Das machst du in der Ausbildung
- Rohre und Bleche zuschneiden und umformen
- Rohrleitungssysteme montieren und verschweißen
- Behälter und Apparate zusammenbauen
- Anlagen auf Dichtheit prüfen und in Betrieb nehmen
- Wartungen und Reparaturen durchführen
Gehalt im 1. bis 4. Lehrjahr
So viel bekommst du als Anlagenmechaniker/in während der Ausbildung – brutto im Monat.
entspricht 15.240 € im Jahr
entspricht 16.176 € im Jahr
entspricht 17.340 € im Jahr
entspricht 18.420 € im Jahr
Gesamt über die Ausbildung
57.966 €
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
2.900–3.600 €
Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung laut Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Stand 1. Oktober 2025. In Betrieben ohne Tarifbindung liegt sie häufig darunter, unterschritten werden darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Auch Bundesland und Betriebsgröße machen einen Unterschied.
Was macht man als Anlagenmechaniker/in?
In der chemischen Industrie, bei Energieversorgern oder im Anlagenbau baust du die Rohrleitungssysteme, Behälter und Apparate, durch die später Flüssigkeiten, Gase oder Dampf fließen. Du schneidest Rohre und Bleche zu und formst sie in die passende Form, montierst Rohrleitungssysteme und verschweißt sie fachgerecht. Behälter und Apparate baust du aus Einzelteilen zusammen, prüfst die fertigen Anlagen auf Dichtheit und nimmst sie in Betrieb. Auch später, wenn eine Anlage bereits läuft, führst du Wartungen und Reparaturen durch, damit alles sicher und zuverlässig funktioniert. Bei größeren Anlagen liest du zudem technische Zeichnungen und Isometrien, um zu wissen, wie einzelne Leitungsabschnitte zusammengehören.
So läuft die Ausbildung ab
Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und läuft dual zwischen Werkstatt beziehungsweise Montagebaustelle und Berufsschule. Im ersten Lehrjahr lernst du die Grundlagen der Metallbearbeitung und einfache Schweißverfahren, im zweiten Jahr kommen die Montage von Rohrleitungssystemen und Behältern dazu. Im dritten Jahr vertiefst du Inbetriebnahme und Dichtheitsprüfung, das angefangene vierte Lehrjahr nutzt du zur Spezialisierung und Prüfungsvorbereitung. Nach der ersten Ausbildungshälfte steht die Zwischenprüfung an, am Ende die Abschlussprüfung vor der IHK.
Passt der Beruf zu dir?
Technisches Verständnis ist wichtig, um Konstruktionspläne zu lesen und zu verstehen, wie eine Anlage später funktionieren soll. Sorgfalt ist bei diesem Beruf besonders entscheidend, weil undichte Schweißnähte oder Verbindungen bei Industrieanlagen gefährlich werden können. Belastbarkeit hilft dir auf Montagebaustellen, wo du oft in Höhen oder engen Räumen arbeitest, Verantwortungsbewusstsein ist Pflicht, weil du mit Anlagen arbeitest, die teils mit gefährlichen Stoffen befüllt werden. Ein Schweißschein, den du im Laufe der Ausbildung erwirbst, ist für viele der späteren Arbeiten Voraussetzung.
Was du in der Ausbildung verdienst
Die Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) weist für diesen Beruf durchschnittlich 1.270 Euro im 1. Lehrjahr, 1.348 Euro im 2. Lehrjahr, 1.445 Euro im 3. Lehrjahr und 1.535 Euro im 4. Lehrjahr aus, jeweils brutto im Monat. Das sind Werte aus tarifgebundenen Betrieben – ohne Tarifbindung zahlen Betriebe häufig weniger, unterschreiten dürfen sie die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung aber nie. Je nach Bundesland und Betriebsgröße fällt die Vergütung ebenfalls unterschiedlich aus.
Nach der Ausbildung
Nach der Prüfung steigst du orientierungsweise mit 2.900 bis 3.600 Euro brutto im Monat ein, abhängig von Betrieb und Einsatzort. Über die Weiterbildung zum Schweißfachmann oder zum Industriemeister Metall kannst du dich auf Qualitätssicherung oder Teamleitung spezialisieren. Auch ein Studium des Maschinenbaus ist ein möglicher Weg, wenn du später in die Planung von Anlagen wechseln willst.
Gut zu wissen
Montageeinsätze bedeuten teils Reisetätigkeit, wenn Anlagen bei Kunden vor Ort aufgebaut werden, das solltest du bei der Berufswahl bedenken. Verwandte Berufe wie Konstruktionsmechaniker, Industriemechaniker oder Rohrleitungsbauer zeigen benachbarte Tätigkeitsfelder im Metall- und Anlagenbau. Wer präzise arbeitet und gerne an großen technischen Systemen mitwirkt, findet hier einen anspruchsvollen Industrieberuf. Die Anlagen, an denen du arbeitest, laufen oft rund um die Uhr, weshalb Zuverlässigkeit bei Wartungsterminen besonders wichtig ist.
Das solltest du mitbringen
Stärken
- • technisches Verständnis
- • Sorgfalt
- • Belastbarkeit
- • Verantwortungsbewusstsein
Wichtige Schulfächer
- • Mathematik
- • Physik
- • Chemie
Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber unterschiedliche Anforderungen. Wichtiger als die Note ist oft ein Praktikum im Beruf.
Wo du arbeitest
- Industrieanlage
- Werkstatt
- Montagebaustelle
Nach der Ausbildung
- Schweißfachmann/-frau
- Industriemeister/in Metall
- Techniker/in Maschinenbau
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Ausbildung als Anlagenmechaniker/in?
Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Bei guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich.
Was verdient man in der Ausbildung als Anlagenmechaniker/in?
Nach der BIBB-Erhebung zu tariflichen Ausbildungsvergütungen (Stand 1. Oktober 2025) sind es im 1. Lehrjahr rund 1.270 Euro brutto im Monat, im 4. Lehrjahr rund 1.535 Euro. Über die gesamte Ausbildung kommen so etwa 57.966 Euro zusammen.
Welche Voraussetzungen braucht man?
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Hilfreich sind Mathematik, Physik und Chemie. Mitbringen solltest du vor allem technisches Verständnis, Sorgfalt, Belastbarkeit und Verantwortungsbewusstsein.
Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
Typische Wege sind Schweißfachmann/-frau, Industriemeister/in Metall oder Techniker/in Maschinenbau. Das Einstiegsgehalt liegt meist zwischen 2.900 und 3.600 Euro brutto im Monat.