mit entsprechender Vorbildung ist auch eine Weiterbildung zum Techniker oder zur Technikerin für Metallbautechnik möglich, die zu Aufgaben in Planung und Projektleitung führt.
Gut zu wissen
Der Beruf ist eng verwandt mit dem Konstruktionsmechaniker, dem Klempner und dem Schweißer, mit denen es je nach Schwerpunkt Überschneidungen gibt. Weil viele Aufträge Sonderanfertigungen sind, bleibt der Beruf trotz zunehmender Automatisierung stark auf individuelles handwerkliches Können angewiesen. Baustelleneinsätze bedeuten gelegentlich Arbeit im Freien bei Wind und Wetter, was bei der Berufswahl mitbedacht werden sollte.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • handwerkliches Geschick
- • Kreativität
- • Kundenkontakt
- • körperliche Fitness
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Physik
- • Technik/Werken
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Schlosserei
- Baustelle
- Kundenbetrieb
Nach der Ausbildung
- Metallbauermeister/in
- Schweißfachmann/-frau
- Techniker/in Metallbautechnik
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Metallbauer/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Metallbauer/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 968 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.204 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 45.084 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem handwerkliches Geschick, Kreativität, Kundenkontakt und körperliche Fitness.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Metallbauermeister/in, Schweißfachmann/-frau oder Techniker/in Metallbautechnik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.600 und 3.200 Euro brutto im Monat.