Metall & Maschinenbau

Ausbildung als Industriemechaniker/in

Du baust, wartest und reparierst Maschinen und Produktionsanlagen – einer der beliebtesten technischen Ausbildungsberufe überhaupt.

Dauer
3,5 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.221 €
Vergütung 4. Jahr
1.452 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Bauteile fertigen: bohren, drehen, fräsen, feilen
  • Maschinen und Anlagen montieren und in Betrieb nehmen
  • Störungen suchen und Verschleißteile tauschen
  • Anlagen warten, einstellen und optimieren
  • Produktionsabläufe überwachen und dokumentieren

Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr

So viel bekommst du als Industriemechaniker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.221 € / Monat

entspricht 14.652 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.287 € / Monat

entspricht 15.444 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.375 € / Monat

entspricht 16.500 € im Jahr

4. Lehrjahr 1.452 € / Monat

entspricht 17.424 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

55.308 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

2.900–3.600 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Industriemechaniker?

Wenn in einer Fabrik eine neue Förderanlage aufgebaut wird oder eine Maschine plötzlich stillsteht, bist du gefragt. Du fertigst Bauteile selbst an, bohrst, drehst und fräst Metall nach Zeichnung und feilst Kanten von Hand nach, bis sie passen. Du montierst Maschinen und Produktionsanlagen, verkabelst und verrohrst sie und nimmst sie gemeinsam mit dem Team in Betrieb. Wenn eine Anlage stottert, suchst du systematisch nach der Ursache, tauschst Verschleißteile wie Lager oder Dichtungen aus und dokumentierst, was du gemacht hast. Ein wichtiger Teil deiner Arbeit ist die Wartung: Du stellst Anlagen so ein, dass sie zuverlässig und effizient laufen, und beobachtest, wo sich Verbesserungen lohnen. Dabei überwachst du auch laufende Produktionsabläufe und hältst fest, was auffällt, damit die nächste Schicht informiert ist.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und läuft dual, also im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten und zweiten Lehrjahr lernst du die handwerklichen Grundlagen der Metallbearbeitung, den Umgang mit Werkzeugmaschinen und liest technische Zeichnungen. Eine Zwischenprüfung nach etwa anderthalb Jahren zeigt, ob deine Grundlagen sitzen. Im dritten Lehrjahr kommen Montage, Inbetriebnahme und die Instandhaltung ganzer Anlagen dazu, oft ergänzt um eine Fachrichtung wie Instandhaltung oder Produktionstechnik. Das angefangene vierte Lehrjahr nutzt du, um komplexere Störungen selbstständig einzugrenzen und dich auf die gestreckte Abschlussprüfung vorzubereiten, die aus zwei Teilen besteht und über die gesamte Ausbildungszeit verteilt ist.

Passt der Beruf zu dir?

Technisches Verständnis solltest du mitbringen, ebenso Freude daran, wie Maschinen funktionieren und warum sie manchmal nicht funktionieren. Sorgfalt ist wichtig, weil hundertstelmillimetergenaues Arbeiten an der Werkzeugmaschine keinen Raum für Schlampigkeit lässt. Wenn eine Anlage steht, brauchst du Geduld und eine strukturierte Herangehensweise, um die Ursache zu finden, statt einfach Teile auf Verdacht zu tauschen. Da du oft im Team an großen Anlagen arbeitest, solltest du dich gut abstimmen können. Weniger geeignet ist der Beruf, wenn dir Lärm in der Produktionshalle oder gelegentliche Montageeinsätze beim Kunden schwerfallen.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.221 Euro im 1. Lehrjahr, 1.287 Euro im 2. Lehrjahr, 1.375 Euro im 3. Lehrjahr und 1.452 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen etwa 2.900 und 3.600 Euro brutto im Monat rechnen, wieder abhängig von Branche und Region. Der Industriemechaniker gilt als einer der beliebtesten technischen Ausbildungsberufe, weil er in vielen Industriezweigen gebraucht wird, von der Autoindustrie bis zum Maschinenbau. Mit Erfahrung kannst du dich zum Industriemeister Metall weiterbilden, eine Technikerausbildung im Maschinenbau anschließen oder dich auf Instandhaltung spezialisieren. Ein Studium im Maschinenbau ist mit entsprechender Zusatzqualifikation ebenfalls möglich.

Gut zu wissen

Die Arbeit findet oft im Schichtsystem statt, weil viele Produktionsanlagen rund um die Uhr laufen. Bei Montageeinsätzen kann es auch mal weiter weg vom Wohnort gehen. Dafür ist der Beruf ein solides Fundament: Wer die Grundlagen der Metallbearbeitung und Anlagentechnik einmal beherrscht, findet in fast jeder Industriebranche einen Einsatzort.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • technisches Verständnis
  • • Sorgfalt
  • • Problemlösung
  • • Teamarbeit

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Technik/Werken

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Produktionshalle
  • Werkstatt
  • Montage beim Kunden

Nach der Ausbildung

  • Industriemeister/in Metall
  • Techniker/in Maschinenbau
  • Studium Maschinenbau
  • Instandhaltungsspezialist/in

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Industriemechaniker/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Industriemechaniker/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.221 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.452 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 55.308 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, Sorgfalt, Problemlösung und Teamarbeit.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Industriemeister/in Metall, Techniker/in Maschinenbau, Studium Maschinenbau oder Instandhaltungsspezialist/in. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.600 Euro brutto im Monat.