Das machst du in der Ausbildung
- Bleche und Profile zuschneiden, kanten und umformen
- Bauteile schweißen, nieten und verschrauben
- Konstruktionen nach Zeichnung zusammenbauen
- Baugruppen beim Kunden montieren
- Schweißnähte prüfen und Bauteile nacharbeiten
Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr
So viel bekommst du als Konstruktionsmechaniker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 14.700 € im Jahr
entspricht 15.540 € im Jahr
entspricht 16.572 € im Jahr
entspricht 17.412 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
55.518 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.900–3.500 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Konstruktionsmechaniker/in?
Ob ein Stahlträger für eine Halle, ein großer Behälter für die Industrie oder der Aufbau eines Lkw – wenn große, tragende Metallkonstruktionen entstehen, bist du beteiligt. Du schneidest Bleche und Profile nach Zeichnung zu, kantest sie in Form und formst sie um, bis die einzelnen Bauteile passen. Anschließend fügst du sie zusammen: schweißen, nieten, verschrauben, je nachdem, was die Konstruktion verlangt. Dabei arbeitest du eng nach technischen Zeichnungen, die exakt vorgeben, wie ein Bauteil aussehen und wo es später sitzen muss. Ist eine Baugruppe fertig, wird sie oft nicht in der Halle verbaut, sondern erst beim Kunden vor Ort montiert, etwa auf einer Baustelle oder in einer Werft. Damit die Verbindungen halten, prüfst du Schweißnähte auf Fehler und arbeitest Bauteile nach, wenn etwas nicht passt.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 42 Monate, also dreieinhalb Jahre, inklusive eines angefangenen vierten Lehrjahres, und läuft dual im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du die Grundlagen der Metallbearbeitung: Messen, Zuschneiden, einfache Schweißverbindungen. Im zweiten Jahr kommen komplexere Umform- und Fügetechniken sowie das Lesen technischer Zeichnungen dazu. Im dritten Jahr vertiefst du dich in deinen betrieblichen Schwerpunkt, etwa Schiffbau, Stahl- und Metallbau oder Feinblechbau, und übernimmst mehr Verantwortung bei Montagen. Im vierten, angefangenen Ausbildungsjahr bereitest du dich intensiv auf die Abschlussprüfung vor, die auch eine praktische Projektarbeit umfasst. Eine Zwischenprüfung nach der ersten Ausbildungshälfte überprüft den bisherigen Lernstand.
Passt der Beruf zu dir?
Kraft und Ausdauer sind wichtig, denn du hebst und bewegst schwere Bauteile und Werkzeuge, teils über längere Zeit am Stück. Räumliches Vorstellungsvermögen brauchst du, um aus einer zweidimensionalen technischen Zeichnung ein dreidimensionales Bauteil zu erkennen. Sorgfalt ist unverzichtbar, weil eine fehlerhafte Schweißnaht später zu einem Sicherheitsrisiko werden kann, etwa wenn eine Konstruktion unter Belastung steht. Da du oft mit anderen zusammen an großen Baugruppen arbeitest, ist Teamgeist wichtig. Wer sich vor körperlich anstrengender Arbeit oder dem Arbeiten in großer Höhe bei der Montage scheut, sollte das vorher bedenken.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.225 Euro im 1. Lehrjahr, 1.295 Euro im 2. Lehrjahr, 1.381 Euro im 3. Lehrjahr und 1.451 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der IHK-Prüfung liegt das Einstiegsgehalt meist zwischen etwa 2.900 und 3.500 Euro brutto im Monat, je nach Betrieb und Region. Konstruktionsmechaniker/innen arbeiten anschließend im Stahl- und Metallbau, im Behälterbau, im Fahrzeugbau oder auf Werften. Mit einer Zusatzqualifikation zum/zur Schweißfachmann/-frau kannst du dich auf hochwertige Schweißverbindungen spezialisieren. Mit einer Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Metall übernimmst du Führungsaufgaben, mit einer Technikerausbildung planst du stärker konstruktiv. Wer akademisch weitergehen möchte, kann ein Studium im Bereich Maschinenbau anschließen.
Gut zu wissen
Die Arbeit findet je nach Auftrag in der Halle oder im Freien auf der Montagebaustelle statt, auch bei Wind und Wetter. Montagen erfordern manchmal längere Abwesenheit vom Wohnort, wenn ein Projekt weiter entfernt liegt. Lärm, Funkenflug und der Umgang mit schwerem Gerät gehören zum Arbeitsalltag, weshalb konsequentes Tragen von Schutzausrüstung selbstverständlich sein muss. Wer diese Bedingungen kennt, findet in diesem Beruf eine handfeste Tätigkeit mit sichtbaren, oft imposanten Ergebnissen.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • Kraft und Ausdauer
- • räumliches Vorstellungsvermögen
- • Sorgfalt
- • Teamgeist
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Physik
- • Technik/Werken
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Stahlbauhalle
- Montagebaustelle
- Werft
Nach der Ausbildung
- Schweißfachmann/-frau
- Industriemeister/in Metall
- Techniker/in
- Studium Maschinenbau
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Konstruktionsmechaniker/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Konstruktionsmechaniker/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.225 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.451 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 55.518 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Technik/Werken. Mitbringen solltest du vor allem Kraft und Ausdauer, räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt und Teamgeist.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Schweißfachmann/-frau, Industriemeister/in Metall, Techniker/in oder Studium Maschinenbau. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.500 Euro brutto im Monat.