Metall & Maschinenbau

Ausbildung als Mechatroniker/in

Du verbindest Mechanik, Elektronik und Software: du baust komplexe Anlagen auf, programmierst Steuerungen und findest jeden Fehler.

Dauer
3,5 Jahre
Vergütung 1. Jahr
1.224 €
Vergütung 4. Jahr
1.472 €
Abschluss bei
IHK

Das machst du in der Ausbildung

  • Mechanische und elektrische Baugruppen montieren
  • Steuerungen programmieren und in Betrieb nehmen
  • Sensoren und Aktoren einbauen und justieren
  • Fehler in Anlagen systematisch eingrenzen
  • Anlagen warten und Software aktualisieren

Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr

So viel bekommst du als Mechatroniker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.

1. Lehrjahr 1.224 € / Monat

entspricht 14.688 € im Jahr

2. Lehrjahr 1.297 € / Monat

entspricht 15.564 € im Jahr

3. Lehrjahr 1.387 € / Monat

entspricht 16.644 € im Jahr

4. Lehrjahr 1.472 € / Monat

entspricht 17.664 € im Jahr

Gesamt über die Ausbildung

55.728 €

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

3.000–3.700 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.

Was macht man als Mechatroniker/in?

Moderne Anlagen bestehen selten nur aus Mechanik: Motoren, Sensoren, Steuerungen und Software greifen ineinander, und genau an dieser Schnittstelle arbeitest du. Du montierst mechanische und elektrische Baugruppen zu einer funktionierenden Anlage, verkabelst Schaltschränke und baust Sensoren und Aktoren ein, die du anschließend justierst. Steuerungen programmierst du selbst, meist über speicherprogrammierbare Steuerungen, und nimmst die Anlage danach in Betrieb. Läuft etwas nicht wie geplant, gehst du systematisch auf Fehlersuche: Liegt es an der Mechanik, an einem defekten Sensor oder an der Software? Später gehört auch die Wartung von Anlagen und das Aktualisieren von Steuerungssoftware zu deinen Aufgaben.

So läuft die Ausbildung ab

Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre und läuft dual, mit Praxis in Produktionshalle, Werkstatt oder direkt beim Kunden vor Ort und Theorie in der Berufsschule. Im ersten Jahr lernst du grundlegende Metall- und Elektrotechnik sowie den sicheren Umgang mit Werkzeugen und Messgeräten. Im zweiten Jahr kommen Steuerungstechnik und einfache Programmieraufgaben dazu, im dritten Jahr baust und programmierst du komplexere mechatronische Systeme. Das angefangene vierte Ausbildungsjahr nutzt du zur Vertiefung, etwa in Automatisierungstechnik, und zur gezielten Prüfungsvorbereitung. Nach dem ersten Jahr steht eine Zwischenprüfung an, die gestreckte Abschlussprüfung selbst ist in zwei Teile aufgeteilt.

Passt der Beruf zu dir?

Analytisches Denken brauchst du, um bei Fehlfunktionen systematisch einzugrenzen, wo das Problem liegt, statt einfach Teile auszutauschen. Interesse an Elektronik und IT hilft dir, weil ein großer Teil der Arbeit inzwischen aus Steuerungstechnik und Softwareanpassungen besteht. Sorgfalt ist wichtig beim Verkabeln und Justieren, denn kleine Fehler können ganze Anlagen stören. Und weil Fehlersuche manchmal Geduld erfordert, solltest du auch bei komplizierten Störungen nicht schnell aufgeben.

Was du in der Ausbildung verdienst

Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.224 Euro im 1. Lehrjahr, 1.297 Euro im 2. Lehrjahr, 1.387 Euro im 3. Lehrjahr und 1.472 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.

Nach der Ausbildung

Mechatroniker sind in der Industrie gefragt, entsprechend gut sind die Einstiegschancen: Üblich sind 3000 bis 3700 Euro brutto im Monat. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum Industriemeister Mechatronik weiterbilden und Teams leiten, oder als Techniker für Automatisierungstechnik in Planung und Projektierung wechseln. Ein Studium der Mechatronik ist danach ebenfalls möglich und baut direkt auf deinem praktischen Wissen auf.

Gut zu wissen

Der Beruf verändert sich mit der zunehmenden Automatisierung von Produktion und Gebäuden ständig weiter, wer offen für neue Steuerungssysteme und Software bleibt, hat langfristig gute Aussichten. Weil Einsätze auch beim Kunden vor Ort stattfinden, solltest du Reisebereitschaft und gelegentliche Montageeinsätze außerhalb des eigenen Betriebs einplanen. Mechatroniker gehören zu den meistgesuchten Fachkräften der Industrie, entsprechend groß ist die Auswahl an Ausbildungsbetrieben in fast jeder Region.

Das solltest du mitbringen

Stärken

  • • analytisches Denken
  • • Interesse an Elektronik und IT
  • • Sorgfalt
  • • Ausdauer bei der Fehlersuche

Wichtige Schulfächer

  • • Mathematik
  • • Physik
  • • Informatik

Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.

Wo du arbeitest

  • Produktionshalle
  • Montage beim Kunden
  • Werkstatt

Nach der Ausbildung

  • Industriemeister/in Mechatronik
  • Techniker/in Automatisierungstechnik
  • Studium Mechatronik

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung als Mechatroniker/in?

Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.

Was verdient man in der Ausbildung als Mechatroniker/in?

Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.224 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.472 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 55.728 Euro zusammen.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Informatik. Mitbringen solltest du vor allem analytisches Denken, Interesse an Elektronik und IT, Sorgfalt und Ausdauer bei der Fehlersuche.

Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Typische Wege sind Industriemeister/in Mechatronik, Techniker/in Automatisierungstechnik oder Studium Mechatronik. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 3.000 und 3.700 Euro brutto im Monat.

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